Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Freigang auf dem Balkon oder mit Zaun
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Dudler
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Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Dudler » Mi 28. Aug 2019, 15:21

Hallo Ihr,

ich würde ja gerne eine Frischlufterweiterung direkt am Haus realisieren.

Meine schönen Pläne werden durch die Gemeindeverordnung niedergemacht. Einfriedung max. 1,20 m Höhe.

Eine Aussage zur höheren Zäunen, die entfernt zur Grundstücksgrenze stehen kriege ich nicht. Ich müsse einen formlosen Plan einreichen.
Auch zu einem eventuellen Gehegebau.

Nun wurde ich von einer Forine auf niedrige Katzenweidezäune aufmerksam gemacht.

Hat hier jemand Erfahrungen damit?
Infoseiten habe ich schon viele genannt bekommen, mir geht es jetzt um Erfahrungsberichte.

NicoCurlySue
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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von NicoCurlySue » Mi 28. Aug 2019, 16:29

Damit habe ich keine Erfahrungen, aber ich habe bei einer Hausbesichtigung einmal folgendes gesehen und der Besitzer meinte, das würde gut funktionieren.

Er hatte an den halbhohen Gartenzaun mit Tor von innen über die ganze Fläche eine Glas- oder Plexiglas oder so ähnlich "Scheibe" befestigt. Dann konnte die Katzen sich zwar oben mit den Pfoten einhängen, hatten aber keine Möglichkeit, sich mit den Hinterpfoten abzustützen und kamen so nicht über den Zaun.

Vielleicht könnte man so etwas einmal irgendwo ausprobieren.
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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Dudler » Mi 28. Aug 2019, 16:51

Möglichkeiten habe ich viele gesehen, aber ich darf nicht in ausreichende Höhe gehen.
Daher kann ich an der geplanten Stelle wirklich nur Strom einsetzen.

Ich zuchtle jetzt seit Anfang der Woche mit der Gemeinde herum.

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von steinhoefel » Mi 28. Aug 2019, 17:31

Ich kann dir leider nur bedingt weiterhelfen.
Unser Katzenzaun ist höher und wir haben nur oben Stromlitzen.
Zwei unserer Katzen haben nie den Versuch gemacht überhaupt drüber zu kommen.
Da hätte sicher 1.20 auch gereicht.
Der Dritte ist ein Ausbrecherkönig und kam immer wieder darüber.
Aber, er springt nicht sondern er klettert .
Also hätte im Endeffekt auch da ein niedriger Zaun gereicht.

Wir haben vor dem Zaunbau bei der Gemeinde nachgefragt und die Auskunft bekommen, dass mobile Zäune nicht der Genehmigung bedürfen.
Da der Katzenzaun weder fest verbaut noch einbetoniert sondern nur "gesteckt" ist gilt er als "mobil".
Ohne Anspruch auf Richtigkeit. :grins_gelb:
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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Dudler » Do 29. Aug 2019, 07:10

Das Stichwort mobil hatte ich noch nicht im Rennen.

Ich hatte zwar nach einer Erhöhung mit Netz gefragt aber noch keinen Mobilen Steckzaun hinter der eigentlichen Einfriedung erwähnt. :grins_gelb:

Das ist ein sehr guter Hinweis!

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Emily » Do 29. Aug 2019, 07:40

Wir werden bei uns einen 1,20m Doppelmattenzaun aufstellen lassen. Daran sind Überkopfstangen befestigt. die ausziehbar sind. die machen wir 1m hoch mit durchsichtigem Netz wird das bespannt.
Dann ist die Gesamthöhe 2,20m hoch.Da es sich mit dem Netz um ein "mobiles" Teil handelt und es durchsichtig ist dürfen wir das anbringen.

Elektroweidezäune für Kleintiere wie Katzen hatten wir früher mal am Haus. An einem Maschendrahtzaun wurde ein Stromseil darunter ein Erdungsseil gespannt.
Diese sind in Kontakt gekommen wenn eine Katze drausbringt.

Da hatte gut funktioniert. Unsere sind nicht ausgebrochen. Weil sie sich nicht trauten in einem Satz darüberzuspringen. Die sind einmal uraufgesprungen dann wieder zurück ins Gehege.

Man muss die Seile oder Drähte immer nachspannen, das ist das was mich gestört hat und das "klick" Klick" Geräusch von dem Gerät.

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Dudler » Do 29. Aug 2019, 08:45

Genau diesen Plan hatte ich auch vorgeschlagen.

Nein, das sei nicht möglich. (Allerdings ohne Angabe einer Rechtsvorschrift)

Mir fehlte in der Argumentation das Wort mobil.

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von abraka » Do 29. Aug 2019, 10:45

Wir hatten ganz am Anfang einen Elektrozaun. War auch so etwa 1,20 m hoch. Unten ein paar Stromlitzen und dann oben noch einmal. Emmy kam ein paar mal unten dran und dann hat der Zaun gebissen und dann hatte sich das Thema erledigt. Aber ob das auf Dauer gewesen wäre, weiß ich nicht. Wir hatten den ja - wie du weißt - nur für Lise. Und da Lise nie dran ging und keine Anstalten machte über den Zaun zu klettern, haben wir nach ein paar Wochen den Strom abgestellt. Irgendwann hat Emmy dann ein Schlupfloch gefunden (war ja kein Strom mehr drauf) und ging raus. Und dann haben wir den Zaun auch abgebaut.

Aber solange Strom drauf war, blieb Emmy auf alle Fälle im Garten.
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Zur Geschichte der Katzingermädels gehts hier

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Dudler » Fr 30. Aug 2019, 07:59

abraka hat geschrieben:
Do 29. Aug 2019, 10:45
Wir hatten ganz am Anfang einen Elektrozaun. War auch so etwa 1,20 m hoch. Unten ein paar Stromlitzen und dann oben noch einmal. Emmy kam ein paar mal unten dran und dann hat der Zaun gebissen und dann hatte sich das Thema erledigt. Aber ob das auf Dauer gewesen wäre, weiß ich nicht.
Ok. Dann funktioniert es wohl doch. Ich brauche halt etwas auf Dauer, bei dem ich mich auch mal ein paar Meter weg traue.
Ich will jetzt auf mind. 1,40 verhandeln (wenn ich von der Grenze weg gehe)

Mein Plan wäre, darauf einen elektrifizierten Überkletterschutz anzubringen. Damit müsste ich nicht so sehr auf Bewuchs achten, denn ich will entlang des Zaunes ja eigentlich
blühende Rabatten anlegen. Ich freue mich schon auf die Diskussion über die Elektrifizierung.....

Oder wäre nur oben zu wenig?

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Jorya » Fr 30. Aug 2019, 08:42

eine bekannte hat einen Schafszaun für ihre Gartensicherung genommen.
Liebe Grüße
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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Dudler » Fr 30. Aug 2019, 08:55

Ja, aber da habe ich das Problem mit dem Bewuchs direkt am Zaun.

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von steinhoefel » Fr 30. Aug 2019, 17:12

Dudler hat geschrieben:
Fr 30. Aug 2019, 08:55
Ja, aber da habe ich das Problem mit dem Bewuchs direkt am Zaun.
Wir haben direkt hinter dem Zaun als Sichtschutz eine Sommerhecke pflanzen lassen.
Von der Strasse sieht man vom Zaun also gar nichts.
Wenn du magst kannst du es dir bei uns mal anschauen.
Wohnst ja um die Ecke.
Katzen haben gerne offene Türen- für den Fall sie entscheiden sich doch anders.

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Shaja » Fr 30. Aug 2019, 17:14

Mir wurde gesagt, dass man 3 m von der Grundstücksgrenze weg sein muss, um höher gehen zu können als man sonst "am Rand" darf. Da unser Garten ca. 6,5 m breit ist, wäre das bei uns ziemlich sinnlos gewesen... Wir hätten also in der Mitte vom Garten einen hohen "Gang", der einen halben Meter breit ist, bauen können :laugh:
Ich weiß aber nicht, ob das mit den 3 m überall gilt.

Wir hätten sogar einen 1,80 m hohen Zaun an der Grundstücksgrenze setzen dürfen und, wenn die Nachbarn einverstanden sind, einen 2 m hohen Zaun. Ich wollte aber gerne 2 m + Überkletterschutz nach innen. Und die Nachbarn wollten leider nichtmal die auf jeden Fall erlaubten 1,80 m akzeptieren. Da man in Reihenhäusern ja sehr nah "aufeinander sitzt" wollte ich das nicht einfach trotzdem machen. Wir haben daher jetzt nur die Terrasse katzensicher gemacht. Das fanden die Nachbarn in Ordnung. Da konnten wir sogar noch ein "Netzdach" anbringen, wodurch es nochmal ausbruchssicherer ist (für ein Helikopterdosi wie mich auch besser).

Die katzensichere Terrasse war aber auch nicht so einfach umsetzbar. Ich wollte eigentlich so eine Art Voliere oder Wintergarten mit Volierendraht anstelle von Glas. Aber da sah das Baumamt Probleme... obwohl es ja nicht wirklich geschlossen ist, wenn man Draht nimmt und man es auch quasi mobil hätte bauen können. Ich habe auch das "Schlüsselwort" 'mobil' genannt, aber trotzdem sahen die das seeeehr kritisch. Wir hätten eine Bauanfrage mit richtiger "Architektenzeichnung" stellen sollen und dann wäre es evtl. abgelehnt worden oder es hätte deutliche Einschränkungen bezüglich der Größe gegeben (geplant war ca. 5,50 m breit und ca. 3,80 m tief bzw. der Teil unter dem Balkon ca. 5 m tief / und ca. 2,40 m hoch).

Wir haben dann stattdessen einen ca. 1,80 m hohen Zaun um die Terrasse gesetzt... 1,80 m hoch dürfen wir ja bei uns. Und dann haben wir das "Netzdach" an Haken befestigt, so dass es abnehmbar ist... dadurch ist es auch erlaubt (Verglichen wurde es mit einem Sonnensegel). Das "Netzdach" haben wir zum Haus hin höher befestigt, so dass nur der Teil direkt am Zaun für größere Menschen etwas tief ist.
Dadurch brauchten wir auch keine Bauanfrage stellen.

Die eigentlich geplante "Voliere" wäre wahrscheinlich schöner gewesen... aber darauf kommt es anscheinend nicht an...
Liebe Grüße von Shaja mit Nepomuk und Simba
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Hier geht es zu unserem Fotothread: https://www.das-katzen-forum.de/viewtop ... f=58&t=887

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Dudler » Mo 2. Sep 2019, 07:19

steinhoefel hat geschrieben:
Fr 30. Aug 2019, 17:12
Wir haben direkt hinter dem Zaun als Sichtschutz eine Sommerhecke pflanzen lassen.
Von der Strasse sieht man vom Zaun also gar nichts.
Wenn du magst kannst du es dir bei uns mal anschauen.
Wohnst ja um die Ecke.
Danke für das Angebot :grins_gelb:
Aber an der Stelle wäre auch nichts mit Sichtschutzhecke. Da der Gartenteil auch noch im Kurvenbereich liegt, würde ich auch so etwas nicht genehmigt bekommen.
(Zumal ich weniger lebende Hecken möchte, ich schaffe den Rückschnitt einfach nicht mehr)

Ich habe den Zaun des Kurpfalzinternates gegenüber gemessen, ha, 1,50!!!

Ich bin auf jeden Fall für jeden Hinweis oder Idee dankbar, hilft mir alles weiter.

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Re: Erfahrungen mit niedrigen Elektrozäunen?

Beitrag von Nepau » Mo 2. Sep 2019, 10:09

Dudler hat geschrieben:
Mo 2. Sep 2019, 07:19
Ich habe den Zaun des Kurpfalzinternates gegenüber gemessen, ha, 1,50!!!
*grins*
Ich habe das damals auch so gemacht, als ich von unserem Bauamt die ersten Auskünfte bekommen habe.
Ich habe mir alle Zäune in der Straße angesehen und kam dann zu dem Schluss, dass das so nicht stimmen kann, wenn die Zäune überall viel höher sind, als angeblich erlaubt.
Eine andere Mitarbeiterin des Bauamtes war dann sehr verwundert, über die Aussagen ihrer Kollegin. (Im Endeffekt gab es bei uns keine Begrenzung, was die Zaunhöhe angeht).

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