Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

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Lightfoot
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Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » So 3. Feb 2019, 09:05

Sammlung der Möglichkeiten und Erfahrungswerte u.a.
Ich ergänze es mit der Zeit, ich bin momentan beruflich etwas eingespannt.


Cancer Biology

Introduction to Cancer Biology (Part 1): Abnormal Signal Transduction
https://www.youtube.com/watch?v=jjfYQMW ... gs=pl%2Cwn

Introduction to Cancer Biology (Part 2): Loss of Apoptosis
https://www.youtube.com/watch?v=8VSgOeJ ... gs=pl%2Cwn

Introduction to Cancer Biology (Part 3): Tissue Invasion and Metastasis
https://www.youtube.com/watch?v=bdWRZd19swg&frags=wn

Introduction to Cancer Biology (Part 4): Angiogenesis
https://www.youtube.com/watch?v=Ep_nCSE ... gs=pl%2Cwn



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Quelle https://www.kleintiermedizin.ch/katze/tumor/tumor4.htm

Tumorerkrankungen der Katze

Die Diagnosestellung

Bevor an eine Therapie gedacht werden kann, muss eine Diagnose vorliegen mit der Kenntnis über den Tumortyp und das Ausmass der Erkrankung. Dazu dienen eine sorgfältige klinische Untersuchung, eine Blutuntersuchung sowie Tests zur Erfassung des felinen Leukämievirus- (FeLV) und felinen Immunschwächevirus- (FIV) Status der Katze. Auch werden Röntgenbilder der Lunge angefertigt, um Metastasen (d. h. Ableger von Tumorzellen) auszuschliessen. Manchmal sind auch Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes hilfreich, um Tumore oder deren Ableger zu finden. Hat man einen Tumor gefunden, dann macht man eine Nadelaspiration oder eine Biopsie (also eine Entnahme einer Gewebeprobe), um ihn zu charakterisieren.
Zu den häufigsten gutartigen Tumoren der Katze gehören nasopharyngeale Polypen, Tumore der Schilddrüse und Thymome. Lymphosarkom, Vakzine induziertes Sarkom, Plattenepithelkarzinom und Mammatumor sind Beispiele von bösartigen Tumoren. ...

Ist man zu einer genauen Diagnose bezüglich des Tumortyps gekommen, dann können die therapeutischen Möglichkeiten mit den Besitzern diskutiert werden.
.....
Zusatzinformation im Link




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Tumorerkrankungen bei Hunde und Katzen
aus https://www.tierklinik-hofheim.de/die-k ... ungen.html

Es gibt verschiedene Gliederungsmöglichkeiten für Tumoren. Hier wird die Einteilung vorwiegend nach auftretender Lokalisation vorgenommen, da dies die gebräuchlichste und für den Praxisgebrauch die zugänglichste Methode ist.
1. Tumoren der Haut
2. Tumoren der Milchdrüse (Mammatumoren)
3. Tumoren des Magen-Darm-Traktes
4. Tumoren der abdominalen Organe (Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse)
5. Tumoren des Atmungstraktes
6. Tumoren der Harnorgane
7. Tumoren der Geschlechtsorgane
8. Tumoren des Skeletts
9. Tumoren des Nervensystems
10. Tumoren der Augen
11. Tumoren von Gehörkanal und Mittelohr
12. Tumoren im blutbildenden System

Zusatzinformation im Link

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Einige KLINIKEN - ONKOLOGIE:

Hofheim - http://www.tierklinik-hofheim.de/ ; https://www.tierklinik-hofheim.de/die-k ... ostik.html
Haan - https://www.tierklinik-neandertal.de/le ... logie.html
München - https://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/ ... index.html

Zug (Schweiz, Teil von AniCura geworden http://www.aoicenter.ch/)
Zürich (Schweiz, http://www.tierspital.uzh.ch/de/Klei...Onkologie.html)

Wien (Österreich,http://www.vetmeduni.ac.at/de/radioo...uklearmedizin/)

Lightfoot
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Die Strategie eines Tumors: Teile und herrsche

Beitrag von Lightfoot » So 3. Feb 2019, 15:22

Die Strategie eines Tumors: Teile und herrsche
Forschungsvorhaben
https://www.unibe.ch/aktuell/medien/med ... x_ger.html

Invasionsmechanismus: video
https://www.youtube.com/watch?v=DaQ4oXP ... e=youtu.be

Lit: R. Levayer, B. Hauert und E. Moreno et al. (2015). Myc-induced cell mixing is required for competitive tissue invasion and destruction. Nature online: doi:10.1038/nature14684

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Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Mo 4. Feb 2019, 10:46

THERAPIEMÖGLICHKEITEN :makrel:


Tumorchirurgie:
https://www.tierklinik-hofheim.de/die-k ... urgie.html
Auszug aus https://www.kleintiermedizin.ch/katze/tumor/tumor5.htm

...... Dank einem besseren Verständnis der Tumorbiologie und der Einführung anderer Therapieoptionen, wurde die Chirurgie mehr zu einem wichtigen Teil einer Behandlungsstrategie. Für gewisse Tumoren, z.B. für Leukämien (bösartige Entartung von weissen Blutzellen) hat die Chirurgie praktisch keine Bedeutung. Für viele Gewebsneubildungen ist die Chirurgie hingegen die erste und wichtigste Therapieart da in einem Schritt der Tumor entfernt werden kann. Es kann sogar eine Heilung erzielt werden, wenn eine lokale Tumorkontrolle erreicht wird. Eine lokale Kontrolle des Tumors kann man erzielen, wenn mindestens drei Zentimeter gesundes Gewebe um den Tumor mitentfernt werden und der Tumor keine Tendenz zur Bildung von Metastasen (Ableger in anderen Organen) hat.
.......
In den letzten Jahren wurden grosse Fortschritte in der chirurgischen Technik, in der Anästhesie, sowie in der postoperativen Betreuung des Patienten erzielt, so dass ein aggressiveres chirurgisches Vorgehen möglich ist.
Trotzdem muss man immer vor Augen haben, ob ein Besitzer ein verändertes Aussehen seiner Katze tolerieren kann. Beispielsweise kann es bei einem Knochentumor (Osteosarkom) notwendig sein, ein Bein zu amputieren, um eine Heilung zu bewirken. Katzen sind auf drei Beinen immer noch sehr beweglich und können sogar auf Bäume klettern. Ausserdem haben sie bedeutend weniger Schmerzen, wenn das Bein amputiert wird, als wenn man mit Schmerzmitteln versucht, die Symptome zu lindern. ...
Ein zweites, weniger dramatisches Beispiel ist die Ohrmuschelamputation nach einem bösartigen Tumor (Plattenepithelkarzinom). Diese beeinträchtigt das Verhalten des Patienten kaum, verändert aber sein Erscheinungsbild.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass mehr Tumorpatienten durch eine Chirurgie allein vom Tumor geheilt werden, als durch jede andere Therapiemöglichkeit.


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Chemotherapie Hofheim
https://www.tierklinik-hofheim.de/die-k ... rapie.html


Hinzugefügt nach 2 Minuten 14 Sekunden:
-Metronomische Chemotherapie
Quelle https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... r-balance/

Metronomische Chemotherapien richten sich nicht nur gegen den Tumor selbst, sondern auch gegen das umgebende Gewebe. Das soll das gesamte Tumorsystem aus seinem empfindlichen Gleichgewicht bringen und nachhaltig schädigen. Inzwischen deuten kleine klinische Studien auf einen Nutzen hin.

Mit einer klassischen, gepulsten Chemotherapie hat die metronomische Chemotherapie kaum noch etwas gemeinsam. Denn bei Letzterer erhalten die Patienten Chemotherapeutika in sehr niedrigen Dosen, dafür jedoch über lange Zeit regelmäßig jeden Tag. Dieses Vorgehen richtet sich nicht nur gegen die Tumorzellen selbst, sondern auch gegen normale Körperfunktionen, die das Tumorsystem aufrechtzuerhalten scheinen. Das multimodale Therapiekonzept wurde beim siebten Norddeutschen Zytostatika Workshop Süd (NZW-Süd) in Ravensburg vorgestellt. »Erfunden wurde das Prinzip 1991 in Deutschland«, berichtete Professor Dr. Albrecht Reichle von der Abteilung Hämatogie und Onkologie am Universitätsklinikum Regensburg. »Dort entschlossen sich Onkologen, Patienten, die am Ende vieler Therapien angelangt waren, noch einmal mit einer niedrig dosierten Therapie zu behandeln.« Später hätten kanadische Wissenschaftler gezeigt, dass infolge metronomischer Chemotherapien immer wieder komplette oder partielle Remissionen bei unterschiedlichen Tumortypen auftreten. Zudem hätten Forscher bewiesen, dass niedrig dosierte Chemotherapeutika wie 5-Fluorouracil oder Cyclophosphamid einen Gegenspieler des Gefäßwachstumsfaktors VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) hochregulieren. Dieses sogenannte Thrombospondin-1 hemmt die Angiogenese (Gefäßneubildung) zur Tumorversorgung. »Außerdem werden die im Blut zirkulierenden Endothelzellen vermindert und die regulatorischen T-Zellen, die bei Tumoren in der Regel stark vermehrt sind, herunterreguliert«, sagte Reichle.

Zusatzinformation im Link



-Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI): Masivet und Palladia
Quelle http://www.aoicenter.ch/onkologie/weitere-therapien

Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) sind Medikamente zur Behandlung von Krebs. Im Gegensatz zur herkömmlichen Chemotherapie sind TKI eine sogenannte Target-Therapie. Die meisten Tumoren besitzen ganz spezifische Eigenschaften. Zum Teil werden dabei spezifische Marker an der Zelloberfläche sichtbar. Mit der Target-Therapie versucht man genau diese spezifischen Marker auszunützen und so mit der Therapie sehr genau nur den Tumor zu treffen.
Zur Zeit bekannte Tumoren, welche mittels Tyrosinkinase- Inhibitoren (TKI) therapiert werden können, sind Mastzelltumoren, T-Zell-Lymphome/Leukämie, histiozytäre Sarkome, neuroendokrine Tumoren.


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Strahlentherapie
https://www.tierspital.uzh.ch/dam/jcr:0 ... _Katze.pdf
(bitte ins Suchmachine kopieren).

Grundlagen der Strahlentherapie

Heutzutage werden in der Veterinärmedizin hauptsächlich Linearbeschleuniger eingesetzt. Diese Geräte erzeugen Strahlen mit Energien im Bereich von Megavolt (>1 MV). Beim Linearbeschleuniger werden Elektronen mittels elektromagnetischer Wellen stark beschleunigt und können direkt für oberflächliche Tumoren oder zur Nachbestrahlung von Narben eingesetzt werden. Die Elektronen können aber auch zur Produktion von Photonen (> 4MV) gebraucht werden, welche eine größere Eindringtiefe haben und deshalb ideal für tiefer liegende Tumoren sind. Je nach Ausrüstungsgrad variieren die eingesetzten Geräte stark in der Präzision. Die Behandlung mit sehr präzisen Geräten wie z.B. demjenigen der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich resultiert in weniger Neben- wirkungen beim behandelten Patienten oder in neuen Bestrahlungstechniken, die für den Patienten von Vorteil sind. In der Veterinärmedizin in Europa gibt es nur einige wenige Spezialisten mit dem Fachtitel für Strahlentherapie (Dipl. ACVR; Radiation Oncology), die eine adäquate Ausbildung in Strahlentherapie absolviert haben. Diese dauert in der Regel drei Jahre.

Indikationen einer Strahlentherapie

Zu Beginn der Therapieplanung wird entschieden, ob der Patient kurativ oder palliativ behandelt wird. Bei der kurativen Bestrahlung ist das Ziel eine lange Tumorkontrolle oder eine Heilung des Tieres (z.B. Hirntumore, Narbenbestrahlungen). Dabei werden eine aufwändigere Therapie mit einer größeren Anzahl an Sitzungen (16 bis 20, Gesamtdosis 45 bis 54 Gray) angestrebt und auch mehr Nebenwirkungen in Kauf genommen. Bei der palliativen Bestrahlung geht es in erster Linie um eine Schmerz- und Symptomlinderung (z.B. Knochenmetastasen, fortgeschrittene Tumorerkrankungen), das Tumorwachstum wird nur verlangsamt oder vorübergehend gestoppt. Das Ziel der palliativen Bestrahlung ist es deshalb, dem Patienten für eine möglichst lange Dauer eine Verbesserung der Lebensqualität zu ermöglichen und es werden nur wenige oder keine Nebenwirkungen in Kauf genommen und die ganze Strahlentherapie besteht aus wenigen Sitzungen (eine bis fünf, Gesamtdosis 8–36 Gray).

Für gewisse Tumorarten ist die Strahlentherapie die Therapie der Wahl. Dies ist der Fall, falls es sich um einen sehr strahlensensitiven Tumor handelt (lokalisiertes nasales Lymphom der Katze), falls eine chirurgische Exzision aus kosmetischen oder funktionellen Gründen zu einem unbefriedigenden Resultat führen würde (akanthomatöses Epulis/ Maulhöhlentumoren des Hundes, Tumoren im Bereich der Gliedmaßen, Plattenepithelkarzinom im Bereich der Nase der Katze) oder falls eine chirurgische Behandlung sehr riskant und mit einer geringen Heilungschance verbunden ist (Hirntumoren beim Hund, Nasenhöhlentumoren bei Hund und Katze).

Oft wird die Strahlentherapie auch in Kombination mit der Chirurgie angewendet, wenn laut der histopathologischen Untersuchung Tumorzellen am Exzisionsrand vorhanden sind oder der Tumor mit ungenügenden Sicherheitsrändern entfernt wurde. Solche Narbenbestrahlungen werden häufig bei verschiedenen Hauttumoren des Hundes (Mastzelltumore, Weichteil- sarkome, maligne Melanome) und der Katze (vakzineassoziierte Sarkome) eingesetzt. Die Kombinationstherapie ermöglicht es, Hauttumore an anatomisch heiklen Lokalisationen (Gliedmaßen, Kopfbereich) marginal mit befriedigendem Resultat zu entfernen und die verbleibende so genannte „mikroskopische“ Erkrankung im Anschluss mit genügend Sicherheitsrändern zu bestrahlen...........

Nebenwirkungen

Akute Strahlenreaktionen kommen vor allem bei der kurativen Strahlentherapie vor und bestehen aus Alopezie, Erythem, Dermatitis und/oder Mukositis im bestrahlten Bereich. Drei Wochen nach Ende der Strahlentherapie sind diese in der Regel abgeheilt, das Nachwachsen des Fells dauert etwas länger und meist wächst es danach in weißer Farbe nach. Betroffen von akuten Strahlenreaktionen sind Gewebe mit häufiger Zellteilung wie Haut und Schleimhäute. Akute Strahlenreaktionen sind selbst- limitierend und werden symptomatisch behandelt (Antibiose, Antiphlogistika, Analgetika). Zusätzliche mechanische Schädigung der bestrahlten Stelle muss unbedingt vermieden werden, weshalb meist ein Halskragen oder das Tragen eines T- Shirts nötig ist. Korrekte Behandlungspläne sind so berechnet, dass späte Strahlenreaktionen nicht oder mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit auftreten. Späte Strahlenreaktionen treten erst Monate bis Jahre nach Ende der Strahlentherapie auf und äußern sich als Strikturen und Fibrosen, die schwierig zu behandeln sind. Sie sind unerwünscht, mittels sorgfältiger Therapieplanung wird das Risiko ihres Auftretens minimiert. Spätreaktionen treten in Geweben mit niedriger Zellteilungsrate auf (Binde- oder Nervengewebe). Sie treten vor allem bei Bestrahlung mit großen Fraktionen auf, wie es bei der palliativen Bestrahlung der Fall ist. Bei Patienten mit tumorbedingter geringer Lebenserwartung kann dieses erhöhte Risiko im Rahmen einer palliativen Situation aber in Kauf genommen werden, da es primär um Schmerz-/ Symptomlinderung geht und die Behandlung deshalb möglichst kurz und einfach sein soll.

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Hyperthermie, Therapie
Quelle http://www.tierspital.uzh.ch/dam/jcr...ie%20Flyer.pdf

Auszug
Behandelt werden oberflächliche Tumoren mit grossen Volumina, die nicht-operabel sind oder zur Rezidivierung (wiederkehrender Krebs) neigen. Dies betrifft vor allem Sarkome im Kopf-, Hals- und Extremitätenbereich, vakzine-assoziierte Fibrosarkome bei der Katze und maligne Melanome (schwarzer Hautkrebs).

Die Therapie kann bei Hunden und Katzen angewendet werden, bei denen eine operative Behandlung nicht möglich oder die alleinige Strahlentherapie nicht ausreichend ist.

Funktionsweise der Therapie:

Die Hyperthermie bewirkt eine verbesserte Durchblutung und damit auch eine verbesserte Sauerstoffversorgung des Tumors, dadurch wird der therapeutische Effekt der Strahlentherapie gesteigert.

Durch die Überwärmung bilden sich nach kurzer Zeit so genannte Hitzeschockproteine auf der Zelloberfläche von Tumoren aus. Diese Eiweißmoleküle aktivieren das körpereigene Immunsystem und senden Killerzellen aus, die den Tumor angreifen.

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Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Mo 4. Feb 2019, 21:46

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Mo 4. Feb 2019, 23:36

IMMUNTHERAPIEN

TUMORTHERAPIE MIT DENDRITISCHEN ZELLEN
PETBIOCELL
https://www.petbiocell.de
Auszug

Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems. Sie haben unter anderem die Aufgabe, fremdartige Strukturen und entartete Zellen zu erkennen und deren Zerstörung anzuregen. Man kann Tumorzellen auch als entartete Zellen verstehen. Problematisch wird es, wenn die dendritischen Zellen im Körper die entarteten Tumorzellen nicht mehr als solche erkennen und deren Zerstörung anregen sondern die Tumorzellen tolerieren. Werden die Tumorzellen von den dendritischen Zellen toleriert, dann können diese sich ungehindert vermehren und ausbreiten.

Dendritische Zellen sind phagozytotische Zellen des Immunsystems, welche zu den Leukozyten gehören. Sie entwickeln sich aus Monozyten oder aus lymphatischen Vorläuferzellen. Vom Knochenmark wandern sie dann über das Blut in das Gewebe. Die dendritischen Zellen sind in nahezu allen Körpergeweben vorzufinden, vor allem im Magen-Darm-Trakt, den Lungen sowie in den Schleimhäuten von Mund und Nase.
...
Kultivierung der dendritischen Zellen im Speziallabor

Hier setzt die dendritische Zelltherapie an. Durch die Kultivierung dendritischer Zellen im Speziallabor können wieder voll funktionsfähige Zellen hergestellt werden. Diese Zellen können dann zur Bekämpfung der Tumorzellen des Patienten eingesetzt werden.
Dendritische Zellen lassen sich aus Blutzellen im Labor in größerer Zahl herstellen. Aus diesen Zellen wird danach eine Zellsuspension hergestellt, welches das Immunsystem speziell gegen den Tumor aktivieren kann. Die dendritischen Zellen werden zur Applikation (durch Injektion in die Haut) in den Körper des Patienten zurückgegeben.

Die Funktion der dendritischen Zelle

Der Funktionsbereich der dendritischen Zellen liegt im Immunsystem. Dort überwachen sie die Umgebung des Gewebes auf Krankheitserreger. Die unreifen dendritischen Zellen tragen an ihrer Oberfläche Rezeptoren, die bei vielen krankheitserregenden Mikroorganismen (Pathogenen) z.B. Viren, Bakterien und Pilze allgemein vorkommende Merkmale erkennen. Dadurch sind sie in der Lage, diese durch Makropinozytose oder rezeptorvermittelte Phagozytose aufzunehmen. Der Kontakt mit einem Antigen veranlasst die Zelle dazu, über Lymphgefäße in regionale Lymphknoten zu wandern. Sie kommen als vollständig gereifte, nichtphagozytotische dendritische Zelle an und präsentieren den T-Lymphozyten die Antigene der Pathogene. Demnach zählen dendritische Zellen zu den antigenpräsentierenden Zellen. Des Weiteren beginnen sie Zelloberflächenproteine zu produzieren (costimulierende Moleküle). Diese Moleküle liefern Signale an die naiven T-Lymphozyten und regen die Zellen zusammen mit den Antigenen dazu an, sich zu vermehren und in ihre endgültige funktionsfähige Form überzugehen. Die aktivierten T-Lymphozyten erkennen und binden an die präsentierten Antigene. Die Immunantwort führt zur Beseitigung des als fremd erkannten Körpers.

Dendritische Zellen verhindern überschießende Immunreaktion

Des Weiteren vermeiden dendritische Zellen Autoimmunreaktionen. Dabei sorgen sie für eine immunologische Toleranz gegenüber Selbstantigenen. Daher, dass fortlaufend Antigene eingesammelt werden, auch wenn keine Infektion vorliegt, handelt es sich bei diesen um abgestorbene Proteine aus körpereigenen Zellen. Die dendritischen Zellen wandern ebenfalls zu regionalen Lymphknoten, dies führt aber zu keiner Immunreaktion, sondern zum Zelltod (Apoptose), zu keiner Reaktion auf das Antigen (Anergie) oder zu einer Entwicklung regulatorischer T-Zellen.

Medizinische Bedeutung der dendritischen Zellen - Aktivierung des Immunsystems

Dendritische Zellen können unter anderem als Krebsbehandlung in der Krebsimmuntherapie genutzt werden. Dabei werden aus Monozyten die dendritischen Zellen durch Cytokine (spezielle Proteine, die das Wachstum und die Differenzierung von Zellen anregen) differenziert. Diese unreifen dendritischen Zellen werden dann dem Patienten injiziert. Tumore werden meist vom Immunsystem nicht erkannt oder nicht bekämpft und hier setzen die dendritischen Zellen an. Die „frischen“ dendritischen Zellen sollen die Oberflächenstrukturen der Tumorzellen wieder erkennen und eine entsprechende Reaktion einleiten. Über Blut- und Lymphbahnen gelangen die dendritischen Zellen zum Einen in die Lymphknoten, um dort eine Immunantwort in Gang zu setzen und zum Anderen erreichen die Zellen andere Orte, an denen sich metastasierte Tumorzellen befinden und können diese eventuell zerstören.


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CAR-T-Therapie (HUMANMEDIZIN)
http://www.tumorzentrum.insel.ch/de/akt ... erfuegbar/
Humanmedizin
Neuartige Leukämie- und Lymphomtherapie verfügbar

Am 22. Oktober 2018 wurde in der Schweiz eine innovative Immuntherapie zugelassen, die bei Rückfällen von Leukämien und Lymphknotenkrebs eingesetzt werden kann. Das Inselspital bietet seit Anfang der Woche als erstes Spital den Betroffenen die neue Behandlung mit eigenen Immunzellen an.

Es ist ein Meilenstein in der Krebstherapie: Erstmals gibt es in der Schweiz eine personalisierte Immuntherapie für Patientinnen und Patienten, die an aggressiven Leukämien oder Lymphknotenkrebs erkrankt waren und einen Rückfall erlitten haben. Nach ihrer Zulassung am 22. Oktober 2018 ist das Inselspital das erste onkologische Zentrum, das die neue Therapie anwenden darf. Behandelt werden können hier junge Erwachsene, die an einer akuten lymphatischen Leukämie litten und nun erneut erkrankten, sowie Erwachsene mit aggressiven Lymphomen.

Den Krebs mit dem eigenen Immunsystem bekämpfen

«Bisherige Immuntherapien stimulierten die körpereigene Abwehr generell. Sie sind also nicht besonders zielgerichtet,» erklärt PD Dr. med. Urban Novak vom Inselspital. «Der neue Therapieansatz befähigt die Abwehrzellen der Betroffenen, zuvor erfolgreich versteckte Tumorzellen gezielt aufzuspüren und zu beseitigen. Das ist der Schritt zu einer spezifischen, personalisierten Behandlung.»
Leukämie-Stammzellen von Patientinnen und Patienten, die einen Rückfall erleiden, sind resistent gegen die meisten vorhandenen Krebstherapien. Daher setzt die Medizin grosse Hoffnungen auf Behandlungsansätze, bei denen das Immunsystem der Erkrankten selbst den Krebs bekämpft. Die neuartige CAR-T-Therapie basiert auf den körpereigenen veränderten Immunzellen (sogenannte CAR-T-Zellen). Diese werden den Erkrankten entnommen und ausserhalb des Körpers genetisch so programmiert, dass sie die Krebszellen dort angreifen, wo diese keine Schutzmechanismen aufbauen können. Zurück im Körper, bekämpfen sie den Krebs zielsicher.
Usw.

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Di 5. Feb 2019, 12:25

Feline Interleukin-2-Rekombinante des Kanarienpockenvirus
Quelle https://imedikament.de/oncept-il-2

Was ist Oncept IL-2?

Oncept IL-2 ist ein Tierarzneimittel, das den Wirkstoff feline Interleukin-2-Rekombinante des Kanarienpockenvirus (vCP1338) enthält. Es ist als Lyophilisat (gefriergetrocknetes Pellet) und als Lösungsmittel (Wasser für Injektionszwecke) zur Herstellung einer Injektionssuspension erhältlich.

Wofür wird Oncept IL-2 angewendet?
Oncept IL-2 wird zur Behandlung von Katzen mit einem Fibrosarkom, einem aggressiven Tumortypen, der das Weichgewebe befällt, angewendet. Es wird in Kombination mit Exzision und Strahlentherapie zur Senkung des Risikos und der Verzögerung eines Wiederauftretens des Tumors angewendet. Oncept IL-2 wird angewendet, wenn der Tumor einen Durchmesser von 2 bis 5 cm erreicht hat und der Krebs nicht in andere Teile des Körpers gestreut hat.

Die Behandlung mit Oncept IL-2 sollte am Tag vor der Strahlentherapie und vorzugsweise innerhalb eines Monats nach der Exzision des Tumors begonnen werden. Ein Behandlungszyklus besteht aus sechs 1-ml-Dosen. Die ersten vier Dosen werden in Abständen von einer Woche und die letzten zwei in Abständen von zwei Wochen verabreicht. Jede Dosis wird auf fünf Injektionen (von jeweils etwa 0,2 ml), die unter die Haut um die Stelle des exzidierten Tumors verabreicht werden, verteilt.

Wie wirkt Oncept IL-2?

Oncept-IL2 ist ein immunmodulierendes Mittel, d. h., es beeinflusst die Aktivität des Immunsystems (die natürliche Abwehr des Körpers). Der Wirkstoff von Oncept IL-2 ist ein Träger-Kanarienpockenvirus, welches das Gen zur Bildung des Proteins felines Interleukin-2 (IL-2) enthält. IL-2 wirkt, indem es einige der spezialisierten Zellen des Immunsystems dazu stimuliert, die Krebszellen anzugreifen. Man geht davon aus, dass somit die Krebszellen abgetötet werden.
Das Virus ermöglicht an der Injektionsstelle die Bildung von IL-2 in kleinen Mengen und über einen längeren Zeitraum. Kanarienpockenviren verbreiten und vermehren sich nicht in Katzen oder anderen Säugetieren. Oncept-IL2 wird mithilfe einer Methode produziert, die als „DNA-Rekombinationstechnik" oder „Gentechnik" bekannt ist: Es enthält Viren, in die ein Gen (DNA) eingebracht wurde, das sie zur Bildung von IL-2 befähigt.

Wie wurde Oncept IL-2 untersucht?

Oncept IL-2 wurde in zwei Feldstudien an 71 Katzen untersucht, die spontan ein Fibrosarkom entwickelt hatten, das nicht in andere Teile des Körpers gestreut hatte. In den zwei Studien wurden insgesamt 48 mit Oncept IL-2 behandelte Katzen mit 23 Kontrollkatzen verglichen, bei denen nur eine Exzision und eine Strahlentherapie durchgeführt worden waren. Die Hauptmessgröße der Wirksamkeit war die Zeit bis zum Wiederauftreten oder Streuen des Tumors (Rezidiv).

Welchen Nutzen hat Oncept IL-2 in diesen Studien gezeigt?

Die Studien zeigten, dass die Tumore bei mit Oncept IL-2 behandelten Katzen später wieder auftraten (nach über 730 Tagen basierend auf dem Mittelwert des Bereichs) als bei den Kontrollkatzen (nach 287 Tagen). Oncept IL-2 senkte das Risiko eines Rezidivs ab sechs Monaten nach Beginn der Behandlung um etwa 56 % nach einem Jahr und um 65 % nach zwei Jahren.

Welches Risiko ist mit Oncept IL-2 verbunden?

Nebenwirkungen, die bei der Behandlung mit Oncept IL-2 auftreten können, sind vorübergehende Apathie (Teilnahmslosigkeit) und Fieber (erhöhte Körpertemperatur von über 39,5 °C, ausgehend von einem normalen Wert von 38 bis 38,5 °C).

Es können moderate Reaktionen an der Injektionsstelle auftreten, die zu Anzeichen von Schmerzen beim Berühren des Bereichs, Schwellung und Kratzen führen. Sie bilden sich gewöhnlich innerhalb einer Woche spontan zurück.

Weiterführende Literatur/links:
https://www.cancerguide.org/rcc_il2.html
https://2ndchance.info/fibrosarcomaMerialALVAC-IL2.htm

Intraläsionale Therapien - Oncept IL-2 beim Fibrosarkom der Katze. Klinische Studie: Kombinierte, gleichzeitige Behandlung des felinen Sarkoms mit palliativer Radiotherapie und lokaler Applikation von Oncept IL-2 http://www.aoicenter.ch/onkologie/weite ... DE_NEU.pdf

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Di 5. Feb 2019, 20:53

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Mi 6. Feb 2019, 20:39

Alternativ-Therapien


-Kryotherapie
http://www.tierklinik-hofheim.de/die...otherapie.html
Die Kryotherapie ist die gezielte, lokalisierte Anwendung von Gefrierkälte. Hierzu verwendet man ein mit flüssigem Stickstoff gekühltes Verdampfungsgerät, das zum direktem Aufsprühen des Flüssigstickstoffs oder zur Kühlung spezieller Applikationssonden benutzt wird. Besonders geeignet ist die Kryotherapie zur Behandlung von Epuliden, Lidrandtumoren, Tumoren des Nasenspiegels, der Ohren und des Gehörkanals sowie Tumoren im Afterbereich. Die Kryotherapie hinterläßt eine spannungsfreie Narbe und wird daher gerne in Bereichen angewandt, wo nur limitiert Gewebe zur Defektdeckung zur Verfügung steht. Meist ist nur eine Behandlung notwendig, die Kryotherapie kann jedoch im Bedarfsfall beliebig häufig wiederholt werden.



-Artemisinin / Artesunate - (Biologische Chemotherapie)
http://www.aoicenter.ch/onkologie/weitere-therapien

Artemisinin ist ein phytotherapeutisches Medikament, welches zur Behandlung von Malaria angewendet wird. Es hat aber auch gegen Tumorzellen bereits gute Wirkung gezeigt, ins besondere bei schnell wachsenden Tumoren mit einem hohen Eisenverbrauch.Die Therapie wird sehr gut vertragen und und wird in Tablettenform gegeben.
Erste Resultate sind ermutigend.

Info aus der Humanmedizin: https://www.duale-medizin.de/behandlung ... otherapie/

Einige natürliche Stoffe haben die Eigenschaft, Stoffwechselprozesse einer Tumorzelle zu blockieren. Die kann zum Untergang einer Tumorzelle führen. Dies ist das Ziel einer Therapie mit einem biologischen Chemotherapeutikum. Dabei kann nur ein Stoff oder eine Kombination von mehreren Stoffen, die dann in Summe mehrere Stoffwechselprozesse blockieren, verwendet werden. Bei der intravenösen Gabe kann wesentlich mehr Wirkstoff aufgenommen werden, als bei der oralen Aufnahme durch Kapseln.
...s.Link

Ein komplexer Wirkmechanismus führt zur Zerstörung von Krebszellen und zur Hemmung der Gefäßbildung von Tumoren.

Tumorzellen haben aufgrund ihrer extrem beschleunigten Zellteilungsrate wesentlich höhere Eisenkonzentrationen als gesunde Zellen. Gelangt Artesunate in die stark eisenbeladenen Krebszellen, werden spontan große Mengen von sogenannten freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies) freigesetzt, welche die Krebszellen schädigen und schließlich zerstören. Neuere Untersuchungen zeigen, dass Artesunate hemmend in die Gefäßneubildung des Tumors eingreift. Auf diese Weise können die Tumorzellen von der Blutversorgung abgeschnitten und ausgehungert werden; dies verringert die Möglichkeit der Bildung von Metastasen.

Eine Behandlung mit Artesunate kann auch bei Krebsarten erfolgreich sein, bei denen konventionelle Therapien keine positiven Reaktionen bewirken konnten. Auch bei besonders aggressiven Krebserkrankungen wie Bauchspeicheldrüsenkrebs, akuter Leukämie oder dem Dickdarmkarzinom sind die bisherigen Ergebnisse sehr vielversprechend.
....s.Link.

Mit Artesunate steht uns ein hochpotentes, schnell wirksames und relativ gut verträgliches naturheilkundliches Krebsmittel zur Verfügung. Flächendeckende Studien fehlen noch. Artesunate sollte bis zu einer Tumorgröße G2 in Kombination mit einem Eisenpräparat verabreicht werden. Ab einer Tumorgröße G3 scheint die Eisenspeicherkapazität des Tumors selbst durch Vermehrung der Hepcidinrezeptoren für die Reaktion mit Artesunate ausreichend zu sein. In Anwesenheit von Redox-aktivem-Eisen (Ionen) bricht die Endoperoxidbrücke besonders schnell auf. Das Eisen lagert sich in schnell wachsenden Zellen an, markiert solchermaßen das Zellwachstum und macht die wuchernden Zellen so zum Zielpunkt für die Substanz. Das Redox-aktive-Eisen lagert sich in den Lyosomen (membrangebundene Zellorganellen) ab. Dieses lysosomale Eisen ist der Ausgangspunkt für den durch Artesunate ausgelösten Zelltod bei Krebszellen.

"Artesunate, eine Substanz aus dem Einjährigen Beifuß (lat. Artemisia annua, nicht zu verwechseln mit dem Gewürz Artemisia vulgaris), wirkt zerstörerisch auf schnell wachsende Krebszellen".

Dies lässt sich bis ins Detail logisch nachvollziehen, wenn man die Molekülstruktur von Artesunate betrachtet: Sie enthält komplizierte Sauerstoffbrücken, "Endoperoxidbrücken". Diese sind instabil und brechen auf, wenn die Moleküle an eine Zelle anheften. Diese Reaktionen sind erwünscht:

1.) Es werden extrem aggressive Sauerstoffteilchen frei, die die Krebszellen angreifen.

2.) Es bleiben beim Restmolekül von Artesunate bindungsbereite Strukturen übrig; sie suchen sich Eiweiße als neue Partner. Dabei entstehen so genannte Proteinadukte, welche den Tumor zersetzen.

3.) Angiogenesehemmung durch Reduktion des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors

Artesunate wirkt somit wie Sprengstoff in den Tumorzellen. Ferner schwellen die Christae der Mitochondrien bis zum Zerplatzen an, was wiederum zu einer direkten Schädigung der Zellatmung führt. Die chinesische Medizin nutzte diesen Mechanismus- ohne ihn zu kennen- seit Jahrtausenden. Nicht gegen Krebs, aber gegen Fieber und Malaria. Deren Erreger befinden sich zeitweise im Blutfarbstoff Hämoglobin. Auch hier wirkt Artesunate.
... s.link

weitere Links:
https://www.artesunat.com



Photodynamische Therapie
https://www.tierspital.uzh.ch/dam/jcr:b ... %20Eva.pdf

Therapie

Die photodynamische Therapie (PDT) ist eine Methode zur Behandlung von diversen Tumorarten und anderen Gewebeveränderungen (insbesondere Hautveränderungen). Durch eine Belichtung mit einem PDT-Laser und die Verwendung einer lichtaktivierenden Substanz, eines sogenannten Photosensibilisators, werden die atypischen Zellen zerstört. Dem Patienten wird ein nichttoxischer Photosensibilisator intravenös (sich im ganzen Körper verteilend) oder lokal (topisch) verabreicht. Dieser Sensibilisator reichert sich mehr oder weniger selektiv im Tumor oder in der Gewebe- veränderung an. Nach einer gewissen Wartezeit wird der Tumor oder die Gewebeveränderung mit Licht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt und somit aktiviert. Die Interaktion von Laserlicht und Photosensibilisator führt im Gewebe zu photophysikalischen Prozessen und bildet toxische Substanzen (vor allem reaktive Sauerstoffverbindungen), die die Tumorzellen und deren Vorstufen zerstören. Ebenfalls führt das Zusammenspiel von Photosensibilisator und aktivierendem Licht zur Beschädigung der tumorassoziierten Gefäße und Aktivierung einer Immunantwort.

Im Vergleich zu konventionellen onkologischen Therapieverfahren ist die photodynamische Therapie eine relativ unkomplizierte und günstige Therapiemöglichkeit zur effektiven Behandlung einiger oberflächlicher Präkanzerosen und invasiven Hauttumoren. Da die Eindringtiefe des Laser- lichtes im Bereich von 0.4 bis 0.6 mm liegt, können allerdings nur sehr oberflächliche Läsionen behandelt werden. Die photodynamische Therapie stellt eine Alternative zu invasiven sowie an Stellen im Gesichtsbereich der Tiere oft kosmetisch unschönen operativen Eingriffen dar und ist durch gute Heilungserfolge, niedrige Kosten und sehr gute ästhetische Resultate gekennzeichnet. Ein weiterer Vorteil der photodynamischen Therapie ist ihre hohe Selektivität und die Möglichkeit, eine große Haut- fläche oder multiple Läsionen zu behandeln. In der Regel ist die PDT eine einmalige Therapie, sie ist allerdings auch ohne kumulative Toxizität wiederholbar und kann somit beim Auftreten einer neuen Läsion oder eines Rezidivs ohne erhöhtes Risiko erneut eingesetzt werden.

Therapieablauf

Die Behandlung kann ambulant innerhalb eines Tages durchgeführt werden. Ein vorgängiges Tumorstaging mit Biopsie, Zytologie der regionalen Lymphknoten, Thorax-Röntgen sowie Blutbild ist empfehlenswert. Am Behandlungstag wird der Photosensibilisator i.v. injiziert und nach einer Akkumulationsphase vier bis sechs Stunden wird/werden die Läsion(en) in einer kurzen Narkose mit dem PDT-Laser behandelt. Die Bestrahlung selbst dauert zwischen 100 und 200 Sekunden. Die Patienten können am selben Tag wieder nach Hause, dürfen aber aufgrund der systemischen photosensibilisierung ein bis zwei Wochen tagsüber aufgrund der Gefahr von Sonnenbrand nicht ins Freie gelassen werden. Manchmal stellt dies für die Besitzer ein Problem dar, besonders, wenn weitere (Frei- gänger-) Katzen im Haushalt leben. In solchen Situationen empfehlen wir einen stationären Aufenthalt während der sensibilisierten Zeit.

Während der Bestrahlung kommt es zu einer flächigen lokalen Rötung und sonnenbrandähnlichen Hautreizungen, die nach wenigen Tagen wieder abklingen. Meist sind die Reaktionen sehr mild, können aber individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die Reaktionen zeigen sich in Form von Ödem, Hyperämie, Zyanose und (eher selten) Pruritus. Oft sind eine vorübergehende Schmerzmedikation und bei offenen Läsionen auch eine antibiotische Behandlung zu empfehlen. Im Verlauf der folgenden Wochen bildet sich an der behandelten Stelle eine dicke Kruste, die sich ähnlich wie ein Wundschorf meist nach etwa sechs Wochen von selbst wieder ablöst. Darunter befindet sich re-epithelialisierte, dünne Haut, die einige Monate unbehaart bleiben kann.

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Mi 6. Feb 2019, 21:42

Misteltherapie bei Tieren

http://www.viscumvet.org/de/speziell...ertherapy.html
Infoblatt: https://www.viscumvet.org/fileadmin/vis ... llg-DE.pdf
Publikationen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=viscum

Die Viscum-Vet Gruppe wird durch veterinärmedizinische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL in Frick repräsentiert. Sie besteht derzeit aus drei tierärztlichen Mitarbeitern. Sie wird unterstützt durch den Verein für Krebsforschung (Institut Hiscia) und die Iscador AG in Arlesheim (Schweiz).

Auszug und Therapieschema im oberen Link:

Misteltherapie
Mistelpräparate werden schon seit über 80 Jahren in der Krebstherapie beim Menschen verwendet. Innerhalb der Viscum-Vet-Gruppe wird das Präparat Iscador® (Iscador AG) eingesetzt. Es kann bei den meisten Tumorerkrankungen als ein die Primärtherapie unterstützendes Präparat, unter bestimmten Bedingungen auch als alleiniges Arzneimittel verabreicht werden.

Bei Iscador® handelt es sich um ein Mistelpräparat, bei dem fermentierte Auszüge der ganzen Pflanze verwendet werden. Es gibt verschiedene Sorten, je nach dem, von welchem Wirtsbaum die Pflanze geerntet wurde. So werden beim Iscador® M (mali) Apfelbaummisteln, beim Iscador® P (pini) Kiefernmisteln oder beim Iscador® Qu (quercus) Eichenmisteln verwendet. Näheres darüber können Sie dem Grundlagen-Teil entnehmen.

Therapieansätze und -ziele

Es gibt verschiedene Therapieziele für den Einsatz der Mistelpräparate:

-Primärtherapeutisch
-Rezidivprophylaktisch nach Tumorexzision
-OP-vorbereitend zur Verbesserung der Demarkationsverhältnisse
-Palliativ
-als begleitende Therapie zu Basistherapien (z.B: Chemotherapie, Bestrahlung)

Erfahrungen der vergangenen Jahre in der Iscador® Behandlung von Tumorerkrankungen bei Tieren deuten teilweise auf viel versprechende Erfolge hin. Es konnte unter bestimmten Bedingungen sowohl ein Wachstumsstillstand als auch eine Verlangsamungen des Tumorwachstums beobachtet werden. Tumorremissionen kommen vor, sind aber, außer beim Equinen Sarkoid, eher selten.

In vielen Fällen zeigt sich eine Verbesserung der Lebensqualität vor allem der Kleintier- Patienten. Weitere Informationen finden sich hierzu im speziellen Teil für Hunde und Katzen.

weitere Information: http://www.mistel-therapie.de/de/all...en/praeparate/

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » So 17. Feb 2019, 12:10

Krebsarten und deren Therapien

Osteosarkom - Knochentumor

Quelle https://www.tierklinik-neandertal.de...steosarkom.pdf

Auszug:
Das Osteosarkom (OSA) zählt zu den primären Knochentumoren. Dies bedeutet, dass der Tumor im Knochen entsteht und nicht in den Knochen metastasiert. Einige Tumore können in den Knochen metastasieren, daher ist es wichtig, primäre Knochentumore von metastatischen Beteiligungen zu unterscheiden.
Osteosarkome sind die häufigsten primären Knochentumore beim Hund, sie machen ca. 90% der Knochentumore aus. Sie treten vor allem bei großen Hunden und Riesenrassen wie irische Wolfshunde, Doggen etc. auf und befallen meist die langen Röhrenknochen wie den Oberschenkelknochen (Femur) und Oberarmknochen (Humerus). Betroffen sind eher ältere Hunde.
Diese Tumorart zeigt eine hohe Metastasierungsrate in andere Körperteile, vornehmlich in den regionalen Lymphknoten, Lunge und andere Knochen.

Im Gegensatz zum Hund ist das OSA bei Katzen eher selten und zeigt eine geringere Metastasierungsneigung.

Behandlung des Osteosarkoms

Therapie der Wahl bei appendikularen Osteosarkomen ist die Entfernung des tumorösen Knochens. Dies erfolgt in den meisten Fällen durch eine hohe Gliedmaßenamputation. Da davon auszugehen ist, dass bei ca. 90% der Patienten schon Mikrometastasen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung vorliegen ist nach einer Amputation oder einem "limb- sparing" eine adjuvante Chemotherapie unabdingbar.

Es kommen Platinderivate (Cisplatin, Carboplatin) und/oder Doxorubicin zum Einsatz. Mit einer Gliedmaßenamputation (oder „limb-sparing“) und Chemotherapie leben 55% der Tiere länger als 1 Jahr, 35% der Patienten überleben 2 Jahre und länger. Das Ziel der Chemotherapie ist eine Vorbeugung oder Verlangsamung des Metastasenwachstums. Eine alleinige Amputation ohne Chemotherapie hat eine deutlich schlechtere mittlere Überlebenszeit als mit adjuvantiver Chemotherapie (4 Monate).

Die Chemotherapie besteht in der Regel aus einer intravenösen Gabe von Carboplatin alleine oder in Kombination mit Doxorubicin, ideallerweise nach Abschluss der Wundheilung. In der Regel erfolgt die Chemotherapie 5-6 mal alle 3 Wochen. Generell wird die Chemotherapie gut toleriert.


-----------------------------------------------------------------------------------

Meningeome bei Hund und Katze

http://cms.tier-neurologen.com/krankhei ... ?showall=1

Behandlung

Bei Meningeomen gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Eine palliative (untertützende) Therapie kann mittels Steroiden zur Behandlung des Gehirnoedems und in akuten Fällen mit Mannitol und mit Antiepileptika bei Tieren mit epileptischen Anfällen behandelt werden. Dabei wird nicht spezifisch behandelt und die Überlebenszeit ist in der Regel kurz (wenige Monate).

Eine wirksame, spezifische Therapie bedingt bei Meningeomen in der Regel eine chirurgische Entfernung oder eine Strahlentherapie. Diese können auch in Kombination eingesetzt werden. Da Meningeome bei Katzen in der Regel gut abgegrenzt sind und das Gehirngewebe nicht infiltrieren, ist die chirurgische Entfernung nach Eröffnung der Schädeldecke die Methode der Wahl, wenn die Neoplasie an einem zugänglichen Ort im Bereich des Schädels liegt. Katzen mit Meningeomen im Bereich der hinteren Schädelgrube haben eine schlechtere Prognose und die Risiken von intraoperativen Komplikationen sind höher. In einer aktuellen Studie zeigten Katzen mit erfolgreicher chirurgischer Entfernung Überlebenszeiten von über 3 Jahren. Intraoperative Komplikationen sind bei geeigneter Stelle gering und betrugen in dieser Studie 6%. Die Chance eines erneuten Wachstums des Meningeoms ist je nach Studie sehr variabel und liegt zwischen 8-39%. Da in der Regel nicht alle Tumorzellen entfernt werden, muss von einem erneuten Wachstum ausgegangen werden.

Die chirurgische Entfernung bei caninen Meningeomen zeigt unterschiedliche Resultate und steht im Zusammenhang mit dem histologischen Grad des Tumors. Bei invasiven Meningeomen erscheint die Strahlentherapie das Mittel der Wahl. Eine Kombination von chirurgischer Dekompression mit anschliessender Bestrahlung zeigt Überlebenszeiten von durchschnittlich 18 Monaten. Beim Hund bestehen weiterhin Unklarheiten, bei welcher Methode es sich um die Behandlung der Wahl handelt. Je nach Studie werden ähnliche mittlere Überlebenszeiten von 1.5 Jahren mit Chirurgie, Strahlentherapie oder einer Kombination dieser beiden berichtet. Bei Tumoren, die chirurgisch nicht erreichbar sind, ist die Strahlentherapie das Mittel der Wahl.

Eine chemotherapeutische Behandlung von Meningeomen ist möglich, jedoch bestehen Unklarheiten über die Medikamente der Wahl. Hydroxyurea, Lomustine und Nitrosylcobalamin werden als mögliche Optionen beschrieben, wobei sie meist in Kombination mit Chirurgie oder Strahlentherapie eingesetzt wurden. Eine rein medikamentelle Therapie erscheint aktuell weniger effizient zu sein als die Behandlung mittels Strahlentherapie und/oder Chirurgie. Klare Richtlinien zur Behandlung von caninen und felinen Meningeomen bestehen weiterhin nicht.

Plattenepithelkarzinom

https://www.tierklinik-hofheim.de/filea ... kungen.pdf
Auszug: Die Therapie für solar-induzierte Plattenepithelkarzinome bei der Katze basiert v.a. auf
Strahlentherapie, Chirurgie und Kryochirurgie. Photodynamische Therapie und intraläsionale Chemotherapie sind weitere Therapieoptionen.

http://neuekrebstherapie-kleintierpraxi ... e-und-ohr/

https://www.netap.ch/images/Katzenmagaz ... i_2013.pdf

https://www.tierspital.uzh.ch/Kleintier ... Katzen.pdf

https://www.anicura.de/leistungen/photo ... -therapie/

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » So 17. Feb 2019, 13:22

Platzhalter Fortsetzung :pfeif:

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Di 19. Feb 2019, 17:15

Stand der Krebstherapien, klinische Studien und Forschung

Humanmedizin und Tiermedizin


TIERMEDIZIN

https://www.tierspital.uzh.ch/de/kleint ... jekte.html
Laufende klinische Studien über Therapien zwar noch an Hunden aber wie ich die TK kenne, ist es eine Frage der Zeit:

1. Nasenhöhlentumoren: “Boost-verstärkte IMRT-Bestrahlung bei Tumoren der Nasenhöhle”
Bei einer „boost-verstärkten“ IMRT-Bestrahlungsbehandlung wird dem massigen Tumorzentrum eine höhere Strahlendosis verabreicht. Je mehr Strahlendosis wir dort verabreichen können, desto länger sollte sich der Tumor kontrollieren lassen.
Nebenwirkungen können sich durch eine höhere Tumordosis leicht verstärken, allerdings sind vor allem die Nebenwirkungen an den Randbereichen des Tumors relevant und in diesem Bereich ist die Strahlendosis nicht höher als in bisherigen Behandlungen.
Dieses Protokoll wurde als vorgängiges Forschungsprojekt in den vergangenen 2 Jahren bereits an mehreren Patienten getestet. Keiner der Patienten hatte viel stärkere oder gar intolerable Nebenwirkungen und wir erachten diese neue Behandlung aus diesem Grund als sicher.
Mit dem nun anschliessenden Forschungsprojekt wollen wir zeigen, dass die 20% höhere Strahlendosis im Tumorzentrum das Nach- oder Weiterwachsen des Tumors deutlich verzögern kann und die Tiere länger beschwerdefrei sind und auch länger (und gut!) leben werden.

2. Gehirntumoren: “Boost-verstärkte IMRT-Bestrahlung bei Gehirntumoren”
Mit dem nun anschliessenden Forschungsprojekt wollen wir zeigen, dass die 10% höhere Strahlendosis im Tumorzentrum das Nach- oder Weiterwachsen des Tumors deutlich verzögern kann und die Tiere länger beschwerdefrei sind und auch länger (und gut!) leben werden.

3. Analbeuteltumoren / Prostatatumoren / Blasentumoren: “Moderat hypofraktionierte intensitäts-modulierte Strahlentherapie (IMRT) für Tumoren im Beckenbereich”
4. Hämangiosarkom der Milz: “Vergleichende Behandlung der Standard-Chemotherapie Doxorubicin mit Doxorubicin & metronomischer Chemotherapie”

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Di 19. Feb 2019, 20:28

HUMANMEDIZIN

https://www.ethz.ch/de/news-und-veranst ... achen.html
Wie Killerzellen Tumoren den Garaus machen

TRON
http://tron-mainz.de/de/forschung/immun ... 1d1e2-273f
Themen sind
-IMPFSTOFFE
-ZELLTHERAPIE
-KOMBINATIONSTHERAPIEN
-NANOPARTIKEL

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Press release - Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Di 19. Feb 2019, 22:15

Press release - Krebsbekämpfung

https://www.ethz.ch/content/main/de/...stherapie.html

Wichtiger Schritt hin zu einer individuellen Krebsimmuntherapie

Die Medizin setzt grosse Hoffnungen in die personalisierte Krebsimmuntherapie. Dabei sollen Impfstoffe das Immunsystem dazu anregen, einen Tumor zu bekämpfen. Wissenschaftler der ETH Zürich haben eine Methode entwickelt, mit der sie bestimmen können, welche Moleküle sich für eine patientenspezifische Impfung eignen.
Artikel - siehe Link.


https://www.ethz.ch/content/main/de/new ... ellen.html
Doppelspurigkeiten in T-Zellen

Mit der Krebsimmuntherapie erzielten Onkologen in vergangenen Jahren grosse Erfolge, insbesondere mit dem Ansatz der sogenannten Immun-Checkpoint-Hemmung, für den letztes Jahr der Medizin-Nobelpreis verliehen wurde: Tumorzellen sind in der Lage, die Aktivität von patienteneigenen T-Zellen zu dämpfen, sodass die T-Zellen den Tumor in Ruhe lassen. Dies geschieht über einen molekularen «Handschlag», bei dem Moleküle auf der Oberfläche von Tumorzellen mit sogenannten Checkpoint-Molekülen auf der Oberfläche von T-Zellen wechselwirken. Verabreicht man Patienten hingegen Antikörper (Checkpoint-Hemmer), welche diese Wechselwirkung verunmöglichen, können die T-Zellen gegen den Tumor vorgehen und diesen eliminieren.

Eines der bedeutenden Checkpoint-Moleküle ist PD-1. Wie das PD-1-Handschlag-Signal im Innern von T-Zellen weitergeleitet wird, um die Aktivierung der Zellen zu verhindern, war bisher nicht im Detail erforscht. Ein Team von Wissenschaftlern der ETH Zürich und der Universität Aix-Marseille hat nun wichtige Moleküle des biochemischen Signalübertragungswegs von PD-1 unter die Lupe genommen, darunter das Enzym SHP-2.

Krebsforscher verfolgen den Ansatz, dieses Enzym anzugreifen, um die Wirksamkeit der Krebsimmuntherapie weiter zu steigern. Die Wissenschaftler aus Zürich und Marseille haben nun gezeigt: Wenn SHP-2 fehlt, übernimmt das verwandte Molekül SHP-1 dessen Aufgabe. «SHP-1 und SHP-2 können sich gegenseitig ersetzen», sagt Peter Blattmann, Postdoc in der Gruppe von Senior Scientist Matthias Gstaiger am Institut für molekulare Systembiologie der ETH Zürich. «Es reicht also nicht, nur eines dieser Moleküle anzugreifen, sondern man müsste gleichzeitig beide Moleküle attackieren.»

«Zu erforschen, wie T-Zellen in ihrem Innern Signale von Checkpoint-Molekülen übermitteln, ist auch über die Krebsforschung hinaus für die Immunologie interessant», sagt Gstaiger. «Es geht um Moleküle, welche Immunzellen aktivieren, und um Moleküle, welche die Zellen hemmen. Wie Yin und Yang sorgen diese Moleküle dafür, dass das Immunsystem im Gleichgewicht bleibt und Immunreaktionen nicht ausser Kontrolle geraten.»

Um überhaupt zu wissen, welche Moleküle mit dem Oberflächenmolekül PD-1 wechselwirken, führten die Forschenden Experimente mit T-Zellen von Mäusen durch. Sie isolierten dazu aus den Zellen das Molekül PD-1 mitsamt mehrerer Dutzend Moleküle, die sich an PD-1 heften. Mit einem an der ETH Zürich entwickelten Massenspektrometrie-Ansatz namens SWATH-MS konnten sie diese Moleküle identifizieren.


https://www.ararisbiotech.com/?utm_sour ... what-we-do

ADCs are powerful biopharmaceuticals, delivering highly potent drugs very specifically to the desired tissue

ADCs consist of highly potent cytotoxic agents conjugated to antibodies through a specific linker. This molecular format enables the highly selective delivery of any payload to the diseased tissue, while healthy parts of the human body are spared.

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Beitrag von Lightfoot » Di 12. Mär 2019, 12:01

https://www.nach-welt.com/gesundheit/vo ... senschaft/

Das weltweit erste Medikament zur Verhinderung der Proliferation von Krebszellen, das von der israelischen Ärztin Dr. Sharon Shacham gegründet wurde, hat gerade die FDA-Zulassung erhalten und damit den Monat des Leukämie-Bewusstseins eingeläutet. 

XPOVIO wurde von Karyopharm Therapeutics entwickelt, einem Unternehmen, das von Dr. Sharon Shacham, Israel, gegründet wurde.
"Wir glauben, dass unsere Aktivitäten bei Karyopharm einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen Krebs darstellen", sagte Shacham. 
Die FDA hat das Medikament nach zehnjähriger Entwicklungszeit erstmals im Juli zum Verkauf zugelassen. Karyopharm schrieb in einer Pressemitteilung, dass innerhalb von sechs Tagen nach der Zulassung durch die FDA Krebspatienten in den USA XPOVIO erhielten. Bei ungefähr 40% der Patienten schrumpfte der Tumor während der Arzneimittelstudien. Karyopharm berichtete auch, dass sich die Lebenserwartung der Patienten dank der neuen Behandlung um das 3-5-fache erhöhte.
XPOVIO wurde laut einer Pressemitteilung von Karyopharm Therapeutics hauptsächlich zur Behandlung von Leukämie vom Myelom-Typ angewendet, der zweithäufigsten Leukämie in Israel, von der jährlich 400 bis 500 Menschen betroffen sind.

Während XPOVIO hauptsächlich zur Behandlung von Leukämie vom Myelomtyp eingesetzt wurde, hat es größere Auswirkungen auf die Zukunft der Krebsbehandlung und kann die Antwort für Patienten mit anderen Krebsarten sein. In einer Pressemitteilung sagte Karyopharm, dass die Behandlung "fortgeschrittenen klinischen Studien mit verschiedenen Arten von Krebspatienten unterzogen wird, darunter Myelom, Lymphom, Sarkom, Gebärmutterkrebs und Hirntumor".

Die größte Herausforderung bei der Krebsbekämpfung besteht darin, zu verstehen, warum der Körper das Wachstum von Krebszellen überhaupt erst zulässt. Karyopharm schreibt seinen Erfolg jedoch der Entwicklung einer Behandlung zu, die sich auf das Protein konzentriert, das eine Schlüsselrolle beim Krebswachstum spielt, und mit dem XPOVIO kämpft die Krankheit.

Anat Haas Mizrahi, General Manager von Karyopharm, schrieb: "Die meisten klinischen Studien sind für Patienten in Israel offen. Natürlich werden wir auch weiterhin daran arbeiten, die Genehmigung für die Vermarktung und den Verkauf von XPOVIO in Israel zu erhalten."

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Fr 29. Mär 2019, 09:26

Präsentationsarzneimittel, kritisch betrachtet

Mykotherapie

Es empfiehlt sich diesen Artikel zu lesen.
https://www.verbraucherzentrale.de/wiss ... apie-21060

Auszug:
Das Wichtigste in Kürze:

-Sogenannte Heil- oder Vitalpilze wie der chinesische Raupenpilz, die Schmetterlingstramete oder der Lackporling, die als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden, dürfen nicht zur Vorbeugung oder Heilung von Krankheiten wie Krebs, HIV, Asthma usw. beworben werden.
-Sie sind in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen.
-Der Wissensstand zur möglichen Wirkung von Vitalpilzprodukten ist noch mehr als lückenhaft. Es fehlt an aussagekräftigen klinischen Studien zu Wirksamkeit und Risiken.
-Wirkungen bestimmter Stoffe im Reagenzglas und bei Versuchstieren können nicht einfach auf den Menschen oder auf Produkte übertragen werden.
....

Auszug
Nach Ansicht einer Expertenkommission, bestehend aus Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), weisen Heilpilze eine medizinische Zweckbestimmung aufgrund der ausschließlichen Verwendung und bestehenden Verkehrsauffassung als "Naturarzneimittel auf " – auch ohne eine explizite arzneiliche Auslobung. In ihrem Gutachten kommen sie zu der Auffassung, dass Vitalpilze als so genannte Präsentationsarzneimittel anzusehen, die unabhängig von ihrer tatsächlichen Wirkung den Regelungen des Arzneimittelrechts unterliegen.
Gutachten: https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Down ... lpilze.pdf

Auszug Fortsetzung:
Welche Inhaltsstoffe sind in Vitalpilzen enthalten?

Mögliche Effekte von Heilpilzen beruhen auf der Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen wie beispielsweise Lektinen, Beta-Glucanen, Ergosterol oder der Aminosäure Arginin. Diese Stoffe können an bestimmten Rezeptoren binden und - zumindest im Laborexperiment – antiproliferative (Unterdrückung des Zellwachstums), tumorunterdrückende, immunsystemanregende, zytotoxische (Zellgift) und andere Wirkungen aktivieren oder begünstigen. Dabei kann "immunsystemanregend" beispielsweise aber auch bedeuten, dass allergische Reaktionen hervorgerufen werden können. Je nach Pilzart könnten unterschiedliche Substanzen von Interesse sein.

Beta-Glucane wie das Lentinan aus Shiitake sind Bestandteile der Pilz-Zellwände und bestehen aus speziell verzweigten Zuckermolekülen (Polysacchariden). Sie werden aus Hefe- oder Baumpilzen wie Maitake, Shiitake oder Reishi gewonnen. Die Aufbereitung scheint eine wichtige Rolle zu spielen. Die Beta-Glucane liegen an Zellstrukturen gebunden vor, die im Darm nur schlecht verdaut werden können. Daher werden (spezielle) Extrakte angeboten, bei denen die Wirkstoffe durch Heißwasser oder Alkohol herausgelöst wurden. Je nachdem, ob es sich um Zucht- oder Wildpilze handelt, können die Konzentrationen der Inhaltsstoffe beträchtlich schwanken.

Die verwendeten Pilzarten, die Art der Aufbereitung, die pharmazeutische Qualität und die Art der Verwendung (in frischer Form, Trockenextrakt, orale oder intravenöse Anwendung) unterscheiden sich so stark, dass keine allgemeingültigen Aussagen über Dosierung, Wirkung und Nebenwirkungen möglich sind. Selbst wenn sich aus Studien ein möglicher Nutzen einzelner Substanzen ergäbe, so ist dieser für die im Handel befindlichen Produkte nicht belegt, gibt die US-amerikanische Krebsgesellschaft zu Bedenken. In der Regel wurden mit dem entsprechenden Produkt selbst nämlich keine Studien durchgeführt. Das gilt ganz besonders für Nahrungsergänzungsmittel.

Tatsächlich existieren zwar viele Studien, die Vitalpilze, verschiedene Bestandteile davon und ihre gesundheitliche Wirkung untersucht haben. Meist wurden dafür jedoch Zellkulturen oder Labortiere verwendet. Die Ergebnisse dieser Studien mögen zwar wissenschaftlich interessant sein, sind aber nicht auf den Menschen übertragbar und reichen für abschließende Bewertungen nicht aus. Klinische Studien zur Wirksamkeit bei bestimmten Erkrankungen sind rar, die betrachteten Patientenkollektive sind oft nur sehr klein und die Studiendesigns entsprechen selten den Anforderungen an ordnungsgemäße klinische Studien.

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Re: Therapiemöglichkeiten zur Krebsbekämpfung

Beitrag von Lightfoot » Do 3. Okt 2019, 08:52

Updates

siehe Abschnitt
Press release update 03.10.2019

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