Willys Diagnose CNI

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Re: Willys Diagnose CNI

Beitrag von CleverCat » Mo 28. Okt 2019, 12:18

Wir waren heute morgen mit Willy und den aktuellen Befunden in Arnstadt bei der Tierärztin, die sich gut mit Zähnen auskennt und die auch ansonsten einen sehr kompetenten Eindruck auf mich macht.

Also Willy hat definitiv Zahnschmerzen an einem Zahn. Allerdings glaubt sie nicht, dass es von der Wurzel kommt, da die beim letzten Röntgen noch top aussah. Möglicherweise hat er nun entzündetes Zahnfleisch in Folge der nachlassenden Nierenleistung. Da sammeln sich Toxine im Blut und das macht sich auch am Zahnfleisch bemerkbar. Von einer OP würde sie momentan abraten aufgrund seiner Nierenwerte. Nicht nur wegen der Narkosebelastung, sondern auch weil aufgrund der erhöhten Harnstoff-Werte die Wunden nicht ordentlich heilen würden.

Willy bekommt jetzt für zehn Tage ein nierenschonendes Scherzmittel. Wir gucken weiter, wie sich seine Werte und die Futteraufnahme entwickeln und müssen dann jeweils abwägen.

Ich bin froh, dass wir extra so weit gefahren sind heute. Das Gespräch war sehr emotional am Ende, aber irgendwie auch wichtig für uns. Wir haben auch darüber gesprochen, woran wir merken, dass es dem Ende zu geht und wie dann zu verfahren wäre.

Die Ergebnisse von der Urinuntersuchung vor einer Woche sind noch nicht da.

Willy freut sich derweil, dass er nun durchgesetzt hat, dass er den ganzen Tag Trofu fressen darf...

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Re: Willys Diagnose CNI

Beitrag von Fee » Mo 28. Okt 2019, 14:22

CleverCat hat geschrieben:
Mo 28. Okt 2019, 12:18
Ich bin froh, dass wir extra so weit gefahren sind heute. Das Gespräch war sehr emotional am Ende, aber irgendwie auch wichtig für uns. Wir haben auch darüber gesprochen, woran wir merken, dass es dem Ende zu geht und wie dann zu verfahren wäre.
Finde ich auch wichtig, auch wenn ich auch grad einen Kloss im Hals hab :traurigguck:
Nun wieder Mut :begeistert: Das Mittel soll wirken, und dem Willy solls bald besser gehen, und das noch ganz lange :d-dr: :daumen: :d-dr: :daumen:
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Re: Willys Diagnose CNI

Beitrag von Pieper » Mo 28. Okt 2019, 14:55

CleverCat hat geschrieben:
Mo 28. Okt 2019, 12:18
Wir waren heute morgen mit Willy und den aktuellen Befunden in Arnstadt bei der Tierärztin, die sich gut mit Zähnen auskennt und die auch ansonsten einen sehr kompetenten Eindruck auf mich macht.

Ich bin froh, dass wir extra so weit gefahren sind heute. Das Gespräch war sehr emotional am Ende, aber irgendwie auch wichtig für uns. Wir haben auch darüber gesprochen, woran wir merken, dass es dem Ende zu geht und wie dann zu verfahren wäre.
Da bin ich auch froh, dass die längere Fahrt sich so gelohnt hat. Kompetenz + Emotion klingt in meinen Ohren sehr gut, wenn es die Emotion sicher auch nicht ganz leicht macht.

Hier sind die Daumen jetzt fest gedrückt, dass das Schmerzmittel ganz schnell wirkt und Willy sich gut fühlt. :daumen:
Liebe Grüße senden
Maren mit Hilde und Moritz

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rlm
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Re: Willys Diagnose CNI

Beitrag von rlm » Mo 28. Okt 2019, 15:01

Meine Daumen sind natürlich auch gedrückt.

Ihr macht das, das wird.
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Re: Willys Diagnose CNI

Beitrag von CleverCat » Mi 30. Okt 2019, 17:12

Danke für eure Daumen!
Inwiefern das Schmerzmittel wirkt, bin ich unsicher. Nassfutter mag er immer noch nicht. Aber Trofu und Hähnchenherzen schmecken halt auch besser... Da wurde eben auch vehement gebettelt. Aber die müssen erst noch richtig auftauen.

Wir haben gerade in der Tierklinik angerufen, weil uns immer noch kein Befund zu der Urinprobe mitgeteilt wurde. Die Kollegin ist heute nicht mehr im Haus, sie ruft uns Freitag (?) an... Fanden wir dann nicht so Klasse - könnte ja was sein, das behandelt werden muss :alte: Morgen ist hier Feiertag. Also nochmal "please hold the line" und immerhin durfte die Dame am Telefon uns dann sagen, dass keine Keime gefunden wurden. So viel zu "ist bestimmt ein Infekt und wir geben einfach schon mal AB" :mauer:

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Re: Willys Diagnose CNI

Beitrag von CleverCat » Mo 4. Nov 2019, 11:14

Der Vollständigkeit halber: Also die TÄ hat dann am Freitag nochmal angerufen. Die Urinprobe war o.B. Es wurden weder Bakterien noch tumorös veränderte Zellen gefunden. Also keine Ursache für die Erythrozyten im Urin. Man könnte jetzt noch ein CT mit Kontrastmittel machen. Ähm nein danke. Ach und dann hat sie nochmal angerufen. Sie hat beim letzten Mal vergessen, abzurechnen, dass sie drei Tropfen Urin auf so einen Stick getröpfelt hat. Das muss ich dann beim nächsten Mal noch bezahlen... Ich bin ja versucht, einfach nicht mehr hinzugehen... Aber es ist halt schon praktisch, weil die 24 Stunden Notdienstbereitschaft haben und von uns im Notfall auch fußläufig zu erreichen sind. Wir werden wohl in Zukunft zumindest wieder auf Chefarztbehandlung bestehen.

Bis auf die Tatsache, dass er kein Nassfutter fressen mag (aber wieso auch, wenn man sich den ganzen Tag von Trofu ernähren darf) und er viel trinkt, merkt man Willy momentan überhaupt nichts an. Ich werde morgens aufdringlich begrüßt, nachdem der rote Blitz vorher lautstark durch die Wohnung gefetzt ist. Wenn ich auf der Toilette sitze, springt er auf die Badewanne und auf den Waschbeckenrand, um besser betteln zu können.

Aber das Medi-Programm ist im Moment schon ordentlich. Vor allem morgens. Muss ich meinem Freund noch vor meiner Dienstreise nächste Woche eine Einweisung geben...

Morphium (morgens und abends direkt ins Mäulchen), Phosphatbinder (nur Nierendiät schmeckt nicht... also bekommt er auch anderes Futter, aber eben mit Binder), Semintra (ein Mal täglich gegen die Proteinurie), wenn möglich noch Pektin (bindet den Harnstoff) und abends noch Ulmenrinde (schleckt er freiwillig gegen die Übelkeit).

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