Karlinchen - Entzündl. Geschehen in der Leber im Sinne einer lymphozytären Cholangitis

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rlm
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Karlinchen - Entzündl. Geschehen in der Leber im Sinne einer lymphozytären Cholangitis

Beitrag von rlm » Mo 30. Dez 2019, 01:14

Ich schreib mal grob vom bisherigen Verlauf und zukünftig, wie es Karlinchen unter der Behandlung geht.


Karlinchen hatte Anfang 2017 schlechte Leberwerte. Kurzdarauf im Schall sah man leider auch Veränderungen an ihrer Leber. Die erste Biopsie im Mai 2017 wurde leider nur per Feinnadel durchgeführt (trotz anders abgesprochen) und war nicht so sehr zielführend. Es hieß dann, es ist alles so ein Risiko da die Leber bluten kann und man könnte sicher nichts weiter machen ..

Mich beschäftigte das immer, was mach ich nur mit Karlinchen, lass ich es nochmal richtig durchführen, nochmal Narkose ... Nun sah man eine starke Fortschreitung der Lebererkrankung im Schall. Somit, hoffend die richtige Entscheidung getroffen zu haben und natürlich auf eine behandelbare Diagnose, entschloss ich, nach wirklich vielen Abwägungen und langen Überlegen, Karlinchen nochmal im OP zu einer Stanzbiopsie zu geben. Nach Beratschlagungen der Internisten und Chirurgen erging der Rat dann aber klar zur chirurgischen Entnahme einer Probe und gesamten Begutachtung der Leber. Auch eine Gallenpunktion wurde gemacht.

Das Ergebnis war erschütternd, ich hatte damit gerechnet, nichts greifbares zu finden was man behandeln kann. Doch an ein Lymphom hab ich keineswegs gedacht.
Ein kleinzelliges Lymphom hat Karlinchen in der Leber. Ob B-Zell oder T-Zell steht noch aus. Ob dies schon zu früheren Zeitpunkt da war, wenn es da war, schon nachweisbar gewesen wäre, kann man ja nicht sagen. Es kann aber leider auch durch die chronische Erkrankung entstanden sein. Natürlich wäre die Chance zu damaligen Zeitpunkt mit einer anständigen Biopsie eine Ursache zu finden, da gewesen. Vielleicht hätte man es gut behandeln können.

Karlinchen bekommt nun nach jeweiliger Blutkontrolle aller 3 Wochen das Chemotherapeutikum Leukeran (Tablettenform), die erste Gabe war am 20.12.
Ich meine, dies ist zumutbar, wenn es ihr damit gut geht. Aktuell geht es ihr gut. (Man könnte das Medikamnet auch jederzeit absetzen).

Eine Chemotherapie beim Tier ist nicht mit einer Chemotherapie beim Mensch vergleichbar, sie wird beim Tier in milder Form eingesetzt um die starken Nebenwirkungen zu vermeiden. Sie ist beim Tier nicht auf Heilung ausgerichtet, es geht um Wohlbefinden und Lebensverlängerung.

Man sagte mir, die durchschnittliche Überlebensdauer beträgt damit 700 Tage. Allerdings verwirrt mich dies schon wieder, da der Laborbefund, ob B-Zell oder T-Zell noch nicht vorlag und ich dachte, dies ist mit maßgebend für die Einschätzung.
Das Leukeran ist wohl ganz gut geeignet bei ihrem kleinzelligen Lymphom, ist also in ihrem Fall nicht unbedingt ''nur'' die abgespeckte Variante gegenüber eine großen Protokolls (intravenöse Gabe verschiedener Chemotherapeutika in kürzeren Abständen).

Vom Prednisolon geht man in Leipzig jetzt auch etwas weg, da es darunter eher zu Rückfällen kommen kann (oder kommt?), da es unter Prednisolongabe schnell zu Ressistenzen gegen das Chemotherapeutikum kommen kann (oder kommt?). Es gibt seit Neuem dort eine TÄ, welche nur die Onkologischen Fälle bearbeitet.
Somit bekommt Karlinchen nicht dauerhaft Prednisolon, sondern bekam es nur die ersten 7 Tage. Damit ist auch das Problem der Umsetzung einer regelmäßigen Verabreichung bei Karline vom Tisch, da sie sich gern mal nicht blicken lässt.
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Re: Karlinchens Lymphombehandlung

Beitrag von Elvira B » Mo 30. Dez 2019, 08:10

Autsch :traurigguck: da drücken wir mal alles Daumen, das die Behandlung anschlägt :verliebt:
Liebe Grüsse von Elvi und Elli

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Re: Karlinchens Lymphombehandlung

Beitrag von Claudia » Mo 30. Dez 2019, 10:00

Danke für deinen Bericht, ich pinn den gern an.
Und natürlich sind meine Daumen fest gedrückt.
Freundliche Grüße von Claudia
Neuanfang - oder: Wir sind (wie) Hund und Katz.

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Re: Karlinchens Lymphombehandlung - Chemo

Beitrag von rlm » Mo 30. Dez 2019, 10:39

Dankeschön, das ist lieb von euch.

Ich war eigentlich immer davon überzeugt, eine Chemotherapie würde ich niemals befürworten.
Doch als bei meiner Shivi die Prognose schlechter als schlecht stand, da klammert man sich nur noch fest und meint natürlich, man ist der seltene Fall, welcher geheilt wird.
Trotzdem, wären die Nebenwirkungen wie beim Menschen, hätte ich sicher auch weiterhin dagegen entschieden.

Es ist erschreckend.
https://www.magazinmeinhaustier.at/das- ... der-katze/
Zitat ''Nach chronischen Nierenerkrankungen sind Tumorerkrankungen zurzeit die zweithäufigste Todesursache bei älteren Katzen. So stirbt ein Drittel aller älteren Katzen an einem bösartigen Tumor.''
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Re: Karlinchens Lymphombehandlung - Chemo

Beitrag von Mietzies Tante » Mo 30. Dez 2019, 14:53

Wir haben in der näheren Umgebung auch eine Katze mit einem diagnostizieren Lymphom am Hals

Sie bekam auch Prednisolon und ein anderes Mittel. Es war schwierig es ihr zu verabreichen.
Die Besitzerin hat sich entschieden keine weiteren belastenden Behandlungen zuzulassen.
Der Kleinen geht es momentan gut und kühlere Wetter bekommt ihr besser als Sonnenschein.
Sie frisst wieder und sie bekommt noch die Büchsen von Miamor mit Flüssignahrung.
Und Vitaminpasten zusätzlich.
Die Beule am Hals ist wieder kleiner geworden .

Eigentlich sollte sie schon den Oktober nicht mehr überleben.
Ich sage immer , wenn sie Schmerzen zeigt sollen sie wenigstens diese bekämpfen

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Re: Karlinchens Lymphombehandlung

Beitrag von rlm » Di 31. Dez 2019, 15:10

Ja, Schmerzen sollen sie keineswegs haben.

Man muss immer auch abwägen, was für die Miez einigermaßen passt. Karlinchen liebt ihre Freiheit, die zarte ist ein Hardcorestreunchen. Sie könnte ich nicht dauerhaft einsperren.

Allerdings hat sie mich überrascht, sie kam jetzt fast täglich mal durchs Haus gehuscht, ist in ihr ''Krankenzimmer'' gegangen und hat sich tatsächlich eine Weile dort niedergelassen. :herz: Mir wäre es ganz recht, wenn sie ihre Energie spart und wenigstens zum Schlafen rein käme.
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Re: Karlinchens Lymphombehandlung - Chemo

Beitrag von rlm » Sa 4. Jan 2020, 16:11

Karlinchen geht es gut. Sie schleckert sich auch nicht mehr das Mäulchen, also ist da keine Übelkeit mehr.

Sie kommt jetzt immer mal rein gehuscht, bleibt auch mal und lässt sich gern kuscheln. Für die Leberentgiftung bekommt sie Zentonil. Das mag sie nicht so sehr, ich hoffe, dass ich sie damit nicht verkraule.

Futtern tut sie gut und gern. :grins_gelb:

Am Dienstag sind wir zur Blutabnahme beim TA. Er schreibt mir ein Rezept für das Leukeran, so kann ich ihr dies dann am Freitag bequem zu Haus geben, wenn die Blutwerte dafür in Ordnung sind.
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Re: Karlinchens Lymphombehandlung - Chemo

Beitrag von Mietzies Tante » Sa 4. Jan 2020, 21:53

Ich wünsche Karlinchen das allerbeste auf der Welt und eine lange gute Zeit. :herz:

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Re: Karlinchens Lymphombehandlung - Chemo

Beitrag von NicoCurlySue » Sa 4. Jan 2020, 21:56

Mietzies Tante hat geschrieben:
Sa 4. Jan 2020, 21:53
Ich wünsche Karlinchen das allerbeste auf der Welt und eine lange gute Zeit. :herz:
Ich auch! :daumen: :verliebt:
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Re: Karlinchens Lymphombehandlung - Chemo

Beitrag von rlm » So 5. Jan 2020, 13:44

Das ist lieb von euch.

Ich hoffe dies natürlich auch.

Sie scheint heute freiwillig drin übernachtet zu haben, zumindets war sie gestern Abend drin und heute früh auch. :grins_gelb:
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Re: Karlinchens Lymphombehandlung - Chemo

Beitrag von Davidbubi » Mo 6. Jan 2020, 17:21

Ich wünsche Karlinchen auch, dass sie noch eine richtig gute und lange Lebenszeit hat.

Vor 5 Jahren habe ich meinen Herzenskater an einem Lymphom im Bauchraum verloren, er wurde nur mit Prednisolon und Entwässerungstabletten behandelt, 2 Monate hat er nach Diagnose noch einigermaßen gut gelebt.

Ich hoffe so sehr, dass die Chemotherapie bei Karlinchen gut anschlägt, damals habe ich nicht den Mut gehabt, so weit zu gehen, heute denke ich auch anders.

Viel Glück 🍀
Liebe Grüße
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Re: Karlinchens Lymphombehandlung - Chemo

Beitrag von Fee » Di 7. Jan 2020, 07:30

Wie schön dass es Karlinchen einigermassen gut geht, ich drück ganz doll die Daumen, dass das noch laaaaange so bleiben mag :verliebt: :d-dr: :daumen: :d-dr:
Bildhier gehts zu uns: viewtopic.php?f=71&t=1408
Meine Sternchen, immer im Herzen :viewtopic.php?f=58&t=1407

Stolze Patin von Katzenschatz~s Findus :verliebt:

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Re: Karlinchens Lymphombehandlung - Chemo

Beitrag von rlm » Mo 13. Jan 2020, 00:17

Vielen lieben Dank für die Wünsche!

Davidbubi, es tut mir sehr leid um deinen Herzenskater.



Karlinchen hat doch kein Lymphom
:grins_gelb: :grins_gelb: :grins_gelb:

Letze Woche Dienstag wäre Karlinchen ihr Blutabnahmetermin beim TA gewesen, damit sie, wenn die Werte es zulassen, am Freitag die 2. Chemo hätte bekommen können.

Dienstag nach dem Mittag rief die TÄ der Klinik mit den Worten, man hat gute Neuigkeiten für mich, an. Ich wunderte mich nur, ausser der Rest des Befund von Karlinchen stand eigentlich nichts aus. Die TÄ sagte mir dann, bei Karlinchens Leberproblem geht man jetzt eher in Richtung hochgradig entzündliches Geschehen aus.


Im letzten Laborbericht steht ''... Diese Befude unterstützen die Vorstellung eines entzündlichen Geschehens im Sinne einer progressiven lymphozytären Cholangitis.''

Ich freu mich natürlich sehr und bin heilfroh darüber, ich denke, alles ist besser, als ein Lymphom. Allerdings ändert dies wahrscheinlich nichts an Karlinchen ihrer voraussichtlichen Überlebenszeit.

Sie bekommt jetzt täglich Prednisolon. Edit: und weiterhin Zentonil, Leberdiät nach Möglichkeit

Ich werde hier weiterhin von Karlinchen berichten. Jetzt gerade bin ich zu müde, deswg. nur kurz und knapp ... Wollte aber wenigstens endlich Bescheid gegeben haben von dieser Wendung... Leider kam ich eher absolut nicht dazu, sorry.
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Re: Karlinchen - Entzündl. Geschehen in der Leber im Sinne einer lymphozytären Cholangitis

Beitrag von Mietzies Tante » Mo 13. Jan 2020, 08:02

Alles ist besser als ein Lymphom :daumen:
Ich drücke Karlinchen weiter die Daumen.

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Re: Karlinchen - Entzündl. Geschehen in der Leber im Sinne einer lymphozytären Cholangitis

Beitrag von Davidbubi » Mi 15. Jan 2020, 19:41

Das sind trotzdem gute Nachrichten, vielleicht reagiert sie gut auf die Therapie und kann damit noch lange leben, alles ist möglich. Und ja, alles ist besser, als dieses Lymphom.

Ich freue mich und weiterhin alles Gute für Karlinchen🍀 :daumen:
Liebe Grüße
Ulrike mit Tariq und Maria :lo:

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Re: Karlinchen - Entzündl. Geschehen in der Leber im Sinne einer lymphozytären Cholangitis

Beitrag von Fee » Fr 17. Jan 2020, 11:23

Davidbubi hat geschrieben:
Mi 15. Jan 2020, 19:41
Das sind trotzdem gute Nachrichten, vielleicht reagiert sie gut auf die Therapie und kann damit noch lange leben, alles ist möglich. Und ja, alles ist besser, als dieses Lymphom.

Ich freue mich und weiterhin alles Gute für Karlinchen🍀 :daumen:
dem schliesse ich mich aus ganzem Herzen an :hurra:
Bildhier gehts zu uns: viewtopic.php?f=71&t=1408
Meine Sternchen, immer im Herzen :viewtopic.php?f=58&t=1407

Stolze Patin von Katzenschatz~s Findus :verliebt:

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Re: Karlinchen - Entzündl. Geschehen in der Leber im Sinne einer lymphozytären Cholangitis

Beitrag von rlm » So 19. Jan 2020, 22:46

Erstmal lieben Dank für eure Wünsche!

Mit der Medikamentengabe klappt es bisher zum Glück gut. Sie liebt nun Pommersche Leberwurst.
Habe mir heute so gedacht, für die hellere Jahreszeit einen grossen Spiegel auf dem Hof anzubringen, damit ich nicht ganz so oft rennen muss, um zu sehen, ob sie da ist. (Ich bin überwältigt von mir, dass ich eine Idee hatte. :D :D )
Das wäre zwar nur für die Zeit hilfreich, wo ich mich auf der Hofseite aufhalte, aber immerhin.

Sie kam ja mehrere Tage rein, doch leider wieder nicht mehr, seitdem ich sie für die Blutabnahne (die es dann nicht mehr geben musste) eingesperrt hatte.
Jetzt hab ich eher wieder meine Not, sie zu kriegen und ich brauche sie unbedingt für Mittwoch, da ist ihre Zahn-OP. Mir graut so sehr wegen der Narkose. Nicht dass dioch noch alle schief geht.

Es gab letzte Woche und gibt noch mehr Problemfälle und Stress, deswg. denke ich, erst zum Ende der Woche hin ausführlicher schreiben zu können ..

Liebe Grüsse
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