Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

... weil jeder einmal angefangen hat
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Katrin75
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Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Katrin75 » Do 14. Mär 2019, 13:39

Falls das hier nicht passt, bitte verschieben.

Ich habe jetzt zwei Katzenratgeber gelesen unter anderem "Mietz, Mietz, na komm.." von Sabine Schroll. Und ich frage mich warum die Katze als Haustier auf Platz 1 ist.
Was dort an Verhaltensauffälligkeiten und Krankheiten beleuchtet wird, macht doch jedem Angst. Ehrlich, ich bin verunsichert, denn es scheinen ja alle Katzen krank und meist verhaltensgestört zu sein.

Mir ist klar das was kaputt gehen kann und das Katzen auch krank werden. Aber man schafft sich doch keine Katze an um sich die Einrichtung demolieren zu lassen und um nur noch mit Sperrmüll und Kratzbäumen zu hausen. Und an Schlaf ist auch nicht mehr zu denken weil die Katzen schreiend in der Nacht durchs Haus laufen und auf einem rumtrampeln. So wird es aber dargestellt.

Ich habe mein Leben lang Hunde und da ist auch schon einiges kaputt gegangen und krank waren sie auch, und sie kotzen auch mal in die Wohnung etc. Aber man wird in keinem Hunderatgeber lesen das sie Sofakissen schreddern und die Watte rausholen, das sie Leinenaggressiv werden
können und auf gar keinen Fall alleine bleiben wollen.

Lesen Menschen erst so Ratgeber wenn Probleme auftreten? Bin ich die Einzige die sich Gedanken macht und sich vorher informieren möchte? In unserem Freundeskreis sind einige Katzenhalter die teils auch Katzen und Hunde halten, sie sind alle normal eingerichtet. Was mir Mut macht denn sonst wäre ich wahrscheinlich bald "allein erziehende Hunde und Katzen Mutti" ;-)

So, nun bin ich auf eure Meinung, Informationen, etc. gespannt.
Liebe Grüße

Katrin mit den Labbi Mädels Cosma und Svea und hoffentlich bald zwei :herz: :herz:

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IceVajal
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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von IceVajal » Do 14. Mär 2019, 15:51

In der Tat scheinen die Meisten diese Ratgeber erst zu lesen, wenn es Probleme gibt und somit geht man auf die evtl. Probleme ein.
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Patenkatzen Balu, Beauty & Bijou von den http://galdanacats.com & Marie von den Cats at Andros

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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Bobbeline » Do 14. Mär 2019, 16:01

Ich denke, die wenigsten informieren sich vorher so "richtig" über ihr geplantes Haustier.
In meinem Bekanntenkreis sind viele die Katzen haben, weil sie denken, das Katzen pflegeleichte Haustiere sind. Keiner von denen hat je ein Buch über Katzenhaltung gelesen, oder hat mal in ein Katzenforum geschaut.

Ich werde teils mit großen Augen angeschaut, wenn ich sie frage was sie den Mietzen zum futtern geben, und dann frage, warum denn ausgerechnet Trockenfutter oder Whiskas (o.ä.)... Die Antwort ist meistens die gleiche: Weil es das überall zu kaufen gibt und es ist ja schließlich Katzenfutter. Was soll daran schlecht sein?!? Über die Bedürfnisse wurde sich vorher nicht informiert. Wenn ich dann versuch ihnen zu erklären warum Nassfutter besser ist und warum die kleine, einsame Mietz z.B. so wild spielt (Einzelhaltung), bekommen sie große Augen und fragen woher ich das weiß... das hat ihnen noch keiner gesagt.
Ich denke, das sich die wenigsten Gedanken drüber machen, da "früher hat man das doch auch schon immer so gemacht".
Erst wenn man wirklich Probleme hat, spricht man darüber, oder man sucht evtl. doch mal im Internet.

Bei Hunden weiß man, dass wenn sie nicht gut erzogen sind, z.B. beißen können oder aggressiv werden können. Hat man ja auch schon ein paar Mal in der Zeitung gelesen, oder im TV gesehen. Hunde hat man auch meistens dabei, bzw. man hat mehr Kontakt mit anderen Hundehaltern. Wenn der Hund nicht "funktioniert" wirft das ja evtl. ein schlechtes Bild auf einen, das will man ja nicht. Also informiert man sich wie man das umgehen kann.

Wenn man mal über Katzen spricht, wird man schnell als "Crazy Cat Lady" abgestempelt... ich denke mal, dass sich viele davor auch scheuen.
Ich habe auch schon die Aussage bekommen, als jemand das erste Mal bei mir zu Besuch war, das ich ja wohl bei meinen Katzen wohne und nicht die Katzen bei mir, da mitten im Wohnzimmer der Kratzbaum steht und überall Kartons und Spielzeug rumliegt. Meine Antwort war dann einfach: "Jepp, die sind ja auch schließlich länger/mehr daheim wie ich. Da dürfen dann auch Sachen von denen rumliegen." Nach einer kurzen Pause hat er dann angefangen zu lachen und hat mir gesagt das ich ja eigentlich Recht habe. So hat er das noch gar nicht gesehen.

(Sorry, ist ein wenig lang geworden, und evtl. auch ein wenig wirr... :tuete: )

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Sandman64
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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Sandman64 » Do 14. Mär 2019, 16:08

Das Buch liegt auch bei mir und ich habe es gelesen und auch noch andere von Frau Schroll und anderen und mir ist es völlig unverständlich wie du auf die Rückschlüsse kommst die du hier schreibst.

Die Katze ist das am wenigsten domestizierte und am wenigsten erforschte Haustier des Menschen und auch wenn manche sich was von “Anpassung an die Wohnungshaltung“ zusammen phantasieren stehen die Tiere mit drei Pfoten noch in der Wildnis und gerade die Wohnungshaltung stellt erhöhte Anforderungen an den Menschen.
Wer meint mit einen Kratzbaum, einem Katzenklo, ein bisschen spielen und streicheln und drei Mahlzeiten am Tag ist die Sache gut sollte die Finger von Katzen lassen.
Und gerade Autorinnen wie Schroll und Hauschild werden ja gehäuft mit der menschlichen Ignoranz konfrontiert und den daraus resultierenden Problemen und schreiben ihre Bücher sicher aus diesem Blickwinkel.
Aber Textverständnis und Interpretation sind dann wieder eine andere Sache und liegt bei jedem selbst.
Es gibt von beiden Autorinnen auch Bücher die sich ausschließlich mit bei Katzen auftretenden Problemen befassen und auch die habe ich, ich bin beim lesen aber nie auf den Gedanken gekommen das ich mir solche Probleme zusammen mit Katzen ins Haus hole, es waren immer Anregungen für ein besseres Verständnis meiner Mitbewohner.

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CookieCo
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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von CookieCo » Do 14. Mär 2019, 16:10

Ich sehe es wie Bobbeline, zumal das auch meine Erfahrung ist.
Und es hält sich ja auch hartnäckig das Gerücht Katzen wären "hinterhältig" und "falsch".
Verhaltensauffälligkeiten werden abgetan mit "Die Katze ist einfach gestört" und artgerechte Haltung mit
"Geschiss um die Katze".
Mir kommt es oft so vor, als würden Katzen gar nicht als "echte" Haustiere wahrgenommen, bei Hunden hingegen
ist der Tenor ein anderer.

Viele von uns waren schon in anderen Foren aktiv, und der Anteil der Neulinge die bereit sind sich vorab zu informieren
oder bei Problemen ihr zurechtgelegtes Weltbild der Katzenhaltung zu überdenken ist leider sehr gering gewesen.
Es grüßt Alexandra mit
Clever-Cat Julius & Puschel Mimi
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Katrin75
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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Katrin75 » Do 14. Mär 2019, 19:22

@Bobbeline vielen Dank für deinen langen Text. Das man mit Hunden eher sich mit anderen austauscht, das stimmt schon. Aber für Katzenhalter gibtves ja geutzutage Foren, Gruppen etc. Daher ist es für mich selbstverständlich das ich mich über meine neuen Mitbewohner informieren möchte. Wir haben auch viele Hundebetten hier stehen und es liegen überall Plüschtiere rum :D Und meist liegen die Mädels auf dem Sofa rum oder auch auf mir ;-)

@Sandman64 versuch mal das Buch als totaler Neuling zu sehen und nicht als Dosi der schon länger mit Katzen zusammenlebt. Ich finde das Buch auch sehr informativ und gutund man wird es bestimmt ab und zu noch mal in die Hand nehmen.
Ich bin der Meinung das man sich mit allen Tieren beschäftigen sollte, egal ob Vogel, Kaninchen etc. Und mur ust klar das ein Kratzbaum, Kaklound Spielmäuse much nucht zum Katzenhalter machen der seine Katzen artgerecht hält.

@CookieCo Ich finde Katzen nicht hinterhältig und falsch, ich mag diese Selbständigkeit von Katzen und die Ursprünglichkeit.


Aber ich mach mir halt Gedanken ob sie zu uns und unserem Leben passen.
Hier gehen immer mal auch fremde Hunde ein und aus, im Sommer sind wir viel draussen, möchte ich die Katzen später rauslassen? Nach hinten raus haben wir einen riesen Garten und danach nur Felder und Wald. Katzen gibt es nicht viele. Aber nach vorne raus kommen zwei Häuser samt Grundstück und dann die Landstrasse mit Tempo 100. Auf der anderen Seite wieder Felder.
Liebe Grüße

Katrin mit den Labbi Mädels Cosma und Svea und hoffentlich bald zwei :herz: :herz:

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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von dieMiffy » Do 14. Mär 2019, 20:42

Erstmal finde ich es super, dass Du Dir so viele Gedanken machst :grins_gelb:

Ich habe besagtes Buch "Miez, Miez, na komm" auch und empfinde es eher wie Sandmann, also ich fand es nicht schlimm oder beängstigend, ganz im Gegenteil, sehr lehrreich und auch gut erklärend. Letztendlich hat es auch viele Sachen beantwortet, die man halt "früher" nicht so wusste in Bezug auf Verhalten.

Wenn Du die Unabhängigkeit von Katzen magst, dann ist das sicher eine gute Basis, dass das was werden könnte :D Dass zur artgerechten Haltung mehr gehört als ein Kratzbaum und Klo und Futter ist Dir ja klar, daher musst Du vermutlich nur genauer überlegen, was für Katzen es werden sollen und wie genau Du sie halten willst. Kitten sind halt verspielt und aufgedreht, da geht öfters mal was zu Bruch und sie haben oftmals in dem jungen Alter auch gar keine Zeit stundenlang zu schmusen, denn es gibt immer so viel zu entdecken und zu bespielen ;) Erwachsene und ältere Katzen gibt es in allen möglichen Charakteren von ruhig bis aufgedreht, von verschmust bis unabhängig (hab hier selber alle Facetten :cool: ). Bei erwachsenen Katzen weißt Du halt, was Du bekommst, kannst also durchaus gezielt nach bestimmten Charakteren suchen (Pflegestellen, Züchter, je nachdem wo die Katzen herkommen sollen).

Freigang oder nicht musst Du Dir natürlich vorher überlegen, Fakt ist nur, wenn Türen offenstehen, weil ihr z. B. draußen sitzt, werden die Katzen rauszugehen ;) Also entweder immer alles zu oder eventuell könnt ihr auch ein Gehege bauen, eine Terrasse oder einen Teil des Gartens einzäunen?
Wenn öfters fremde Hunde ein und aus gehen ist das so 'ne Sache. Ich hab keine Ahnung von Hunden, aber ich nehme mal an, wenn Katzen von Anfang an dran gewöhnt sind (Kitten oder erwachsene Katzen, die eh schon Hunde kennen) könnte das gehen. Allerdings sind Katzen eben ziemlich revierbezogen, heißt sie betrachten fremde Tiere (ob Hund oder Katz) schon als Eindringling. Sind es aber immer wieder dieselben Tiere, die vorbei kommen, kann man sie sicher so aneinander gewöhnen, dass man sich duldet.
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Peso
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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Peso » Do 14. Mär 2019, 22:19

Katrin75 hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 13:39
Lesen Menschen erst so Ratgeber wenn Probleme auftreten?
Ich glaube, das wird der Grund sein.
Leider befassen sich die wenigsten Menschen vor der Anschaffung eines Haustieres mit den Bedürfnissen des Tieres.
Dafür sind sie vermutlich zu leicht zu haben; ich denke da z.B. nur an Kleinanzeigen.

Das von Dir genannte Buch kenne ich nicht, obwohl ich eine gut bestückte Katzenbibliothek habe.
Welche Bücher ich persönlich gut finde, ist unter anderem der Klassiker Catwatching von Desmond Morris , Katzenseele von Paul Leyhausen und Katzen lieben anders von Jeffrey Masson.
Catwatching verrät das Thema schon im Titel, Katzenseele eigentlich auch. ;) Es behandelt die Themen Wesen und Sozialverhalten.
Masson ist ein Psychoanalytiker und beschreibt in seinem Buch die emotionalen Fähigkeiten der Katzen. Es ist m.E. sehr informativ und leicht lesbar.

Mache Dir trotz Deiner Lektüre keine Sorgen!
Die meisten Katzen sind einfach Katzen. Verhaltensauffälligkeiten können bei jedem Tier auftreten.
Oft sind sie ein Hinweis auf falsche/schlechte Haltungsbedingungen oder Erkrankungen. Auch mußt Du nicht zwingend mit einer restlos belederten Bude rechnen. :cat-D:
Ich habe z.B. trotz Katzen keine zerkratzten Wände. Die bei mir entstandenen Schäden wurden in der Regel von kleinen/jungen Katzen verursacht. Es sind einfach Kinder, da stürzt schon mal eine Vase (Ich habe übrigens keine mehr...) oder ein Blumentopf um.
Ich las bezüglich der Youngster mal eine sehr passende Beschreibung. Sie lautete:
Je jünger, desto ächz :cat-D:
Das trifft es in meinen Augen zu 100%.

Meiner Wohnung ist natürlich die Anwesenheit von Katzen anzusehen. Irgendwo müssen halt die Näpfe stehen, es gibt gemütliche Plätze, auch Katzen brauchen ein Klo und es gibt 3 Kratzbäume, wovon einer zugegebenermaßen ein bißchen groß ist.
Aber es ist MEINE Wohnung, ich habe trotzdem noch Platz darin und meine Pelze sollen sich dort genauso wohl fühlen wie ich. :grins_gelb:

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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Katrin75 » Fr 15. Mär 2019, 18:34

@dieMiffyVielen Dank für deine Antwort und die Ratschläge. Hier sollen 2Kitten aus dem örtlichen Tierschutz einziehen, da meine Mädels Katzen nur von kurzen Begegnungen bei Freunden kennen. Auch hoffe ich das sie sich dann einfach auch daran gewöhnen das hier andere liebe Hunde mal zu Besuch sind. Sie können sich immer nach oben zuück ziehen da wir in einem Haus wohnen. Auch werde ich Türgitter installieren damit sie wissen das dort ein sicherer Bereich vor den Hunden ist.
Türen nach draussen stehen hier nicht offen. Wir haben nur Zugang über die Haustür und den Keller in den Garten. Also nicht diese normal Terrassentür.

@Peso Danke fürs Mut machen das es noch Unser Haus bleibt ;-)
Ja hier bekommt man Katzen in der Kittenzeit schon für 5 € beim Bauern, ganz grausig. :wein:
Das kleine Katzen viel Blödsinn machen ist klar, aber da bin auch recht gelassen und werde so weitsichtig wie möglich erst mal alles wegräumen und beobachten.auch das hier und da Fäden durch krallen an der Couch gezogen werden ist so, wir haben eh immer Decken drauf und das macht gar nichts. Ich glaube ich lass mich einfach mal überraschen und hoffe auf mein Händchen für Tiere. Ich bin seit klein auf tierverrückt was ja auch meinen Beruf als Hundetrainerin und Verhaltensberaterin erklärt. ;-)
Liebe Grüße

Katrin mit den Labbi Mädels Cosma und Svea und hoffentlich bald zwei :herz: :herz:

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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von JFA » Fr 15. Mär 2019, 19:39

Katrin75 hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 13:39
Ich habe mein Leben lang Hunde und da ist auch schon einiges kaputt gegangen und krank waren sie auch, und sie kotzen auch mal in die Wohnung etc. Aber man wird in keinem Hunderatgeber lesen das sie Sofakissen schreddern und die Watte rausholen, das sie Leinenaggressiv werden
können und auf gar keinen Fall alleine bleiben wollen.
Vielleicht sind Hunderatgeber auch ein bisschen schönfärberisch? :cat-D:

Ich denke schon, dass gerade Wohnungskatzenhaltung oft unterschätzt wird, einfach, weil sich viele Leute überhaupt keine Gedanken drüber machen, dass man ein Raubtier, das man in die Wohnung sperrt, halt dementsprechend anders auslasten muss. Und 5 Minuten am Tag mit der Angel wedeln reicht da halt nicht.
Aber (und so schätze ich dich jetzt auch ein - ich meine, du erkundigst dich vorher und hast Erfahrung mit Hunden, d.h. die Wohnung wird eh schon tierkompatibel eingerichtet sein) wenn man sich vernünftig kümmert, ist das Leben mit Katzen eigentlich recht unkompliziert, zumindest, solange sie gesund sind.

Hier sieht man auch, dass Katzen im Haushalt leben, die Kratzbäume sind nun mal schlecht zu übersehen ;) Aber: Man muss sich kein Beigeplüschpfotentapsensperrholzungetüm in die Bude stellen, sondern das gibt es auch in ansehnlich und halbwegs dezent (Petfun, Rufi, Profeline, Kirsten...). Sonstige Katzenmöbel (Pappkratzmöbel, Bettchen...) gibt es sogar in richtig schön. Und wenn man das alles vernünftig platziert, kratzen die Katzen auch da, wo sie sollen. Genauso wie sie in der Regel in ihre Katzenklos pinkeln, wenn das Klomanagement passt.
Man kriegt da schon eine vernünftige Co-Existenz hin, bei der alle Haushaltsbewohner ihre Bedürfnisse erfüllt kriegen. Und ich bin nun wirklich ein Einrichtungsnerd :cat-D:

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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Katrin75 » Fr 15. Mär 2019, 22:26

JFA hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 19:39
Hier sieht man auch, dass Katzen im Haushalt leben, die Kratzbäume sind nun mal schlecht zu übersehen ;) Aber: Man muss sich kein Beigeplüschpfotentapsensperrholzungetüm in die Bude stellen, sondern das gibt es auch in ansehnlich und halbwegs dezent (Petfun, Rufi, Profeline, Kirsten...). Sonstige Katzenmöbel (Pappkratzmöbel, Bettchen...) gibt es sogar in richtig schön. Und wenn man das alles vernünftig platziert, kratzen die Katzen auch da, wo sie sollen. Genauso wie sie in der Regel in ihre Katzenklos pinkeln, wenn das Klomanagement passt.
Man kriegt da schon eine vernünftige Co-Existenz hin, bei der alle Haushaltsbewohner ihre Bedürfnisse erfüllt kriegen. Und ich bin nun wirklich ein Einrichtungsnerd :cat-D:
Ja das kann man ruhig sehen und diese Plüschdinger gehen gar nicht.... :cat-D: Ich liebe auch ein gemütliches schönes Zuhause in dem wir und unsere Tiere sich wohl fühlen. Hoffe mal das klappt auch mit den Mietzen.
Liebe Grüße

Katrin mit den Labbi Mädels Cosma und Svea und hoffentlich bald zwei :herz: :herz:

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Gissie
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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Gissie » Sa 16. Mär 2019, 09:29

Mit Hunden kann es auch Probleme geben, wenn man sie nicht erzieht, oder nicht artgerecht behandelt.

Ich finde es gut, sich vorher schon Gedanken zu machen.
Manchmal fragen uns Leute, ob man einen Freigänger wieder zur Wohnungskatze machen kann.
Es mag bei mancher Katze gehen, aber der große Teil wird entweder unglücklich, oder richtig grantig.

Ich musste meinen Freigänger mal über Nacht drin lassen, weil er krank war.
Er hat Teile von der Tapete runter geholt und die Auslegeware war lose.

Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich ihn ins Bad getan. :roll: :D

Mein anderer Kater hat mir Mäuse mit rein gebracht und in der Wohnung rennen lassen. Darauf hat mich kein Ratgeber vorbereitet. :angst:

Inzwischen kann ich über solche Dinge lachen. Es sind kleine Raubtiere und manchmal machen sie auch Blödsinn. Aber meistens sind sie einfach nur lieb und süß.
So richtig böse kann ich ihnen nicht sein.
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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Peso » Sa 16. Mär 2019, 10:37

Gissie hat geschrieben:
Sa 16. Mär 2019, 09:29
Mein anderer Kater hat mir Mäuse mit rein gebracht und in der Wohnung rennen lassen.
Wie vertraut mir das ist! :cat-D:
Keine Ahnung, wieviele Mäuse ich im Laufe der Zeit aus der Wohnung entsorgt habe.

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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Gissie » Sa 16. Mär 2019, 12:16

Peso hat geschrieben:
Sa 16. Mär 2019, 10:37
Wie vertraut mir das ist! :cat-D:
Keine Ahnung, wieviele Mäuse ich im Laufe der Zeit aus der Wohnung entsorgt habe.
Und ich hab richtig Ekel vor Mäusen. Inzwischen werde ich aber nicht mehr so panisch - hysterisch.

Man wächst an seinen Aufgaben. :D
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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Peso » Sa 16. Mär 2019, 13:01

Gissie hat geschrieben:
Sa 16. Mär 2019, 12:16
Man wächst an seinen Aufgaben. :D
Deutlich!
Was aber nicht heißt, daß diese Aufgaben einen zwangsläufig glücklich machen. :D

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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Blondschopf » Do 21. Mär 2019, 15:02

Das Buch von Sabrine Schroll habe ich auch. Und ich habe es auch gelesen, bevor unsere Agenten hier eingezogen sind. Ich fand und finde es klasse. Es ist echt empfehlenswert. Zwischendurch lese ich immer mal wieder darin.

Unsere Katzen bleiben definitiv im Haus. Sie sind uns auch als reine Hauskatzen vermittelt worden. Das heißt aber nicht, daß sie keine frische Luft bekommen. Mein Mann hat für sie extra einen "Katzenbalkon" gebaut. Der ist im Moment nur abgebaut, da wir am Haus arbeiten. Später soll die Terrasse noch katzensicher gemacht werden. Wir wollten immer Katzen haben. Wir wollten immer zwei Katzen haben. Wir haben uns lange vorbereitet (ca. fünf Jahre), bis alles unserer Meinung nach perfekt war. Wir sind mit unseren Katzen soooo glücklich. Klar, machen sie Unfug, aber sie haben noch nicht einmal etwas total zerstört oder kaputt gemacht. Inzwischen haben sie uns total im Griff. Aber auch das mögen wir. Sie haben uns nun mal um die Kralle gewickelt. Wir schwärmen immer von ihnen. Teilweise bestimmt so sehr, daß es den anderen Forenmitgliedern hier schon aus dem Halse hängt, :tuete:.
Besucht uns doch mal in der Akte Katz´. Wir freuen uns auf Euch.

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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Perron » Mo 1. Apr 2019, 16:59

Wenn du dir Kitten holst, sind die ja sowieso zu Anfang noch zu klein zum raus lassen. Dann kannst du das mit dem Freigang in Ruhe überlegen
.
Viele Grüße von
Ilona mit
Ronja Räubertochter und Shadow
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Katrin75
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Re: Katzenratgeber und meine Gedanken dazu

Beitrag von Katrin75 » Mi 3. Apr 2019, 18:19

Nun habe ich das Buch von Christine Hauschild "Katzenhaltung mit Köpfchen" auch gelesen und das hat mir sehr gefallen. Wobei ich den hinteren Teil mit den Lernmethoden auswendig kann, da ich Verhaltenstherapeutin für Hunde bin. Schön das es bei Katzen auch angewandt werden kann. :-)

Die Möglichkeit eines Balkons haben wir nicht, wir leben in einem freistehendem kleinen Klinkerhaus mit 1200 m2 Grundstück.wir könnten nur einen Katzenbalkon installieren.

Aber wie @Perron schon geschrieben hat, kann ich mir nöchstes Jahr Gedanken über Freigang machen. Sonntag ist hier auf der Landstrasse wieder ein Unkastrierter Kater überfahren worden, der laut Besitzer 4Wochen unterwegs war. Nich kein Jahr alt. Warum lässt man seine Tiere nicht kastrieren..... :mauer: :weinend:
Liebe Grüße

Katrin mit den Labbi Mädels Cosma und Svea und hoffentlich bald zwei :herz: :herz:

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