Wenn die Miez vermisst wird

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robbielailamoritz
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Wenn die Miez vermisst wird

Beitrag von robbielailamoritz » So 30. Okt 2011, 23:50

Suchen, suchen nochmals suchen

- am besten in den ruhigen Stunden zwischen 2 und 5 Uhr
- man sollte ein Stück gehen, leise rufen, ein der Miez bekanntes Geräusch (Futter rascheln, Spielzeug), stehen bleiben und lauschen ob sie sich zu erkennen gibt.

Bitte nicht gleich aufgeben, wenn die Miez nicht bei der ersten Suchaktion hört. Dies kann verschiedene Gründe haben, sie könnte verletzt sein oder durch ein Erlebnis verstört. Es ist sinnvoll, die Suche ständig fortzusetzen.
Falls die Suche in der Nähe vom zu Hause erfolglos bleibt, sollte man diese auf die Nachbarorte erweitern.
Bei allen Aktivitäten während der Suche sollte man nicht vergessen, immer schön kätzisch zu denken.

- Handzettel mit genauer Beschreibung und Foto der Katze verteilen,
Plakate aufhängen

- die Nachbarn bitten in Keller, Garagen, Nebengeläßen schauen zu dürfen ob sie versehentlich eingesperrt wurde (oftmals hockt Miez dort in einer Ecke, gibt sich aber nicht zu erkennen)

- im Tierheim schauen, ob die Katze dort abgegeben wurde
- bei der Stadt/ Gemeinde nachfragen
- sämtliche Tierärzte abfragen und Suchmeldungen hinterlegen/aufhängen

- Online im http://www.tierschutzverzeichnis.de/
http://www.katzensuchdienst.de/
eintragen.
Dort findet man auch viele Hinweise für die Suche.
Auch die Erfahrungsberichte beim Tierschutzverzeichnis http://www.tierschutzverzeichnis.de/su/ ... e_neu.html bringen neue Gedanken, was man bei der Suche evtl. nicht bedacht hat und wo man noch schauen könnte.

- Vermisstmeldung bei Tasso aufgeben

- Zeitungsanzeigen schalten

Und nicht von anderen Leuten beirren lassen, egal was sie reden, die meißten werden die Katze sowieso tot sagen.
Doch eine Katze muss nicht gleich tot sein, weil man nicht fündig wird.

Ich wünsche jeden Suchenden ganz viel Erfolg und ein baldiges Wiedersehen mit seinem Schatz!

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robbielailamoritz
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Re: Wenn die Miez vermisst wird

Beitrag von robbielailamoritz » Mi 9. Nov 2011, 22:47

Wenn man die Miez vermisst, wird man von unzähligen Fragen geplagt.

Hier ist noch ein meines Erachtens interessanter Beitrag von Gerd Ludwig (aus 2007):

''Das Heimfinden

Für Katzen ist es kein Problem, aus einer Entfernung von 3 - 5 km wieder nach Hause zu finden. Bei entsprechenden Tests schlugen die meisten Tiere vom Aussetzpunkt aus den direkten Weg Richtung Heimat ein, selbst wenn sie zuvor von dort auf Umwegen verfrachtet worden waren. Dabei erwiesen sich Katzen mit Freilauferfahrung den reinen Stubentigern überlegen.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Katze bei solchen Zielwanderungen auf optische Wegmarken und Hörbilder zurück greifen kann, die in ihren Kopf in Form eines audio-visuellen Gedächtnisses gespeichert sind. Dazu können zum Beispiel der Lärm einer Hauptverkehrsstrasse, das Glockengeläut des Kirchturms oder die kreischende Säge im Sägewerk gehören. Bei der Orientierung spielen die Stärke und Richtung der Geräusche , aber auch die Lagekorrelation einzelner akustischer Signale zueinander eine Rolle. Bei den Versuchen zum Heimfinden wurde aber auch deutlich, dass viele Katzen bei Distanzen von mehr als fünf Kilometer in die Irre laufen und nicht zu Hause ankommen. Insofern sind Berichte mit Vorsicht zu genießen, nach denen Katzen Hunderte von Kilometern zurücklegten, nicht selten Wochen oder Monate unterwegs waren, um schließlich mehr oder weniger wohlbehalten nach Hause zu kommen. Vertraute Hörbilder und Wegmarken spielen bei diesen Wanderungen sicher keine Rolle. Es gibt verschiedene Erklärungssätze für die Phänomene: Katzen sollen für Strahlungen und Kraftfelder besonders empfänglich sein, zum Beispiel für das Magnetfeld der Erde oder die elektrischen Ladungsunterschiede in der Atmosphäre. Vielleicht sind Katzen aber auch in der Lage, den Stand der Sonne mit ihrer inneren Uhr abzugleichen, ähnlich wie es die Brieftauben machen.''

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Re: Wenn die Miez vermisst wird

Beitrag von Lunass » Di 16. Okt 2018, 07:43

So findet eure Katze mithilfe der Heimwärtsschleppe nach Hause!
By Jillian Wolter
Ihr benötigt:
• Die Hauptbezugsperson/en der Katze
• einen Fahrer
• Eine Decke / ein Handtuch oder Kleidungsstück, das nach der Bezugsperson bzw. den Bezugspersonen riecht - WICHTIG: Es dürfen kein Stressschweiß, Tränen, oder Ähnliches daran haften!!
• Einen Ausdruck eures Wohngebietes oder eine Karte auf der ihr zeichnen könnt
• Futterschüssel oder Leckerliedose zum Klappern
Uns so geht's: 1.
Zuerst legt ihr auf eurer Karte Fährten fest. In der Mitte sollte euer zu Hause liegen – aus 1-2 km Entfernung zeichnet ihr nun Strecken ein, die möglichst gradlinig nach Hause führen – eure Fährten. Je mehr Fährten desto sicherer findet die Katze den Weg. Man kann es sich wie einen Trichter vorstellen: Außen noch weiter auseinander liegend führen sie unweigerlich in die Mitte – nach Hause – und kreuzen sich dort auch gern'.
Man sollte versuchen auch Außen möglichst viele Querstraßen abzudecken, da die Katze sich oft in den Gärten aufhält und sich auch durch diese fortbewegt.
2.
Euer Kleidungsstück packt ihr nun in eine Tüte, die ihr zuknotet. Es ist wichtig, dass es erst am Ausgangspunkt ausgepackt wird. Bevor ihr nicht an diesem Punkt angekommen seid (ihr solltet gefahren werden, die Strecken werden euch ohnehin schon auslaugen...) solltet ihr auf garkeinen Fall rufen oder mit der Futterschüssel klappern!!!
Die Katze muss zielsicher in eine Richtung – nach Hause – gelotst werden!
Also vom Ausgangspunkt bis nach Hause (in die Wohnung – nicht nur bis zur Tür!) das Kleidungsstück über den Boden ziehen und auch an Bäumen oder Holzzäunen entlangschleifen. Währenddessen laut nach der Katze rufen und mit der Futterschüssel klappern. Alles was die Katze meiden würde meidet ihr ebenfalls.. so z.B. Große / laute Straßen, Läden, etc... Je Lauter ihr ruft, desto warscheinlicher ist es, dass die Katze euch hört. Daher solltet ihr auch erst mit der Dämmerung anfangen zu suchen, vorher ist der Straßenverkehr zu laut und die Katze wird euch nicht hören können!!
Sobald ihr zu Hause angekommen seid packt ihr euer Kleidungsstück wieder in eure Tüte und lasst euch zum nächsten Punkt fahren und so weiter...
Achtuntg ! ! !
Sollte es mehrere Bezugspersonen geben können diese auch mitmachen. Sollte die Katze jedoch z.B. den Familienvater ignorieren oder sogar meiden, sollte dieser sich höchstens als Fahrer beteiligen. Die Fährten legen können nur die Lieblingsbezugspersonen der Katze! Freunde können Flyer verteilen und aufhängen oder sobald sie die Katze sichten anrufen und sich ruhig verhalten. Auf garkeinen Fall sollten fremde Personen versuchen die Katze einzufangen. Die Bezugsperson sollte sich ebenfalls ruhig verhalten, sobald sie die Katze gesichtet hat: Leise mit der Katze sprechen und sich hinhocken, warten bis sie von selbst kommt – ansonsten die Fährte beenden. Die Katze wird warscheinlich parallel laufen oder später folgen.
Sollte die Katze irgendwann während der Nacht eintreffen und die Haustür verschlossen vorfinden wird sie warscheinlich wieder gehen. Also am besten die Tür geöffnet lassen oder wenigstens jede Stunde aufstehen und kontrollieren, ob sie davor sitzt.
Die Fährte hält sich ca. 3-4 Tage, da sich die Hautschüppchen leider irgendwann zersetzen. Der Vorgang kann natürlich beliebig oft wiederholt werden.
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