Panik beim Autofahren

Transport möglichst entspannt gestalten
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Vitellia
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Vitellia »

Ich wollte mal ein kurzes Update geben. Wir machen gute Fortschritte. Heute konnte ich schon die obere Klappe zumachen und die Tür anlehnen, als Willy in der Box war, und er ist nicht in Panik geraten. :)

In ca. 10 Tagen müssen wir zum Impfen zum Tierarzt. Bis dahin wird er sicher nicht absolut cool in der Box sitzen und sich herum fahren lassen, aber der Erfolg heute stimmt mich doch optimistisch, dass es vielleicht nicht wieder eine komplett traumatische Erfahrung für ihn wird.
Viele Grüße von Frauke mit Fienchen, Willy & Sally

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opti
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von opti »

Das ist schön zu hören.

Sagt sich jetzt so einfach, aber je entspannter du bist, desto "leichter" wird es für die Katze.

Ich hab für mich ein Mantra : "Es muss sein und bald ist alles wieder vorbei."

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Vitellia
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Vitellia »

Ja, das versuch ich mir auch immer zu sagen. Ich glaub mein größtes Problem ist, dass ich viel zu weich bin und mir dann immer wie die letzte Verräterin vorkomme. :tuete: Obwohl ich ja weiß, dass es nur zu ihrem Besten ist.
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Hesto
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Hesto »

Ich bin bei sowas auch ein Weichei. Man wird mit der Zeit routinierter. :yes:
Liebe Grüße von Heike und...
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Egoismus .... NEIN DANKE :down:

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Vitellia
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Vitellia »

Wieder ein kleines Update -

Gestern war der TA-Termin. Leider wurde Willys Eintüten dann doch zu einem gelinden Desaster, weil ich zu nervös war. :tuete: Er ist dann voll in den Scheumiezenmodus mit Fauchen, Knurren und Jaulen. :traurigguck:
Allerdings ist er auch in diesem Zustand keine Sekunde mir gegenüber ernsthaft aggressiv geworden (ich glaub, er weiß gar nicht wie das geht ...).

Letztendlich hat mein Mann die Methode "beherzter Griff und gut ist" angewandt.

Ich war natürlich in Sorge, dass unser Verhältnis dadurch einen Knacks bekommen hat und/oder das Training für die Katz war. Aber der Willy ist zum Glück nicht nachtragend. Gestern wirkte er ziemlich kraftlos, hat eigentlich nur auf dem Sofa gelegen und für seine Verhältnisse sehr wenig gefressen, weil er den Schock verarbeiten musste und ihm vielleicht der Impfstoff auch etwas zugesetzt hat.

Heute ist er aber schon wieder ganz sein altes, verkuscheltes Selbst. :) Und hat zumindest Fienchens Box schon wieder nach Leckerli abgesucht, ganz so schlimm scheint es dann also doch nicht gewesen zu sein. *aufatme* Seine Box(en) stelle ich jetzt mal für ein paar Tage weg, damit sich alles beruhigen kann und dann schaue ich, wo wir wieder ansetzen. Wenn alles wie geplant verläuft haben wir bis zum nächsten TA-Termin ja hoffentlich viel Zeit zum üben.

Und ich sollte beide im Schlafanzug eintüten. Da sind sie nicht halb so misstrauisch. :))
Viele Grüße von Frauke mit Fienchen, Willy & Sally

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opti
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von opti »

Manche Katzen haben sehr feine Antennen.
Ich hatte mal einen Kater, da brauchte ich nur an den Ta zu denken und weg war er.

Früher war ich aber auch viel nervöser als heute.

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Vitellia
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Vitellia »

Ich hätte mir einfach auch noch ein bisschen mehr Zeit nehmen sollen. Wollte sie nur nicht so lange im Kennel hocken lassen ... naja, wie man's macht ... ;)

Wir haben Willy übrigens einfach mit Unterlage, auf der er lag eingetütet. Werden wir wahrscheinlich in Zukunft nach Möglichkeit immer so machen (solange er noch nicht freiwillig rein geht). Einmal ist es für uns einfacher, weil er sich beim Reinsetzen von oben nicht an der Boxfestkrallen kann und zum anderen scheint die Decke ihm auch etwas mehr Sicherheit gegeben zu haben. Zwar ist wieder ein "Malheur" passiert (aber man kann Dinge ja waschen), aber er lag nicht mehr komplett verängstigt und hechelnd in der Box. Das werte ich mal als kleinen Fortschritt.
Viele Grüße von Frauke mit Fienchen, Willy & Sally

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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Vitellia »

Hier noch das Beweisfoto, dass Boxen auch nach dem Schock nicht komplett gruselig sind. :) Das hier ist zwar Fienchens Box, aber immerhin. Und wie ich gerade sehe, hat irgendwer die Leckerlis aus seiner Box im Nebenzimmer gefressen.

Bild
Viele Grüße von Frauke mit Fienchen, Willy & Sally

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EmilPhil
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von EmilPhil »

Vitellia hat geschrieben:
Fr 19. Jun 2020, 19:19
Hier noch das Beweisfoto, dass Boxen auch nach dem Schock nicht komplett gruselig sind. :) Das hier ist zwar Fienchens Box, aber immerhin. Und wie ich gerade sehe, hat irgendwer die Leckerlis aus seiner Box im Nebenzimmer gefressen.
Das ist doch schon super! In die Box gesteckt zu werden und Autofahren wird sicherlich nicht sein Hobby werden, aber das sieht doch schon nicht mehr nach schwerem Trauma aus.

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Vitellia
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Vitellia »

Ich könnte vielleicht doch noch mal eure Hilfe gebrauchen (ein wenig habe ich auch schon in unserem "Hauptthread dazu geschrieben).

Die Box an sich ist mittlerweile nicht mehr das Problem. Sondern wird regelmäßig nach Leckerli abgesucht oder beschmust, um Dosi dazu zu bringen, mal wieder Boxentraining zu machen. :kicher:

Beim letzten TA-Besuch war Willy zwar schon noch etwas misstrauisch, ließ sich aber ohne Stress "eintüten".

Aber sobald ich die Box ins Auto gestellt habe und losfuhr - Flitzekacka, und das nicht zu knapp ... :tanz:

Beim TA war er dann auch total elend und ich musste der TÄ erstmal versichern, dass er zu Hause ein fröhliches und aufgewecktes Katertier ist. Außerdem hat er nach einer simplen Untersuchung (ohne bösen Pieks) fast einen Tag gebraucht, um sich psychisch von der Misere zu erholen. Er war echt ein bisschen fertig mit der Welt.

Macht es jetzt Sinn, dass Training so fortzuführen, dass ich immer mal wieder kurze Strecken fahre oder wäre das zu viel Stress für ihn.

Oder habt ihr Erfahrungen mit irgendwelchen "Beruhigungsmitteln"? Das Spray, was mir die liebe @Annette empfohlen hat, scheint leider keine Wirkung zu zeigen. Ich hab jetzt Zylkene besorgt, wobei mir gesagt wurde, dass Telizen eher das Mittel der Wahl ist? Hilft Zylkene denn trotzdem? Ich brauch ja eigentlich auch kein Langzeitmittel, im Alltag ist er ja eigentlich ziemlich gechillt, sondern was akut wirkendes. Wie sind die Erfahrungen mit Bachblüten so? Oder gibt es noch andere Mittel, die ich gerade nicht so auf dem Schirm habe?

Danke schon mal für eure Antworten.
Viele Grüße von Frauke mit Fienchen, Willy & Sally

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Annette
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Annette »

Vitellia hat geschrieben:
Do 3. Dez 2020, 19:48


Aber sobald ich die Box ins Auto gestellt habe und losfuhr - Flitzekacka, und das nicht zu knapp ... :tanz:
Das hilft dir zwar nicht weiter, aber ich kann Willy verstehen. Wenn ich richtig Angst habe, dann hat das direkt Auswirkungen auf den Darm und ich muss dringendst auf den Topf, trotz morgendlicher Normalität.
Beim TA war er dann auch total elend und ich musste der TÄ erstmal versichern, dass er zu Hause ein fröhliches und aufgewecktes Katertier ist. Außerdem hat er nach einer simplen Untersuchung (ohne bösen Pieks) fast einen Tag gebraucht, um sich psychisch von der Misere zu erholen. Er war echt ein bisschen fertig mit der Welt.
Vielleicht macht es Sinn, einen Tiertherapeuten hinzu zu ziehen? Du weisst nichts über sein früheres Leben? Vielleicht wurde er irgendwann eingetütet und dann gottweisswo, Autobahn, Landstraße oder wo auch immer ausgesetzt und er verbindet das eintüten und fahren mit diesem Trauma? Plum ist auch nicht sonderlich begeistert wenn er in den Kennel gesteckt wird und miaut dann so jämmerlich als ob er gleich geschlachtet würde. Sobald er aber im Auto ist, ist er richtig entspannt, auch im Wartezimmer. In seinen 17 Lebensjahren wurde er schon so manches Mal zum TA gekarrt und vielleicht hat er mittlerweile verstanden, dass es danach immer wieder nach Hause geht?
Macht es jetzt Sinn, dass Training so fortzuführen, dass ich immer mal wieder kurze Strecken fahre oder wäre das zu viel Stress für ihn.
Keine Ahnung, ein Versuch wäre es vielleicht wert?
Das Spray, was mir die liebe @Annette empfohlen hat, scheint leider keine Wirkung zu zeigen.
Schade. Ich bilde mir ein, hier hilft es zum entspannen.
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opti
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von opti »

Mein erster Gedanke zu deinem Kurzstreckentraining war : oh, nein !

Ich hab dabei an Roxy gedacht, die würde davon nicht profitiern.
Weil Autofahren ist für sie schrecklich. Ich würde sie dann irgendwann nur noch mit Gewalt in den Korb kriegen.

Probier doch erstmal die Box ins Auto tun, nur starten, sofort wieder ausmachen und zurückbringen.
Wenn du merkst, er entspannt langsam, dann könntest du mal eine ganz kleine Runde fahren

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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Vitellia »

Annette hat geschrieben:
Fr 4. Dez 2020, 10:14
Vielleicht macht es Sinn, einen Tiertherapeuten hinzu zu ziehen? Du weisst nichts über sein früheres Leben? Vielleicht wurde er irgendwann eingetütet und dann gottweisswo, Autobahn, Landstraße oder wo auch immer ausgesetzt und er verbindet das eintüten und fahren mit diesem Trauma?
Ich weiß von der PS nur, dass er mit ca. 5 Monaten schwer verletzt auf der Straße gefunden wurde. Ob angefahren oder durch anderweitige Gewalteinwirkung durch Menschen ist nicht bekannt. Auf jeden Fall war laut Zahn-TÄ wahrscheinlich sein Kiefer gebrochen.

Wenn ich mir aber anschaue , wie men schenbezogen er trotz allem ist, kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass er draußen geboren wurde. Von daher könnte deine Vermutung mit dem Aussetzen schon passen. Armer Kerl.

Das mit dem Therapeuten müsste ich mir mal durch den Kopf gegen lassen. Neben unserer TA Praxis ist eine THP , vielleicht erkundige ich mich da mal. Wobei es ja wirklich nur die Autofahrten sind. Alles andere läuft gut.


opti hat geschrieben:
Fr 4. Dez 2020, 14:04
Mein erster Gedanke zu deinem Kurzstreckentraining war : oh, nein !

Ich hab dabei an Roxy gedacht, die würde davon nicht profitiern.
Weil Autofahren ist für sie schrecklich. Ich würde sie dann irgendwann nur noch mit Gewalt in den Korb kriegen.

Probier doch erstmal die Box ins Auto tun, nur starten, sofort wieder ausmachen und zurückbringen.
Wenn du merkst, er entspannt langsam, dann könntest du mal eine ganz kleine Runde fahren
Stimmt, wenn sollte ich das kleinschrittiger angehen. Danke für deinen Input :)
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von pingu »

Mir hat der TA für Carley eine Kapsel Gabapentin für den nächsten Besuch mitgegeben.
Vielleicht fragst du da deinen TA mal danach?

Wobei das schon ein heftiges Zeugs ist :no: Ich ringe noch mit mir, ob ich ihr das wirklich geben soll vor dem nächsten Besuch.

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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Vitellia »

pingu hat geschrieben:
Fr 4. Dez 2020, 18:35
Mir hat der TA für Carley eine Kapsel Gabapentin für den nächsten Besuch mitgegeben.
Vielleicht fragst du da deinen TA mal danach?

Wobei das schon ein heftiges Zeugs ist :no: Ich ringe noch mit mir, ob ich ihr das wirklich geben soll vor dem nächsten Besuch.
Ich kann ja mal fragen. Wobei ich mich auch etwas scheue, sowas heftiges zu geben. Vielleicht erkundige ich mich erstmal doch nach pflanzlichen Mitteln. Ixh vergess immer, dass neben der TA-Praxis eine THP-Praxis ist. Die wohl auch viel Erfahrung hat. Bin halt doch eher schulmedizisch geprägt. Aber das heißt ja nicht , dass man auch andere Wege mal beschreiten kann. Die Praxis arbeitet wohl nach der Traditionellen Chinesischen Tiermedizin.
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Annette »

Meine TK hat diesen Artikel heute bei FB verlinkt. Der bezieht sich zwar auf Hunde, aber vielleicht wäre das auch etwas für Willy

https://www.wir-sind-tierarzt.de/2017/1 ... w0SQZE2SKg
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Re: Panik beim Autofahren

Beitrag von Vitellia »

Danke dir, das les ich mir mal in Ruhe durch. :blume:

Unsere TÄ hatte jetzt Calmin-Öl empfohlen. Hat jemand damit Erfahrungen?

Edit: Zylkene findet Willy schon mal unfressbar. So verfressen wie der sonst auch ist. Bei Medikamenten ist er ziemlich heikel. :hm:
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