Eosinophiles Granulom- Austauschthread

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Coinean

Eosinophiles Granulom- Austauschthread

Beitrag von Coinean »

Eosinophiles-Granulom-Komplex

Der Eosinophiles-Granulom-Komplex sind Hauterkrankungen, die sich durch verschiedene Erhebungen auf der Haut zeigen. Die Ursache ist hauptsächlich eine Allergie der Katze. Oft ist das einzige Anzeichen einer Allergie das Auftreten einer solchen Hautveränderung. Die unterschiedlichen Formen können auch gleichzeitig auftreten.

Eosinophiles Granulom (Lineares Granulom)
Diese Hautveränderung zeigt sich in runden oder länglichen Erhebungen, meistens im Gesicht, am Mund oder an den Hinterbeinen. Es kann auch eine Schwellung des Kinns angezeigt werden.

Indolentes Ulcus (Eosinophiles Ulcus)
Dies ist ein Geschwür, welches im allgemeinen an der Oberlippe auftritt. Es ist weder schmerzhaft noch juckend.

Eosinophile Plaques
Diese Hautveränderung besteht aus Erhebungen auf der Haut, die gerötet und sehr stark juckend sein können. Sie können auch das Aussehen von Geschwüren haben.
Sie tritt oft am Bauch und den Schenkelinnenseiten auf und kann dabei sehr groß werden.

Die sichere Diagnose erfolgt durch eine Hautbiopsie.
Wenn die Katze schon länger darunter leidet oder diese Veränderungen immer wieder auftreten, ist es angezeigt, einen Allergietest zu machen, um künftige Erkrankungen zu vermeiden.

Zur Zeit besteht die wirksamste symptomatische Behandlung in der regelmäßigen Gabe von Cortison.
Die evtl. bestehende Allergie der Katze sollte allerdings dabei ebenfalls behandelt werden.

Quelle: www.hauttierarzt.de/hautkrankheituebersicht

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Fairycat
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Re: Eosinophiles-Granulom-Komplex

Beitrag von Fairycat »

Ich versuche dann mal, diesen toten Thread von jemandem, der gar nicht mehr da ist, wiederzubeleben.
Ich hoffe hier auf Austausch zu Ursachen bzw. Auslösern und Behandlungsmöglichkeiten und allgemein auf eure Erfahrungsberichte mit EG.

Bei Morticia wurde per Biopsie EG diagnostiziert. Sie hat krustige Stellen mit wenig Fell an der Rückseite der Oberschenkel, zwei kleine kahle Flecken vor den Ohren und die Unterseite der Zunge ist rötlich und knubbelig.
Mir ist das vor ein paar Wochen aufgefallen, vorher hatte sie nichts, lediglich der untere Bauch war etwas spärlicher behaart, wo sie letztes Jahr Ende November wegen der Kastration rasiert wurde.
Sie stammt aus dem spanischen Tierschutz, hatte am Anfang Durchfall (E. Coli) und starken Befall mit Ohrmilben. Ihre Schwester Mina hatte das Gleiche, hat das aber gut weggesteckt.
Beide wurden mit AB behandelt, außerdem bekam Mina ein Spot On, Morticia, da sie noch zu scheu war, um sie zur TÄ zu bringen, Milbemax Tabletten.
Die Beiden sind seit Ende Januar bei mir. Als ich mit Morticia Ende April wegen der EG-Symptome bei der TÄ war, hatte sie immer noch Ohrmilben. Die Ohren wurden gründlich gesäubert und ich gebe ihr Surolan in die Ohren.

Da die Diagnose jetzt feststeht, soll sie eine Depotspritze mit Cortison bekommen, die für vier Wochen wirken soll.
Ich bin bei solchen "Hammer"medikamenten immer skeptisch.
Was habt ihr für Erfahrungen mit EG? Was gibt es noch für Behandlungsmöglichkeiten? Soll man nicht lieber die Auslöser suchen statt mit Cortison die Reaktion zu unterdrücken?
Können die Milben bzw. die Medikamente, die sie gegen die Parasiten erhalten hat, Auslöser sein?
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Vamperl
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Re: Eosinophiles-Granulom-Komplex

Beitrag von Vamperl »

Ich weiß nicht ob folgendes dir hilft: Catelyn hat eine sehr seltsame Abart, die man aber wohl grob unter EG einordnen kann.
Sie reagiert auf Zeckenbisse mit Knoten unter der Haut. Fühlen sich an wie Tumore, also ziemlich gruselig. Den ersten haben wir operativ entfernen lassen, da wir da nicht wussten, was es war und es dem Tierarzt auch sehr unschön vorkam. Diagnose: Hochgradiger Verdacht auf eine herdförmige, granulomatöse, eosinophile Dermatitis. Die seit dem folgenden Knoten sitzen wir aus. Sie liegen bei ihr aber auch nicht im Maul sondern unter der Haut, wo eben die Zecke gebissen hat. Die Knoten verschwinden nach mehreren Wochen von alleine und sind nicht schmerzhaft.
Generell hat sie eine Überreaktion auf Parasiten. Letztes Jahr hatte sie ja Räudemilben: Halbe Katze nackt. Dann einen Floh, man hat die beiden Bisse gesehen: Handgroße kahle Stelle an der Seite. Sie bekommt nun schon länger Cortison als Tablette. Derzeit schleichen wir es aus, da es nicht mehr zu jucken scheint. Aber das Fell wächst auch sehr, sehr spärlich nach. Aktuell haben wir eine Katze mit recht kahlem Bauch, recht kahlen Hinterbeinen und der kahlen Stelle an der Seite, ohne dass sie an diese Stellen intensiv putzt oder daran kratzt. Laut Tierarzt kann es bei solchen Katzen einfach dauern, bis das Fell nachwächst. Aber sie stört es nicht.
Sie hatte am Anfang auch mal eine Depotspritze, als ein anderer Tierarzt die Räude noch für eine Allergie hielt. Hat geholfen, da es nicht mehr juckte, aber das zugrunde liegende Problem natürlich nicht gelöst.
Catelyn hatte bisher noch nie Probleme mit Cortison. Sie verhält sich normal und es wirkt sehr gut gegen den Juckreiz. Sie ist aktiv und wuselig wie immer und hat auch keinen gesteigerten Hunger sondern ist (leider) dürr wie eh und je. Es hat sich bewährt mit einer hohen Dosis anzufangen und dann auf eine recht niedrige Dosis zu reduzieren. Wenn die Stellen soweit wieder gut aussehen, schleichen wir langsam aus.

Auf Spot-Ons hat sie nie negativ reagiert. Da wir bei ihr als Freigängerin den Kontakt mit Parasiten nicht vermeiden können (Zecken beißen trotz Spot-On) leben wir damit und haben für Notfälle Cortiontabletten im Haus. Je schneller wir reagieren, desto schneller ist ihre Reaktion auch wieder vorbei. Aussitzen und hoffen, dass es ohne wieder wird hat sich nicht bewährt.

Ich würde daher dem Cortison eine Chance geben. Katzen kommen mit Cortison soweit ich weiß wesentlich besser klar als Menschen. Nach den Erfahrungen hier würde ich Milben als Auslöser definitiv nicht ausschließen.

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Re: Eosinophiles Granulom- Austauschthread

Beitrag von Fairycat »

Ich wollte hier mal wieder berichten. Morticia hat zweimal eine Depotspritze Cortison bekommen und die Ohrmilben wurden bekämpft. Die sind immer noch nicht ganz ausgerottet, aber ansonsten ging es Morticia viel besser. Sie hat nicht mehr gekratzt und geknabbert und das Fell an Bauch und Hinterbeinen ist gut nachgewachsen. Es ist zwar grau statt schwarz, aber das ist ja egal.
Wir dachten, es wäre jetzt o.k. und meine TÄ will auch nicht dauerhaft Cortison spritzen, wenn es nicht nötig ist.
Leider hat sie jetzt eine geschwollene Unterlippe bekommen. Das fing vor ein, zwei Tagen an und ist dicker geworden. Ich bin jetzt bei der TÄ und warte, daß wir dran kommen.
Ich habe Angst, daß das wächst oder sie was aufkratzt oder sie im schlimmsten Fall Schmerzen kriegt und nicht mehr essen kann.
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Re: Eosinophiles Granulom- Austauschthread

Beitrag von Fairycat »

Die Ohrmilben sind fast tot und Morticia hat die Depotspritze bekommen. Die Schwellung an der Unterlippe soll sich bis Samstag zurückbilden, sonst soll ich nächsten Montag nochmal hin.
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Re: Eosinophiles Granulom- Austauschthread

Beitrag von Khitomer »

Ich erzähl hier kurz Ricos Geschichte.

Rico hatte als erstes eine Wunde im Mundwinkel, die nicht heilen wollte und nekrotisch wurde. Dann hat er Wunden über den ganzen Körper verteilt bekommen, ca jeden 2. Tag eine neue. Die wurden als eosinophiles Granulom diagnostiziert, als er wegen einer geplatzen Analdrüse not-operiert wurde. Zuletzt waren es 18 offene Stellen.

Rico bekam erst Cortison, hat das aber schelcht vertragen. Nachdem Cortison also nicht geholfen hatte, hat meine THP Rico gesund bekommen. Er hatt seiter nichts mehr gehabt - schnell auf Holz klopfe.
Liebe Grüsse, Khito

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