Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

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Stachelnuss
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Stachelnuss »

Hm. Schwierig. Die Gespräche mit den Pflegenden (die nach meinem Verständnis nicht wirklich die Besitzer sind) klingen sehr nach "och ein Tier wäre schön, aber die lästigen Dinge wie Tierarzt etc., mache ich mal lieber nicht". So richtig die Verantwortung übernehmen wollten sie -so wie ich das sehe- nicht, das sagen sie aber natürlich nicht so offen. Ein Fall, in dem die Katze tättowiert/gechippt/kastriert ist, wäre aus meiner Sicht schon auch ein ganz anderer. Da geht normalerweise auch ein TS davon aus, dass da jemand ernsthaft eine Intention hat, sich zu kümmern und wird versuchen, die zu finden.

Ich hätte hier auch Bedenken, dass es bei gesundheitlichen Fragen genau so läuft, wie bei der Kastra. Bei den Hunden vorher mögen sie ja die volle Verantwortung auch wirklich übernommen haben, hier sehe ich das nicht...

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MajaLilly
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von MajaLilly »

Claudia hat geschrieben:
Di 20. Jul 2021, 08:55
Genau dieser Gedanke bewegt mich auch sehr.
Um nach einem Chip zu suchen, müsste ich beim Tierarzt darum bitten. Von allein hat das hier auch noch keiner gemacht.
Ich denke, der Tierarzt hat überhaupt keine rechtliche Handhabe, die Besitzverhältnisse zu prüfen.
Er kann einen Chip, ohne den Auftrag des "Besitzers" gar nicht auslesen.
Das Chip-Auslesen ist Bestandteil der GOT und muss abgerechnet werden.
Liebe Grüße von Petra mit Kuschelmaus Lilly und Neugierhummelchen Maja

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Annette
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Annette »

MajaLilly hat geschrieben:
Di 20. Jul 2021, 09:38
Ich denke, der Tierarzt hat überhaupt keine rechtliche Handhabe, die Besitzverhältnisse zu prüfen.
Er kann einen Chip, ohne den Auftrag des "Besitzers" gar nicht auslesen.
Das Chip-Auslesen ist Bestandteil der GOT und muss abgerechnet werden.
Aber nicht bei Fundtieren.
LG, Annette und der Plummerich :flirty:

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MajaLilly
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von MajaLilly »

Dazu muss der "Besitzer" aber sagen, dass er das Tier gefunden hat.
Liebe Grüße von Petra mit Kuschelmaus Lilly und Neugierhummelchen Maja

Eva
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Eva »

Claudia hat geschrieben:
Di 20. Jul 2021, 08:55
Genau dieser Gedanke bewegt mich auch sehr.
Um nach einem Chip zu suchen, müsste ich beim Tierarzt darum bitten. Von allein hat das hier auch noch keiner gemacht.

Ich lese hier die ganze Zeit mit und bin hin und her gerissen. Finn ist im Sommer klapperdürr, hat aber ein Zuhause, in dem er um- und versorgt wird. Er ist hier in der Anlage bekannt und zum Glück nicht zutraulich. Wenn ihn jemand eintüten könnte, nur weil er dünn ist und ihn einfach behält, würde ich eventuell nie erfahren, warum er weg wäre...
Das ist hier ganz genau so. Kein Tierarzt schaut nach einem Chip, wenn man nicht danach fragt.
Mein Michel ist im Sommer auch so dünn, dass Nachbarn mich schon gefragt haben, ob er krank sei.
Ein wenig Angst habe ich auch immer wieder, dass ihn irgendjemand einfach so eintütet...
Liebe Grüße
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Claudia »

MajaLilly hat geschrieben:
Di 20. Jul 2021, 10:19
Dazu muss der "Besitzer" aber sagen, dass er das Tier gefunden hat.
Und genau darum ging es mir.
Es wird immer wieder betont, man wäre auf "der sicheren Seite", wenn Katz gekennzeichnet ist - aber das stimmt so einfach nicht.
Eva hat geschrieben:
Di 20. Jul 2021, 14:54
Ein wenig Angst habe ich auch immer wieder, dass ihn irgendjemand einfach so eintütet...
Ich wohne hier wirklich ruhig, dass eine Katze überfahren wird, ist eher unwahrscheinlich.
Trotzdem gab es in drei Jahren bereits zwei vermisste Katzen (von denen ich weiß), und da bleiben eigentlich nur ins Auto steigen oder eben einfach mitgenommen.
Freundliche Grüße von Claudia
Neuanfang - oder: Wir sind (wie) Hund und Katz.

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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Kristanca »

Claudia hat geschrieben:
Mi 21. Jul 2021, 07:54
Und genau darum ging es mir.
Es wird immer wieder betont, man wäre auf "der sicheren Seite", wenn Katz gekennzeichnet ist - aber das stimmt so einfach nicht.


Ich wohne hier wirklich ruhig, dass eine Katze überfahren wird, ist eher unwahrscheinlich.
Trotzdem gab es in drei Jahren bereits zwei vermisste Katzen (von denen ich weiß), und da bleiben eigentlich nur ins Auto steigen oder eben einfach mitgenommen.
So geht es mir eben auch. Und selbst wenn man alle Hebel in Bewegung setzt das Tier zurückzubekommen, kann das mit Pech sehr lange dauern. Wenn es die Personen nicht weiterreichen und wirklich verschwinden lassen. Das gibt es ja nun auch des Öfteren.
Da reicht ja schon ein falsches Wort mit Tierschützer X, der erzählt es womöglich Tierschützer Y und Z ganz anders und schon bin ich die böse Tierhalterin, bei der es ja "eigentlich ganz gut ist", dass das Tier jetzt woanders lebt. Weil die Katze ist ja so dünn, hat sich das Fell ausgekratzt (da reicht ja eine Zecke), und das falsche Wort. Ja toll.
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Barbarossa
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Barbarossa »

Nun sollten wir aber bedenken, dass Katzen keine Mangelware sind und Tierschützer sich nicht darum reißen, vermeintlich heimatlose Katzen einzufangen. Gerade vor 4 Wochen habe ich das wieder erlebt. Seit langer Zeit war bekannt, dass in einer Gartenkolonie von mitleidigen Rentnern eine Katze mit Futter versorgt wird. Erst nachdem sie für reichlich Nachwuchs gesorgt hatte, wurden die Katzen endlich mühsam eingefangen. Das ist doch eher die Realität.
Viele Grüße von Kai
meine Sternchen Matzi 01.05.98-05.05.14 - Moritz 01.05.98-25.11.16 - Tinki 06.12.12-30.04.21

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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Kristanca »

Barbarossa hat geschrieben:
Mi 21. Jul 2021, 10:27
Nun sollten wir aber bedenken, dass Katzen keine Mangelware sind und Tierschützer sich nicht darum reißen, vermeintlich heimatlose Katzen einzufangen. Gerade vor 4 Wochen habe ich das wieder erlebt. Seit langer Zeit war bekannt, dass in einer Gartenkolonie von mitleidigen Rentnern eine Katze mit Futter versorgt wird. Erst nachdem sie für reichlich Nachwuchs gesorgt hatte, wurden die Katzen endlich mühsam eingefangen. Das ist doch eher die Realität.
Das ist schon klar, nur gehen die Meinungen beim Tierschutz auch massiv auseinander. Allein was so Krankheiten wie FIV, FELV, FIP betrifft. Die einen schläfern ein, die anderen versuchen zu retten was geht, einige sagen bei FIV Einzelhaltung, andere sagen sogar Freigang ist ok usw.usf.
Und so ist es beim optischen Zustand doch auch. Ich sage der Freigänger ist immer so dünn, der Tierschützer sieht womöglich ein unterernährtes Tier, wo Handlung gefragt ist.
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Stachelnuss
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Stachelnuss »

Kristanca hat geschrieben:
Mi 21. Jul 2021, 10:55
Das ist schon klar, nur gehen die Meinungen beim Tierschutz auch massiv auseinander. Allein was so Krankheiten wie FIV, FELV, FIP betrifft. Die einen schläfern ein, die anderen versuchen zu retten was geht, einige sagen bei FIV Einzelhaltung, andere sagen sogar Freigang ist ok usw.usf.
Und so ist es beim optischen Zustand doch auch. Ich sage der Freigänger ist immer so dünn, der Tierschützer sieht womöglich ein unterernährtes Tier, wo Handlung gefragt ist.
Passieren kann das sicher - dass es allzu häufig vorkommt, halte ich für unwahrscheinlich. Die meisten Tierschützer halten selber Katzen und wissen sehr schon, dass manche Katzen rappeldünn sind - gerade im Sommer. Wenn das Tier dann gechippt/tättowiert ist und sich ein glücklicher Besitzer meldet/vor einem steht ... wird es nur bei sehr komischen Leuten nicht zur Rückgabe kommen. Ergänzend: ich habe zwei Mal selber ein über Tasso gesuchtes Tier gefunden, einmal einen tauben Kater, der aus seinem gesicherten Garten entkommen war. Beide Male standen so unglaublich glückliche Menschen vor mir und es war ein so wunderbares Gefühl Mensch & Tier wieder zusammen geführt zu haben. Nie hätte ich in dem Moment hinterfragt, ob das jetzt eine Haltung ist, die meinen persönlichen Idealen entspricht. So sind sicher nicht alle, aber doch viele Menschen gestrickt.

Gerade aktuell platzen die viele TS aus allen Nähten und sind froh um jedes Tier, dass gut untergebracht ist.

Bei "ins Auto steigen" können auch ganz doofe Sachen passieren. Wenn es da zu Reisen durch halb Deutschland kommt, das Tattoo oder der Chip nicht lesbar sind ... dann nützen manchmal auch weiträumige Suchen des TS nichts.

Wer verspricht eigentlich, dass man mit Chip/Tattoo sicher ist? Ich habe das so noch nie gehört, nur dass die Chancen höher sind...

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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Gissie »

Tiedsche hat geschrieben:
So 18. Jul 2021, 14:15
Der Einwand ist gut.
Da mache ich mir keine Sorgen. Die haben bis dato 2 Hundeopas gehabt. Der Yorki ist gerade erst eingeschläfert worden, der Cocker 2 Jahre vorher.
Die Hunde waren immer bestens tierärztlich versorgt. Problem war immer nur das ungeklärte Eigentumsverhältnis und die fehlende Ahnung was Katzen betrifft.

Habt ihr noch Ideen wie man an die Katze wieder rankommt. Die Finderin geht nicht mehr ans Telefon und stellt sich tot.

Ich sehe das jetzt erst. Mein erster Gedanke dazu war, dass manche Leute Hunde als "wertvoller" betrachten, als Katzen.
Katzen laufen oft nebenher mit. Wenn was passiert, was solls. Holt man sich eben eine Neue.

Ich lese noch zu Ende. Aber bisher bin ich von den Besitzern nicht so begeistert. Wenigstens Impfungen, Wurmkur und Kastra sollten zeitnah machbar sein. :hm:

Hinzugefügt nach 5 Minuten 34 Sekunden:
Nachbarn haben sich jetzt auch wieder einen Kater geholt.
Die ersten Katzen waren unkastriert, sind regelmäßig bei uns rein. Trotz Chipklappe. Haben bis zu 500 g täglich gefressen und uns die Bude voll gepinkelt.
Ich hab mir geschworen , wenn das mit dem Katerchen wieder passiert, geb ich ihn höchstpersönlich im Tierheim ab.
Denn reden hat nichts gebracht.
Die beiden Mädels sind übrigens spurlos verschwunden.
Die erste hatte gerade einen Wurf. Also hat sie vermutlich kein neues Zuhause gefunden.

Es kotzt mich einfach an. Die holen sich Katzen und ich fütter sie durch. Hab drum gebeten, dass sie mehr geben sollen. Antwort: "Die bekommt reichlich."
Offensichtlich nicht, sonst würde sie nicht ständig bei mir einbrechen. :sehrwütend:


Entschuldigung für den OT. Das musste mal raus.

Hinzugefügt nach 8 Minuten 12 Sekunden:
Für das Katerchen hoffe ich das Allerbeste. Egal bei wem. Hauptsache einen sicheren Ort, immer genug Futter und medizinische Versorgung. :daumen: :cat:
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Tiedsche »

:biggrin: das ist/war hier auch meine gemütslage seit 3 jahren. Zumindest was die besitzer angeht. Die sind vergleichbar. Da könnte man echt verrückt werden.
die pfleger sind ein anderes kaliber. Dass die so unfähig sind hätte ich im leben nicht gedacht.
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Gissie
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Gissie »

Es ist mir noch wichtig zu sagen, dass ich natürlich keine Katze einfach so verschleppe.
Es war mein erster Gedanke, als sie sich wieder eine Katze geholt haben.
Aber es wird Ärger geben. Mit nett komm ich bei denen nicht weiter.
Wenn sie es mit dem Futter wieder nicht gebacken bekommen, werde ich den offiziellen Weg gehen.
Mir egal, was die dann von mir halten.
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Tiedsche »

Es wurde von den Besitzern wohl eine Anzeige aufgegeben.
Ihre neue Katze haben sie gestern tot im Gebüsch an unserer Hauptstrasse gefunden. :traurigguck:
Und jetzt sind sie im Urlaub in Kroatien. Mal schaun wer mit einreist.
Ich habe gedacht jetzt ist hier Ruh und ich muß mich nicht mehr aufregen...Pustekuchen :heul: Eine Nachbarin daneben bekommt jetzt auch noch ein Katzenbaby, einzeln natürlich :tanz: Jetzt warte ich drauf, dass 3 Babys auf meiner Strasse spielen :heul: Daneben der hat auch ne Wohnungskatze allein und die schreit wohl den lieben langen Tag.
Ich gehe einfach nicht mehr raus. :gimme5:


Unsere Forumskatzen wissen gar nicht, wie gut sie es getroffen haben!
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EmilPhil
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von EmilPhil »

Tja, ich mach mir schon Gedanken, wenn ich es abends mal nicht schaffe mit meinen beiden zu spielen...
Das, was da passiert, macht es für mich so verständlich, wenn Tierschützer durchgreifen und Tiere unterschlagen. Nicht schön, nicht richtig, aber verständlich.

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Tiedsche
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Tiedsche »

Mehr als verständlich, aber nicht okay.

Was mir noch dazu eingefallen ist....sie kennt ja die Familien und die Geschichte des Katers gar nicht. Er ist ihr wahrscheinlich "zugelaufen" und da nicht kastriert, wars dann ihrer, weil angenommen er Streuner.
Das reicht einfach noch weniger aus, um ihn einfach zu behalten


Aber zumindest für EIN Katerchen hats wohl ein gutes Ende genommen :biggrin:
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neko
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von neko »

Wüha... wenn die sich wieder was aus Kroatien mitbringen wünsche ich ihnen von ganzem Herzen eine vollumfängliche Grenzkontrolle, wenn sie nach D zurückreisen.
Dann werden nicht entsprechend vorbereitete (Impfungen/Chip/Mindestalter) Katzen einbehalten und die Schmuggler dürfen noch gut was zahlen, selbst wenn sie ihr Tier nach entsprechender Quarantäne nicht mehr auslösen wollen.
:popc:
:prost:
Ich bin die Signatur, die noch nicht weiss, wie sie werden will.
Das nennt sich Enscheidungsfreude by neko.
Ganz pur.

Katamama
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Katamama »

Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste - schwierig. Ich fürchte, der geht gerade nach hinten los, wenn die ursprünglichen Verursacher der Misere sich gerade Nachschub besorgen. Bedarf nach tierischem Nachwuchs besteht immer. Lücken im Wissen um artgerechte Tierhaltung sind dabei riesig. Die Umsetzung dabei oft noch lückenhafter.

Da zuzuschauen manchmal kaum auszuhalten.

Und trotzdem "Tierschutz radikal", der die Menschen nicht einbezieht, hat für mich auch was sehr ungutes.

An beiden Enden fehlt es dann wohl an so etwas wie realitätsbezogener Empathie.

Das Gespräch suchen, ohne den anderen zu verprellen, wäre gut. Ich selbst bin schon dran gescheitert und habe durch emsiges Aufklären allein schon Nachbarn gegen mich aufgebracht. Da dachte ich, ich rede mit Engelszungen (es ging darum, vor dem Urlaub noch eine Katzenklappe einzubauen, statt mir als Nachbarin nur den Schlüssel in die Hand zu drücken für das Futternapf füllen und darauf zu bauen, dass der Kater wegen Hunger immer pünktlich auf der Matte steht und ansonsten halt draußen bleiben soll). Am Ende wurde ich angeherrscht, das sei nicht mein Kater und nicht mein Geld (Katzenklappe in Terrassentür kostete in diesem Streit plötzlich tausend Euro) und ich zog mich aus der nachbarschaftlichen Katzenbetreuung zurück.

Heute gucke ich zu, wie dieser hübsche Langhaarkater mal total verfilzt, mal löchrig geschoren (täglich bürsten ist da einfach nicht drin) draußen herumstromert, während ich meine hibbeligen Wohnungstiger nichtmal rauslasse(n kann) und täglich mit dem eigenen Gewissen kämpfe.

Auf meiner Etage wohnt dabei seit ein paar Monaten direkt neben an in aller Stille ein Wohnungskätzchen allein und auch noch ohne Balkon. Da habe ich mich von Anfang an strikt herausgehalten. Einmal habe ich das Kätzchen auf dem Arm seiner Besitzerin gesehen, eine goldige, sehr liebevolle Szene. Und doch war ich froh, dass meine Rabauken sich gegenseitig, 24h Service und den Balkon, sowie ihr Catwalk Paradies haben. Aber artgerecht? Meine zwei Halbwilden? Würde der Tierschutz eine solche Haltung absegnen? Würde ich sie selbst absegnen?

Je mehr ich weiß, umso mehr setze ich um, umso eher weiß ich aber auch, dass das Leben meiner beiden eher dem in einem kleinen Luxuszoo entspricht als echtem Katerleben.

Dass sie nicht einmal wissen, wo sie eigentlich wohnen, macht mich fertig. Auch deshalb die neue Prinzen Kutsche. Damit ich sie wenigstens einmal mit der direkten Umgebung vertraut machen kann: ich stelle mir vor, dass mal ums Haus kutschiert und wieder nachhause gekommen, der inneren Verortung sehr helfen kann. Und sei es nur, dass sie vielleicht froh sind, wieder zuhause zu sein.

Ich bin ehrlich: meine Katzenhaltung würde ich nicht weiter empfehlen. Manchmal würde ich, wie ich schon einmal irgendwo anders schrieb, bestenfalls noch Haltung in einer Art gesicherte Wildpark empfehlen.

Und wenn ich noch weiter denke, würde ich jedem einzelnen Lebewesen auf diesem Planeten ein artgerechtes Leben wünschen. Und stelle fest, dass mein eigenes Leben dem nicht im geringsten entspricht. Aber damit kann ich leben. Nur muss ich mich jetzt um zwei Meckerfritzen kümmern. :glubsch: :glubsch:

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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Hesto »

Gissie hat geschrieben:
Mi 21. Jul 2021, 16:17
Wenn sie es mit dem Futter wieder nicht gebacken bekommen, werde ich den offiziellen Weg gehen.
Mir egal, was die dann von mir halten.
Das mit dem Futter ist so eine Sache.... bei mir nebenan wohnt Ellie ein süße, liebe ältere mehr als wohlgenährte Katzendame von der ganzen Familie geliebt und umsorgt und trotzdem frisst sie bei mir in rasendem Tempo eine Schüssel Futter leer wenn es gäbe auch 2 . Zum einen damit meine 4 sie nicht vorher verjagen zum anderen weil sie nicht weiß wann ich ihr das nächste hinstelle. :cat-D: und die ist wirklich gut versorgt.

Und dann gibt es noch John Wayne unkastriert, ramponiert und trotzdem mit einem Besitzer. Da denke ich auch oft armer Kater, der futtert sich auch zeitweise bei mir mit durch. Aber vielleicht hat auch der ein gutes Zuhause (er kommt auch schon mal frisch gekämmt) und sieht nur so aus weil unkastriert (ok das wäre anders mehr als wünschenwert).
Liebe Grüße von Heike und...
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Re: Tierschutz ohne Rücksicht auf Verluste?

Beitrag von Gissie »

Hesto hat geschrieben:
So 25. Jul 2021, 11:13
Das mit dem Futter ist so eine Sache.... bei mir nebenan wohnt Ellie ein süße, liebe ältere mehr als wohlgenährte Katzendame von der ganzen Familie geliebt und umsorgt und trotzdem frisst sie bei mir in rasendem Tempo eine Schüssel Futter leer wenn es gäbe auch 2 . Zum einen damit meine 4 sie nicht vorher verjagen zum anderen weil sie nicht weiß wann ich ihr das nächste hinstelle. :cat-D: und die ist wirklich gut versorgt.
In dem Fall war es zu wenig. Sie war zweimal trächtig, dann hatte sie die Jungen. War klapperdürr.
Sie hat mehrmals ihre Jungen zu uns rüber geschleppt.
Vielleicht hätte sie auch mal entwurmt werden müssen.
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Liebe Grüße von Biene und Chrissy!
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