Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Wenn Katze ihr Klo nicht mehr mag
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saga
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Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von saga » Di 7. Aug 2018, 13:23

Ich fand den Thread im Blaune eigentlich immer ganz hilfreich. Zu sehen das ich mit dem Problem nicht allein bin hat mir sehr geholfen, auch um Sacis unsauberkeit zu akzeptieren.

Auch die tollen Tipps und Tricks damit die ganze Bude nicht stinkt waren immer toll und im Zweifelsfall konnte man sich einfach mal auskotzen und hat Verständnis gefunden.
Deswegen würde ich so einen Thread hier gerne wieder eröffnen. Ich fange mal mit meiner Geschichte an. Vieleich Outen sich hier ja noch mehr.

Bei mir ist Saci die unsaubere Katze. Bei ihr sind es zwei verschiedene dinge, einerseits makiert sie, so richtig mit zitterndem Schwanz, am liebesten in irgendwelche strategisch wichtige Ecken. Andererseits ist sie auch richtig unsauber, das heißt sie hinterlässt richtige Pfützen auf dem Boden.

Wir haben diese Katze damals wirklich auf den Kopf gedreht aber die Ursache können wir nur vermuten. Die Makiererei hat bei ihr zwei Ursachen. Einerseits ist das (Unsicherheit gepaart mit einem riesigen Ego. Wenn es also Zoff in der Truppe gibt, makiert Saci um sich sicher zu fühlen. Sie bekommt dann für einige Zeit Zylkene und es ist wider gut. Dann gibt es bei ihr aber noch das "ich bin völlig irre und weiß nicht wohin mit meinen ganzen Gefühlen" makieren. Meist macht sie das als Abschluss ihrer 5 Minuten. Da gibt es eine bestimmte Ecke, da klebt einfach eine Inkontinenzunterlage.

Weil das allein aber viel zu langweilig wäre, gibt es noch ihre richtige Unsauberkeit. Diese tritt immer auf, wenn sie sich körperlich unwohl fühlt. Das muss keine Blasenentzündung sein, sondern da reicht es schon, wenn ihr zu warm ist. :alte:
Ich sag ja, diese Katze ist was ganz besonderes. Zum Glück kennen wir ihre Stellen und so gibt es in jedem Zimmer eine Wunderschöne Inkontinenzunterlage auf dem Fußboden.
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Zu finden sind wir hier: Drei Tiger und ein Schwarzpelz

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Kater Gismo
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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von Kater Gismo » Di 7. Aug 2018, 14:27

Aktuell habe ich das Problem nicht mehr. Aber unser Karl-Friedrich war ein Markierkater. Er ist bei meinem Mann eingezogen, als wir noch nicht zusammen gelebt haben. Karlchen kam aus dem Tierheim, war ein absoluter Freigänger und Streuner und wurde erst mit 3 Jahren im Tierheim kastriert. Schwer vermittelbar, mehrfach zurück gekommen. Bei meinem Mann und Karl war es Liebe auf den ersten Blick. Also Kater eingepackt und das Drama begann. Wie soll man bitte schön einen absoluten Freigänger 4 - 6 Wochen drinnen behalten? Das ging 2 Tage gut, dann ging die Pinkelei los. Aber richtige Pinkelei. Riesige Pfützen überall verteilt. Dann noch absolute Schreierei ... nächtelang - dieser Kater war der reinste Pavarotti. Mein Mann wollte Karl nach einer Woche schweren Herzens zurückbringen, da hatte das Tierheim wg. Schulung aber geschlossen (Schicksal?). Also allen Mut zusammen genommen und Balkontür auf. Karli war dann mal eben 48 Stunden weg, kam wieder und war ein Traumkater. Lieb, schmusig, verfressen, vor allem aber: SAUBER.

Dann haben wir beschlossen zu heiraten und ich bin mit Gismo und Percy eingezogen. Geplant war eine langsame Zusammenführung, der Gismo direkt mal widersprochen hat und zwischen meinen Beinen aus dem Schlafzimmer ins Wohnzimmer geflitzt ist, wo er Karl begegnetet. Lange Rede, kurzer Sinn, Karl war gar nicht für Gesellschaft und er fing das Markieren an: Schwanz hoch, zittern und ne volle Ladung gegen den Wohnzimmerschrank, Sofa, Kommoden, Kleiderschrank ... alles was ihm vor den Schwanz kam. Er, Gismo und Percy haben sich einigermaßen arrangiert, aber das Markieren hörte bis zu Karlchens Tod nicht auf. Neulich hab ich noch ne volle Flasche Biodor verschenkt. Vor Karl hab ich immer gesagt: mit nem Katzentier, das markiert könnte ich nicht zusammenleben. Aber man arrangiert sich. Es stand niemals zur Debatte Karl wg. der Markiererei abzugeben. Das hätte ich als absolut unfair gefunden. Er hatte nicht um meinen Einzug gebeten und abgesehen vom Markieren, war er ein Traumkater. Manchmal hätte ich ihn aber gern schon mal ordentlich durchgeschüttelt :nix:
Liebe Grüße von Anke mit Gismo und Percy (Karlchen für immer im Herzen)

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Piepmatz
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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von Piepmatz » Di 7. Aug 2018, 14:33

HA! Ich hatte auch überlegt den Faden hier zu eröffnen - danke!

Hier fing alles damals an al Sternchen Caspar anfing aus Frust ggn den Nachbarskater nebena im Haus zu markieren - sowas ist natürlich sehr praktisch.

Hat schon mal ewig gedauert das rauszufinden (Danke an den Verhaltensdoc!!)

Und irgendwie hatte sich Zeus das abgeschaut (na super :mauer: )

Jetzt ist Caspar schon seit 5 Jahren nicht mehr hier und Zeus steht ihm da in nix mach.
Bei ihm ist es allerdings aus anderen Gründen.

je nachdem wie sein Wohlbefinden ist. Mal weil das Futter nicht passt oder taugt, mal will er raus, mal einfach nur wgn ADS und machmal einfach weil er zu doof ist das Klo zu treffen, oder er pinkelt an eine Stelle weil es eh sch0on nach Klo riecht (wobei das dann ja sogar logisch ist, aus Katzensicht)

Putztechnisch hab ich alles versucht was man versuchen kann. Von Biodor bis hin zu Hefepulver mit Kaffepulverwasserlauge usw...

Kann man alles irgendwie vergessen.

Irgendwie lernt man damit zu leben. Favorit ist die Treppe in den Keller runter - warum auch gerade da???

Klos gibt es definitv genug und das Mangement selbiger ist auch gut - das hatte anfangs ja auch gefunzt...

Katzen sind schon echt manchmal zum haare raufen :mauer:
[hr]
LG, Silvia mit Zwucki-Muckel Zeus

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Für immer im Herzen + ewig unter der Haut:
Herzenskater-Schneefussbär Caspar + Flitzefurzi Nelos:
Ich liebe euch für immer!

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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von Meiki » Di 7. Aug 2018, 23:29

Bei mir hat Felix angefangen. Beim Weihnachtsbasar habe ich den 1. Preis gewonnen, eine kleine Kratztonne mit Aufsatz. Ein paar Wochen später pinkelte Felix dagegen. Veränderungen, Krankheitsschübe etc.: Nada. Und zusätzlich dieses Über-den-Rand-pinkeln ...ab und an.

Dann zog Luca ein - bis ich herausfand, dass er der gegen-die-Tür-Markierer war, dauerte es ... Eine Handaufzucht, ein Flaschenkind, welches ein Freigänger-Gen intus hatte. Wenn er raus konnte, ging es ganz gut.

Irgendwann hatte Felix mich auch richtig im Griff - wenn er zur Balkontür ging, sprang ich schon auf ... Der hat mir beim Schwanzheben tief in die Augen geblickt ...

Ähnlich, wie Luca klopfte und ich ihn raus-/reinließ.

Na ja, lange Rede, wenig Sinn: Pepino schaute es sich ab (Kitten sind ja so beeindruckbar), dank aggressivem Nachbarskater ist es dann zeitweise richtig heftig gewesen.

Klomobbing bei Theo (seufz) ... eigentlich waren nur Sheila und Willie immer dicht ... und Karlchen.

Und Nio habe ich dann als Pinkelanten übernommen, war doch eh schon egal. :nix:
Wenn Nio jederzeit raus kann, ist alles gut.

EMa = Effektive Mikroorganismen, Biodor Animal, Halamid, Wickel-/Bettunterlagen und Küchenpapier sind meine besten Freunde. Und gutes Wetter ...

Felix und Luca sind verstorben, das Problem blieb. Und bei jeder Katze gibt es mehrere Ursachen und mehrere Lösungen - für eine Zeitlang.

Was solls, es ist halt, wie es ist. Und ich habe alles durch - da ich jederzeitigen Freigang nicht gewährleisten kann, bleibt es wohl auch so. Bei Nio. Bei Peppi wird es immer auf seine seelische Konstitution ankommen. Bei Theo ist gerade alles gut. Die anderen fangen hoffentlich nicht damit an ...

Ich glaube, manchmal muss man sich einfach austauschen können mit Menschen, die das auch mitmachen. Wenn die Nerven so blank sind ... und dann nochmal eine Pfütze ins Auge blinkt ... :dooh:
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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von Pieper » Di 7. Aug 2018, 23:41

"Selbsthilfegruppe für Markiergeplagte" ist ein super Titel. :grins_gelb:

Moritz markiert draußen alles, das Auto, die Mülltonne und leider kann so etwas auch im Haus passieren. Erst war es meine wunderschöne Filzerdbeere :roll: im Wohnzimmer, später waren es Wände/Ecken im Keller. Ganz schlimm wird es, wenn Moritz abends nach Hause kommt und gerne nochmal hinaus möchte. Dann kann es auch den Sessel oder das Ledersofa treffen. Im Akutfall hilft Telizen, aber nur vorübergehend. Moritz ist körperlich topfit, aber irgendwas in seiner Birne lässt ihn ab und zu so etwas tun.
Liebe Grüße senden
Maren mit Hilde und Moritz

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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von Eva » Mi 8. Aug 2018, 05:24

Ciri hat vor seiner OP ab und zu im Haus markiert. Seit der OP ist es noch nicht wieder vorgekommen. Vielleicht waren die Ohrenschmerzen eine Ursache (armer Kater). Draußen markiert er weiter. Die Klos werden im Sommer so gut wie gar nicht genutzt. Ich bin gespannt, wie es im Winter wird.
Liebe Grüße
Eva
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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von Meiki » Mi 8. Aug 2018, 07:17

Durch die Herrschaften bin ich zwischenzeitlich sehr robust geworden - es kommt alles in die Waschmaschine, was reinpasst. Wenn es überlebt, gut.

Auch Kartons sprühe ich ein, so dass sie noch etwas länger auseinander genommen werden können ... und ich habe mich letztes Jahr auch an Cat-on gewagt, bisher noch nichts passiert.

Im Laufe der Jahre habe ich auch festgestellt, dass ich sehr viel früher Krankheiten, Schmerzen, Wurmbefall etc registriere - da dadurch eben auch das Pinkeln/Markieren ausgelöst werden kann.

Es ist wie ein Barometer oder Seismograph.
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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von NicoCurlySue » Mi 8. Aug 2018, 09:20

Danke für diesen Thread!

Mein erstes Erlebnis mit Markieren hatte ich, als ich vor Jahren auf dem Boden vor meinem Sofa saß und mich auf dem Sofa mit Perlen aufziehen beschäftigte. Curly war wohl der Meinung, ich solle mich lieber mit ihr beschäftigen: sie stellte sich direkt vor mich hin, Schwanz hoch und spritzte mir ins Gesicht.

Heute morgen: ich lag noch im Bett und rang mit Linus darum, dass er mich noch einige Minuten schlafen lässt. Nach etlichen "Angriffen" auf mein Gesicht stellte er sich neben mich, Schwanz hoch und.....
Zum Glück diesmal nicht ins Gesicht, aber ich war wach!
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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von rübe » Mi 8. Aug 2018, 09:46

Die Idee mit dem Thread ist super...
Bei mir ist es Janosch, der im Frühjahr angefangen hat zu markieren, zuerst im Garten, dann immer mal wieder im Haus. Die Tierschutzstelle, von der er kommt, hat einen neuen unkastrierten Kater in der Nachbarschaft vermutet, das ist gut möglich. Gesundheitlich gibt's bei dem ehemals super kranken Katzenschnupfenkind nichts, was sich so aufdrängt, habe diese Woche nochmals im Rahmen der Impfung die Augen kontrollieren lassen. Er ist einfach ein wilder Feger und Raufbold. Ich habe jetzt auch die zweite Großbestellung Biodor und UF2000 aufgegeben, damit kommen wir ganz gut zurecht, inzwischen habe ich eine recht gute Nase und einen guten Blick für Markierstellen, ist aktuell jeden Tag irgendwas. Von den anderen Katern ist Heiner ab und zu unsauber, v.a. wenn er von seiner Interstitiellen Blasenentzündung geplagt wird, und Achmed verwechselt auch mal selten das Klo mit Badezimmervorlegern oder markiert über vormarkierte Stellen. Man lebt halt damit...
Liebe Grüße von
Rübe mit dem Katerquartett

Hinzugefügt nach 31 Minuten 1 Sekunde:
Ich hätte übrigens auch nie gedacht, dass man mit einer solchen doch unerfreulichen Situation recht gelassen und gut leben kann, die Tierschutzstelle hat tatsächlich sofort im ersten Satz gesagt, sie nehmen Janosch selbstverständlich zurück. Ich hatte dort v.a. Kontakt aufgenommen mit der Frage, ob für Janosch eventuell doch ungesicherter Freigang sinnvoll wäre, er ist trotz drei Kumpels hier nicht ausgelastet - als ehemaliges Flaschenkind hat er jedoch kein Gefahrbewußtsein, zudem wahrscheinlich doch eine leichte Fehlsichtigkeit, kommt also nicht in Frage. Eigentlich bin ich ganz froh darüber...

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saga
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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von saga » Mi 8. Aug 2018, 10:39

rübe hat geschrieben:
Mi 8. Aug 2018, 10:17

Ich hätte übrigens auch nie gedacht, dass man mit einer solchen doch unerfreulichen Situation recht gelassen und gut leben kann, die Tierschutzstelle hat tatsächlich sofort im ersten Satz gesagt, sie nehmen Janosch selbstverständlich zurück.
Ich auch nicht, aber man wächst mit seinen Aufgaben.
Saci hat ja erst nach zwei Jahren makiert und da war sie schon lange mein ein und alles. Ausserdem habe in einen tollen tierlieben Partner, der ihr zwar immer mit Tierheim droht, aber das Mistkrötchen genau so liebt wie ich.
Wir haben also Biodor in Großpackungen und ein Jahresab Inkontinenzeinlagen.
Selbst wenn ich nicht so entspannt wäre, wer will denn so eine Katze?

Hallo ich hab hier eine undichte Katze mit zu viel Lendenwirbel und ein Ar*** ist sie auch. Andere Katzen haut sie gerne mal, aber wehe die wehren sicg. Die bekommen sie doch sicher schnell vermittelt.
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Re: Selbsthilfegruppe für die Makiergeplagten

Beitrag von rübe » Mi 8. Aug 2018, 12:58

saga hat geschrieben:
Mi 8. Aug 2018, 10:39
Hallo ich hab hier eine undichte Katze mit zu viel Lendenwirbel und ein Ar*** ist sie auch. Andere Katzen haut sie gerne mal, aber wehe die wehren sicg. Die bekommen sie doch sicher schnell vermittelt.
Hört sich doch super an, wer da nicht zugreift!! :D

Janosch hat auch erst nach über einem Jahr angefangen, im Nachhinein wundert mich fast, dass ich in den ganzen Jahren mit Katzen vorher so was noch nicht hatte. Hauptsache sie sind alle gesund und verstehen sich gut!

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