Elvis hat Chlamydien

Fächerpalme

Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Fächerpalme » Fr 10. Aug 2018, 11:35

Hallo, :wink:
Seit Elvis hier ist, hatte er Probleme mit den Augen und eine Zahnfleischentzündung.
Beides war erst garnicht so schlimm und unsere Tierärztin hatte ein homöopathisches Mittel (Oculoheel) für die Augen, die ja durch sein Profil sowieso immer feucht sind und "matschen" gegeben. Sie hatte gesagt, dass viele Katzen zu entzündlichen Zahnfleischrändern neigen und dass solange die Entzündung nicht riecht und/ oder Elvis keine Schmerzen hätte, eine Abwehrsteigerung durch homöopathische Mittel wie auch, Co Enzyme compositum, auf Dauer mehr bringen würden. Seine Augen würden immer nässen, aber das wusste ich ja.
Anfang der Woche, dann ein bischen Blut, was ihm aus dem Maul getropft war und ein Blick von mir ins Maul.. daraufhin, ein erneuter Tierarztbesuch, denn Elvis hat nicht nur Zahnfleischentzündung, nein, er hat auch die gesamte Oberlippe mit kleinen ulkusähnlichen Herden überseht. Der Abstrich, den unsere Tierärztin nun aus dem Augensekret entnommen hat, hat einen Chlamydienbefall ergeben. Der Abstrich aus dem Rachen steht noch aus, aber unsere Tierärztin geht davon aus, dass der Katzenschnupfen, den Elvis als junger Kater mal hatte, durch den Stress erneut ausgebrochen ist und somit chronisch geworden war. Da er zu Anfang hier schon ziemlich Stress und argen Durchfall hatte und auch dagegen ein Anbtibiotikum für 5 Tage eingenommen hat, finde ich es natürlich echt blöd, dass er nun erneut, eins bekommen hat, aber so unsere Tierärztin, nicht jedes Antibiotikum hilft ausreichend gegen Chlamydien und die müssten weg, die könnten gefährlich werden..
Nun bekommt unser Elvis also erstmal für eine Woche Enroflox per Tablette und ein Mittel für die Immunabwehr, Echinacin Compositum, für länger 3x die Woche, gespritzt.

Wenn die Ergebnisse von Blut und Abstrich vollständig sind, müssen wir sehen, um was genau es sich handelt, denn heute, war er ziemlich verschleimt, gurgelte bei Miauen regelrecht, aber aus der Nase kommt nix. Unsere Tierärztin meinte, es würde noch was kommen..und es soll auch raus. Was auch immer, Elvis ist krank. Gott sei Dank, futtert er jetzt, das hat er als er so Bauchweh hatte, ja auch wenig getan.. Ich denke, ich geb ihm für den Darm lieber gleich noch Milchsäurebakterien für Tiere ein, damit nicht nochmal Durchfall dazukommt.
Vielleicht war das, so meinte unsere T.Ärztin, auch der Anfang von dem Schnupfenschub..

Oh menno, irgendwas ist wohl immer.. :traurigguck:

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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Claudia » Fr 10. Aug 2018, 15:37

Ich kenne mich mit Katzenschnupfen (zum Glück) nicht aus.
Kennst du die FAQ von FrauFreitag zum Thema?
Freundliche Grüße von Claudia

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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Barbarossa » Fr 10. Aug 2018, 17:33

Ich habe sie vorhin wegen Elvis angeschrieben. Hoffentlich meldet sie sich - trotz Umzugsstress. Aber die FAQ durchzuackern, wäre trotzdem gut.

Gute Besserung dem Kleinen.
Viele Grüße
von meinen Sternchen Matzi 01.05.98-05.05.14 und Moritz 01.05.98-25.11.16, von Tinka und Kai
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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Fächerpalme » Fr 10. Aug 2018, 17:45

Hallo un danke! :blume:
nein, die kenne ich nicht, werde sie aber gleich lesen!

Hinzugefügt nach 10 Minuten 10 Sekunden:
Oh, so`n Mist! Habe gerade gelesen, das Enrofloxacin nichtmehr zeitgemäss sein soll und kann heute die Tierärztin nichtmehr erreichen um nachzuhaken! :eek:

Elvis hat das Zeugs ja wegen der Chlamydien bekommen, darauf ist es wirksam, unsere Tierärztin hat ein Antibiogramm erstellen kassen. Es geht nur um diese Dinger, der Schnupfen scheint chronisch zu sein, wird jedenfalls vermutet und anders behandelt. Dagegen bekommt er wenn die Viecher weg sind sowieso naturkundliche Mittel, wie Coenzyme complex und Echinacin Complex, im Wechsel, sowie Lysinpaste und was unsere Tierärztin dann noch empfielt. Ich les mich aber noch weiter durch und werde unsere Tierärztin noch versuchen übers Handy zu erreichen..

Hinzugefügt nach 17 Minuten 1 Sekunde:
Boah, jetzt hab ich echt Angst bekommen wegen dem Enrofloxacin!
Ich kann die Ärztin nicht erreichen und muss Elvis aber heute noch die halbe Pille geben! :eek: Weglassen kann ich die nicht. So ein absoluter Mist! :motz:
es bleibt mir nichts übrig, als ihm die halbe Pille heute noch zu geben und morgen erneut zu versuchen die Tierärztin zu erreichen. :nix:

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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Elvira B » Fr 10. Aug 2018, 18:33

Gegen Chlamydien hilft leider nur ein AB, nämlich Doxycyclin und das ist der Hammer, alle anderen AB's helfen leider nicht.

Ich hatte mal bei den Meerschweinchen ne Chlamydieninfektion, der kleiner Kerl hatte auch ständig tränende Augen, es gab AB dann ging es weg und nach absetzen des AB's wars innerhalb kürzester Zeit wieder da.

Nach einen Augenabstrich wurden dann auch Chlamydien diagnostiziert und es bekam Doxycyclin was auch gut geholfen hat. Wenn er es bekommt, solltest du was für die Leber geben lassen, denn es greift diese extrem an, mein Kerlchen hatte davon eine Gelbsucht bekommen.

Alles Gute für den kleinen Elvis :daumenhoch:
Liebe Grüsse von Elvi und Elli

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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Barbarossa » Fr 10. Aug 2018, 19:04

Ich möchte mal etwas Dampf rausnehmen. Doxy wurde hier bei Tier und Mensch immer völlig nebenwirkungsfrei vertragen. Es ist ein AB wie jedes andere. Da gibt es ganz andere Kaliber.

Hinzugefügt nach 6 Minuten 37 Sekunden:
Fächerpalme hat geschrieben:
Fr 10. Aug 2018, 18:12
Boah, jetzt hab ich echt Angst bekommen wegen dem Enrofloxacin!
Ich kann die Ärztin nicht erreichen und muss Elvis aber heute noch die halbe Pille geben! :eek: Weglassen kann ich die nicht. So ein absoluter Mist! :motz:
es bleibt mir nichts übrig, als ihm die halbe Pille heute noch zu geben und morgen erneut zu versuchen die Tierärztin zu erreichen. :nix:
Gib sie ihm heute besser noch mal. Mit meiner Tinka hatte ich das gleiche Problem. Ich habe dann in der Apotheke angerufen und Veraflox bestellt. Meine TÄ hat das Rezept dafür an die Apotheke geliefert. Am nächsten Tag gab es dann dieses moderne, deutlich verträglichere AB aus der gleichen Wirkstoffgruppe. Wobei ich nicht sicher bin, ob die ABs dieser Wirkstoffgruppe überhaupt so richtig was bei den Erregern des Katzenschnupfkomplexes bewirken.
Viele Grüße
von meinen Sternchen Matzi 01.05.98-05.05.14 und Moritz 01.05.98-25.11.16, von Tinka und Kai
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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von tiger_bande » Fr 10. Aug 2018, 19:19

Meines Wissens gilt Azithromycin bei Chlamydien als das Mittel der Wahl. Doxy kann man auch nehmen, persönlich erziele ich mit Azithromycin bei bakteriellen Katzenschnupfeninfektionen die besseren Ergebnisse und es hat nicht die Übelkeitsproblematik wie Doxy.

Egal welches AB es ist, 7 Tage sind in aller Regel zu kurz, erst recht bei einem manifestierten Katzenschnupfen.

Dass Katzenschnupfen wirklich chronisch ist, ist selten - vermutlich ist bei deinem Kater ja auch noch nie eine ausreichend lange Antibiose mit dem richtigen Medikament erfolgt, das würde ich erstmal abwarten, bevor man das Wort Chronisch in den Mund nimmt.

Auf Homöopathie würde ich mich bei einem ausgewachsenen Katzenschnupfen allerdings nicht verlassen, aber wenn man es unterstützend nebenbei gibt, schadet es sicher auch nicht.

Übrigens - ich bin zwar kein Fan von Enrofloxacin, aber eine Katastrophe ist es nun auch nicht. Hast du denn den Eindruck dass es wirkt?

Wenn du morgen beim Tierarzt anrufst, sammle vorher deine Argumente. Es kann sein, dass du auf Widerstand stößt. Antibiose bei Katzenschnupfen ist aus irgendeinem Grund ein Thema, bei dem Deutschland echt hinterher hinkt. Wenn ich das mit Griechenland vergleiche, da wird automatisch mit Doxy bzw. die Kitten mit Zithromax behandelt.
Die Cats at Andros im Forum und bei Facebook.

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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von FrauFreitag » Fr 10. Aug 2018, 20:40

Ich habe mir erlaubt, den Thread mal zu splitten bzw. durchzunummerieren.
Fächerpalme hat geschrieben:
Fr 10. Aug 2018, 11:35
1.) Seit Elvis hier ist, hatte er Probleme mit den Augen und eine Zahnfleischentzündung.
2.) Beides war erst garnicht so schlimm und unsere Tierärztin hatte ein homöopathisches Mittel (Oculoheel) für die Augen, die ja durch sein Profil sowieso immer feucht sind und "matschen" gegeben. Sie hatte gesagt, dass viele Katzen zu entzündlichen Zahnfleischrändern neigen und dass solange die Entzündung nicht riecht und/ oder Elvis keine Schmerzen hätte, eine Abwehrsteigerung durch homöopathische Mittel wie auch, Co Enzyme compositum, auf Dauer mehr bringen würden. Seine Augen würden immer nässen, aber das wusste ich ja.
3.) Anfang der Woche, dann ein bischen Blut, was ihm aus dem Maul getropft war und ein Blick von mir ins Maul.. daraufhin, ein erneuter Tierarztbesuch, denn Elvis hat nicht nur Zahnfleischentzündung, nein, er hat auch die gesamte Oberlippe mit kleinen ulkusähnlichen Herden überseht. 4.) Der Abstrich, den unsere Tierärztin nun aus dem Augensekret entnommen hat, hat einen Chlamydienbefall ergeben. Der Abstrich aus dem Rachen steht noch aus, aber unsere Tierärztin geht davon aus, dass der Katzenschnupfen, den Elvis als junger Kater mal hatte, durch den Stress erneut ausgebrochen ist und somit chronisch geworden war. Da er zu Anfang hier schon ziemlich Stress und argen Durchfall hatte und auch dagegen ein Anbtibiotikum für 5 Tage eingenommen hat, finde ich es natürlich echt blöd, dass er nun erneut, eins bekommen hat, aber so unsere Tierärztin, nicht jedes Antibiotikum hilft ausreichend gegen Chlamydien und die müssten weg, die könnten gefährlich werden..
5.) Nun bekommt unser Elvis also erstmal für eine Woche Enroflox per Tablette und ein Mittel für die Immunabwehr, Echinacin Compositum, für länger 3x die Woche, gespritzt.
6.) Wenn die Ergebnisse von Blut und Abstrich vollständig sind, müssen wir sehen, um was genau es sich handelt, denn heute, war er ziemlich verschleimt, gurgelte bei Miauen regelrecht, aber aus der Nase kommt nix. Unsere Tierärztin meinte, es würde noch was kommen..und es soll auch raus. Was auch immer, Elvis ist krank. Gott sei Dank, futtert er jetzt, das hat er als er so Bauchweh hatte, ja auch wenig getan.. Ich denke, ich geb ihm für den Darm lieber gleich noch Milchsäurebakterien für Tiere ein, damit nicht nochmal Durchfall dazukommt.
Vielleicht war das, so meinte unsere T.Ärztin, auch der Anfang von dem Schnupfenschub..
1.) "Probleme mit den Augen" = Bindehautentzündungen? Wie lange bestehen beide Probleme schon?

2.) "Gar nicht so schlimm" und Homöopathika: Ich persönlich glaube nicht an Homöopathika. Das spielt aber hier nicht wirklich eine Rolle, denn beide genannten Symptome können auf Krankheiten hinweisen, wo eine adäquate und handfeste Diagnose als auch dementsprechende Medikation notwendig sind. Abwarten ist hier in den allermeisten Fällen absolut kontraproduktiv und verschlimmert die Situation nur.

Bei Zahnfleischentzündungen sollte dringend ein kompetenter Zahntierarzt konsultiert werden, der bitte über Dentalröntgen verfügt, Inhalationsnarkosen macht und Monitoring. Warum? Dr. Rückert erklärt das in seinem Blog etwas polemisch, aber sachlich absolut einwandfrei:
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/de ... 3&ID=19837
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/de ... 3&ID=20336
FORL kann man nicht durch bloßes "Draufgucken" diagnostizieren oder ausschließen, normales Röntgen reicht auch nicht aus.
Darüber hinaus ist FORL ein guter Kumpel von Calici - will sagen: Caliciviren treten sehr gerne in Kombination mit FORL auf. Warum hat man noch nicht eruieren können, nachgewiesen ist es aber bereits.

3.) Jetzt habt Ihr lauter Entzündungsherde an der Lippe. Das deutet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf einen viralen Befall hin, Herpes oder Calici. Bilder kannst Du auch googeln, Achtung, die meisten sind böse, weil schlimme Fälle.

4.) Bei tränenden Augen denke ich an eine Bindehautentzündung. Das wird es wohl auch gewesen sein bzw. ist es.
Ich verstehe das wirklich nicht, es ist immer dasselbe ... Bindehautentzündungen und Hornhautentzündungen gehören zu 99% in den Katzenschnupfenkomplex. Warum? Weil die Primärerreger, ergo diejenigen Erreger, die diese auslösen, eben Bestandteil desselben sind bzw. diesem zuzurechnen. Was machen Ärzte in der Praxis meist?
a) Es wird bei Bindehautentzündungen, die KEINE Hornhautverletzungen vorweisen, KEIN Wirkstoff (AB und/oder virostatikum) gegeben, sondern nur "Schmiermittel" oder gar nichts, so wie bei Euch.
b) Es wird bei Bindehautentzündungen, die KEINE Hornhautverletzungen vorweisen, NUR ein lokales AB gegeben.
c) Es wird bei Hornhautverletzungen, unabhängig davon, ob eine Bindehautentzündung ersichtlich ist oder nicht, NICHT an Herpes gedacht als möglichen Primärerreger, und es wird dann NUR ein lokales Antibiotikum gegeben oder wieder die "Schmiermittel", siehe oben.

Bindehautentzündungen werden bei Katzen meistens von Herpesviren, Mykoplasmen UND/ODER (!) Chlamydien ausgelöst. Unterscheiden kann man das auf den ersten Blick und mit bloßem Auge NICHT. Klar, wenn der Ausfluss ne Farbe hat, dann sind Bakterien da oder vielmehr beteiligt. Heißt aber nicht, dass deshalb keine Herpesviren vorhanden sind.
Deshalb geben Ophthalmologen, wenn man keine Erregerbestimmung macht, in der Regel BEIDES - ein lokales AB und ein lokales Virostatikum. Vielleicht sind es beide Erreger - dann top. Vielleicht sind es Herpesviren - dann sollte man eh zusätzlich antibiotisch abdecken, um eine Sekundärinfektion zu vermeiden. Und im Falle von nur Bakterien gibt man das Virostatikum eben umsonst. Das ist der pragmatische Weg. Herpesviren am Auge lassen sich leider NICHT durch bloßes Draufschauen ausschließen, wie viele Tierärzte gerne mal meinen - wenn man Herpes am Auge sieht, dann hat er sich schon von einer Konjunktivitis zu einer Keratitis fortentwickelt.
Was aber dennoch von vielen "normalen" Tierärzten gegeben wird und NUR in ganz speziellen Fällen korrekt ist (z.B. bei einer eosinophilen Keratitis), die aber bitte alle vom Facharzt diagnostiziert werden sollten, sind Salben, die auf AB-Cortison-Gemischen basieren. Das ist, sieht man mal von jenen speziellen Sonderfällen ab, IMMER FALSCH und absolut kontraindiziert, siehe auch:
http://www.svk-asmpa.ch/katze/augen/augen3.htm
"Fazit: Viren und Bakterien sind die Hauptursache für Bindehautentzündungen bei der Katze. Der Einsatz von kortisonhaltigen Augenpräparaten ist daher bei den meisten Bindehautentzündungen falsch. Der Krankheitsverlauf kann dadurch sogar verschlimmert werden."
Cortison erkennt man in Augensalben an der Silbe "Dexa" (Dexamethason) oder auch "Corti", ansonsten gerne mal "Predni(solon)".

Bei Euch von "chronisch" zu sprechen ist doch Blödsinn. "Chronisch" heißt eigentlich - seit über drei Monaten bestehend. Was meiner Erfahrung nach Tierärzte damit meinen - da kann man nichts oder nicht viel machen. Das stimmt so nicht. Der Katzenschnupfenkomplex ist ein "Verbund" von Viren und Bakterien, die jeweils alleine oder in Kombination bakterielle, virale oder gemischte Infektionen auslösen, die diverse Krankheitsbilder haben können. Betroffen sein können: Atemwege, Augen, ferner bei verschleppten Infektionen auch mal die Ohren.
ABER: Bakterieninfektionen kann man im Regelfall, eine ansonsten halbwegs gesunde Katze vorausgesetzt, eliminieren. Die werden nicht "chronisch". Und die Viren des Katzenschnupfenkomplexes betreffend: Die Impfung schützt ohnehin nur vor diesen, aber - sie verhindert weder Ansteckung noch Ausbruch. Sie mildert lediglich Symptome. Einmal erkrankt und abgeheilt, kann die Katze weiter Virusträger bleiben (zwischen 2/3 und 3/4 bleiben es, je nach Virus - genaue Zahl kann man googeln, habe sie gerade nicht parat), muss aber nicht. Sie kann Virusausscheider sein für eine Zeit - muss aber nicht. Sie kann wieder erkranken, muss aber nicht. Und nachweisen (!) kann man NICHT, ob eine Katze Virusträger ist. Man kann sowohl Herpes als auch Calici NUR bei einem akuten Krankheitsschub nachweisen. Eine Katze, die einmal an Calici oder Herpes erkrankte, als "chronisch krank" zu bezeichnen, ist ungefähr so, wie wenn man einen Menschen, der einmal Lippenherpes hatte, als Chroniker einstuft. Beide Viren sind (bedingt) behandelbar!

5.) Enrofloxacin ist NICHT die Antibiose erster Wahl bei blinder Antibiose im Falle des Katzenschnupfenkomplex. Darüber hinaus: wieso gerade Enrofloxacin? Es gibt ZWEI direkte (!) Nachfolgewirkstoffe, einmal Marbofloxacin und danach Pradofloxacin, die jeweils im Vergleich zum Vorgänger ein breiteres Wirkspektrum und eine bessere Resistenzlage haben. UND: Bei beiden besteht NICHT die Gefahr einer seltenen Nebenwirkung, die bei Enrofloxacin besteht - die einer Retinadegeneration, sprich: Netzhautabslösung (Katze = blind). Ich habe vor Jahren (!) an der Uniklinik München gefragt, ob man Enrofloxacin dort überhaupt noch bei Katzen einsetzt - Antwort: Nein.

6.) "Wenn Blut- und Abstrichergebnisse da sind" ... mit dem Blutbild könnt Ihr gar nichts anfangen zwecks Therapie. Das zeigt vielleicht bzw. wahrscheinlich an, dass eine Entzündung vorhanden ist - mehr nicht. Das weiß man eh schon.

Ich blicke das jetzt ehrlich gesagt auch nicht: der Abstrich an den Augen hat schon Chlamydien ergeben, ja?
Und wie werden die Augen jetzt behandelt, ausschließlich nur mit einem systemischen Antibiotikum?
Dieses soll vermutlich auch auf die Atemwege abzielen, ergo zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das ist auch nicht blöde, aber - wieso gibt es hier keine zusätlichen Augensalben/-tropfen?
Das hätte man im übrigen auch sofort geben können, weil - siehe oben. Es gibt nur drei Erreger von Bindehautentzündungen, behandeln tut man eigentlich immer gleich, damit sind 98% aller Bindehautentzündungen innerhalb von kurzer Zeit Geschichte.

Und was gibt es hinsichtlich der Atemwege? Es ist jetzt nicht (nur) die Nase, sondern die Katze "brodelt", sprich - die unteren Atemwege sind betroffen? Hier wäre Deine Katze auf dem besten Weg zu einer Lungenentzündung, die potentiell lebensbedrohlich werden kann.
Was Enro angeht ist das weder für Chlamydien die erste Wahl (Augen) noch im Falle eines anderen Primärerregers (Atemwege).

Bitte schreib doch mal auf, wann die Katze kam, was wann gegeben wurde in welcher Dosierung, mir fehlt hier der chronologische Verlauf.
Und mir fehlen auch Angaben zu der genauen Symptomatik (Augen und Atemwege) - Ausfluss Augen, Farbe, zugeschwollen, etc.? Rotz, Husten?

Alles in allem hat sich Deine Tierärztin, mit Verlaub, nicht mit Ruhm bekleckert bisher, sorry ...

Hinzugefügt nach 10 Minuten 8 Sekunden:
Elvira B hat geschrieben:
Fr 10. Aug 2018, 18:33
Gegen Chlamydien hilft leider nur ein AB, nämlich Doxycyclin und das ist der Hammer, alle anderen AB's helfen leider nicht.
Das stimmt so leider nicht.
Gegen Chlamydien helfen eine ganze Reihe an Antibiotika: Amoxicillin mit Clavulansäure beispielsweise (warum, konnte mir noch keiner erklären, andere Beta-Laktame helfen nämlich nicht dagegen), Doxycyclin, diverse Fluorchinolone, um nur einige zu nennen.

Und Doxycyclin ist auch nicht "böse".
Es darf nicht bei Katzen unter sechs Monaten gegeben werden, weil es da zu Knochen/Knorpelschäden kommen kann - das ist aber bei vielen Antibiotika der Fall. Dann ist es reizend, es kommt häufiger zu gastrointestinalen Nebenwirkungen (Magen-Darm), die sind ja aber nicht unumkehrbar, sondern "nur nervig". Fieser, aber meist vermeidbar durch die Art der Gabe ist die Möglichkeit der Ösophagitis - Speiseröhrenentzündung. Darf halt nicht stecken bleiben, nachspülen, nach"stopfen" mit Leckerli etc. sollte das vermeiden. Hier sollte man ein Doxy-Monohydrat geben, das wohl bezüglich der Ösophagitis als Nebenwirkung ein geringeres Risiko birgt, siehe hier, Seite 14:
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/11442/1 ... phanie.pdf

Fluorchinolone (Enrofloxacin, Marbofloxacin, Pradofloxacin), die zum Teil wie Bonbons verabreicht werden, haben da ganz andere mögliche Nebenwirkungen in petto, die auch nicht eben mal so wieder wegzubekommen sind

Einfach mal vergleichen:
Mögliche Nebenwirkungen Doxy:
http://www.vetpharm.uzh.ch/WIR/00000056/4250__F.htm
Mögliche Nebenwirkungen Enrofloxacin:
http://www.vetpharm.uzh.ch/wir/00009310/6606__f.htm
Mögliche Nebenwirkungen Marbofloxacin:
http://www.vetpharm.uzh.ch/WIR/00019553/2128__F.htm

Von Convenia, das ebenfalls gerne gegeben wird und oft, auch bei Indikationen, wo es nicht wirkt oder selten, möchte ich gar nicht sprechen - das kann bei Unverträglichkeit zu einem elenden Verenden der Tiere führen. Steht so auch im Beipackzettel, zumindest im englischen/amerikanischen. Ärzte kommunizieren das aber meiner Erfahrung nach nicht und verneinen diese Gefahr auch.

Hinzugefügt nach 7 Minuten 50 Sekunden:
tiger_bande hat geschrieben:
Fr 10. Aug 2018, 19:19
Meines Wissens gilt Azithromycin bei Chlamydien als das Mittel der Wahl. Doxy kann man auch nehmen, persönlich erziele ich mit Azithromycin bei bakteriellen Katzenschnupfeninfektionen die besseren Ergebnisse und es hat nicht die Übelkeitsproblematik wie Doxy.

Egal welches AB es ist, 7 Tage sind in aller Regel zu kurz, erst recht bei einem manifestierten Katzenschnupfen.

Dass Katzenschnupfen wirklich chronisch ist, ist selten - vermutlich ist bei deinem Kater ja auch noch nie eine ausreichend lange Antibiose mit dem richtigen Medikament erfolgt, das würde ich erstmal abwarten, bevor man das Wort Chronisch in den Mund nimmt.

Auf Homöopathie würde ich mich bei einem ausgewachsenen Katzenschnupfen allerdings nicht verlassen, aber wenn man es unterstützend nebenbei gibt, schadet es sicher auch nicht.

Übrigens - ich bin zwar kein Fan von Enrofloxacin, aber eine Katastrophe ist es nun auch nicht. Hast du denn den Eindruck dass es wirkt?

Wenn du morgen beim Tierarzt anrufst, sammle vorher deine Argumente. Es kann sein, dass du auf Widerstand stößt. Antibiose bei Katzenschnupfen ist aus irgendeinem Grund ein Thema, bei dem Deutschland echt hinterher hinkt. Wenn ich das mit Griechenland vergleiche, da wird automatisch mit Doxy bzw. die Kitten mit Zithromax behandelt.
Ich kann fast alles unterstreichen.
Völliges Unverständnis auch meinerseits, was die Behandlung angeht, Doxycyclin oder Azithromycin, ferner vielleicht noch Pradofloxacin sollte eigentlich Standard sein.

In der Literatur findet sich bei Hartmann ("Infektionskrankheiten der Katze", Standardwerk - sie ist die Leiterin der Uniklinik der LMU München) Doxycyclin als 1. Wahl sowohl bei Mykoplasmen, Chlamydien, Bordetellen. Pasteurellen sind ja irgendwie noch strittig als Primärerreger, ich kenne so viele Fälle, bei denen nur Pasteurellen vorhanden waren, dass ich als Nicht-Tierarzt dazu neige, zu glauben, dass sie es auch sind. Dann sind es vier Primärerreger.

Bei Chlamydien, ferner eventuell Pasteurellen KÖNNTE Amoxicillin mit Clavulansäure besser sein als Doxy oder Azi oder Prado, weil es BAKTERIZID wirkt (bakterienabtötend) und nicht nur BAKTERIOSTATISCH (wachstumshemmend) - ABER: als blinde Antibiose finde ich es nicht soo prall, weil es gegen Mykoplasmen gar nicht wirkt (die ja sehr häufig sind), bei Pasteurellen zunehmend Resistenzen vorhanden sind und bei Bordetellen die Dosierung genau passen muss, siehe Vetpharm: http://www.vetpharm.uzh.ch/wir/00002678/7780__f.htm

Dennoch: Dr. Bianka Schulz, Internistin an der Uniklinik der LMU und Atemwegsspezialistin, gibt es wohl auch bei blinder Antibiose häufig, eben wegen der bakteriziden Wirkung. Es finden sich dazu einige Papers im Netz von ihr zum Thema Katzenschnupfenkomplex bzw. feline Atemwegsinfektionen. Ich hatte sie dezidiert befragt, weil ich mich gewundert habe, dass sie zum Teil Amoxicillin mit Clavulansäure empfiehlt, obschon ihre "Chefin" im Standardwerk zu anderem rät.

Was Enro angeht: ICH würde das Risiko nicht eingehen zwecks der Retinadegeneration. Ist zwar selten, aber es kommt eben vor. Wieso sollte man solch ein Risiko eingehen, wenn es "bessere" Präparate gibt, sprich Präparate, die für die gleichen Bakterien geeignet, eventuell sogar mit besserer Resistenzlage und ohne diese mögliche, seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung?

Hinzugefügt nach 5 Minuten 17 Sekunden:
ICH würde das Enro heute Abend bzw. morgen noch geben, damit keine Unterbrechung stattfindet.
Dann würde ich mit der Tierärztin absprechen - und zwar mit genau dem Verweis auf die Netzhautkiste - dass sie mit Pradofloxacin weitermacht.
Das geht, es ist im Prinzip nicht nur die gleiche Wirkstoffgruppe, sondern eben der "jüngere tollere Bruder" von Enro.

Und: Ich würde absprechen, dass man doch bitte hier mal noch Präparate für die Augen gibt.
Gent-Opthal oder Gentamicin POS (gibt es als Tropfen oder Salbe) für die Chlamydien als lokales AB, Virgan als Herpesvirostatikum, um sicherzugehen,
dass nicht doch ein Herpes mit beteiligt ist.

Darüber hinaus: besorg Dir bitte die genauen Unterlagen, Abstrich und Co., und stell sie ein.

Die Geschichte an der Lippe ist behandlungsbedürtig, dringend - hier würde ICH aber das Ergebnis des Rachenabstrichs abwarten, ob Herpes bzw. Calici auftaucht. Dann kann man entscheiden, ob man ein Herpesvirostatikum gibt oder bei Calici einen Immunmodulator/-pusher, hier gibt es leider keine Virostatika. Sollte der Abstrich kein Ergebnis bringen, würde ich die Tierärztin auf eine Behandlung mit Feliserin ansprechen. Es kann bei Herpes und Calici zu falsch-negativen Testergebnissen kommen, vor allem weiß ich auch nicht, ob man, falls diese bereits außerhalb des Rachens wüten, das immer so gut nachweisen kann mit einem Rachenabstrich. Feliserin ist sicherlich nicht verkehrt in diesem Fall, evtl. wäre sonst auch Interferon zu überlegen.

Fächerpalme

Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Fächerpalme » Fr 10. Aug 2018, 21:16

Hallo,
das Mittel war ja durch das Antibiogramm ausgetestet worden.. :frag:

Und ich hab echt das Gefühl, dass es heute schon besser ist, Elvis sabbert nichtmehr so stark.
Die homeopathischen Mittel bekommt er nicht von mir, sondern von der Tierärztin zur Mitbehandlung und Immunabwehrstärkung.
Und nicht ich habe von chronischem Schnupfen gesprochen sondern die Tierärztin. :traurigguck:
Leider weiss ich nicht, wie lange Elvis Probleme mit den Augen hatte, er wohnt bei mir jetzt 4 Wochen und hatte seit er hier ist, diesen Augenausfluss. Der war aber eben wie der, einer Perserkatze, mit zu kurzer Nase. Der ist nicht etrig, oder merkwürdig oder sonst was. Ich habe Elvis schon mehrfach der Tierärztin vorgestellt und ich habe auch nicht das Gefühl dass diese keine Ahnung hat, oder mir was einreden will, ganz im Gegenteil, gehe ich schon einige Jahre zu dieser Ärztin mit meinen Tieren. Sie ist übrigens die erste Tierärztin/ Tierarzt, die/ den ich kennengelernt habe die/der sich was die Ernährung eines Fleischfresser betrifft, weitergebildet hat und rät zur Ernährung nach BARF. Sie verkauft kein Trockenfutter in ihrer Praxis und gibt nicht einfach mal so irgendein Antibiotikum. Ich werde versuchen, sie morgen noch zu erreichen. Sollte das nicht möglich sein, werde ich sie Montag kontaktieren und nicht einfach ein Antibiotikum ohne ihr Wissen in der Apotheke bestellen, wofür sie dann ein Rezept ausstellt. Ich denke, soviel Ahnung habe ich nicht und ich möchte sie nicht hintergehen, denn sie ist sogar äußerst kompetent und nett dazu. Außerdem ist bei ihr noch immer das Tier als Individuum wichtig und nicht die "Kohle" die sie verdienen könnte.
Ich habe früher auch nicht an Homöopathie geglaubt und bin echt erstaunt, was ich durch naturheilkundliche Behandlung und Gaben von homöopathisch ausgesuchten Mitteln, bei meinem Paul der CNI hatte erreichen konnte. Ohne die richtige Ernährung und die ausgesuchten Mittel, hätte er sicher bei der schweren Erkrankung nicht mehr so lange gelebt.
Und nochwas, wir haben nicht abgewartet, Elvis wurde Blut entnommen und es wurde ein Abstrich gemacht. Mehr konnte in der kurzen Zeit jetzt, doch noch garnicht erfolgen..Sorry, aber ich verstehe so einiges hier jetzt nicht und fühle mich irgendwie angeriffen..

Auch, werde ich nicht gleich mit Elvis zu einem anderen Tierarzt gehen.. Warum denn? Ich habe mich weder über unsere Tierärztin beschwert, noch hat irgendwer von Forl gesprochen. Elvis hatte wie gesagt, Schnupfensymtome, und mehr ist garnicht der Fall. Ich möchte auch keine Fotos googeln, warum soll ich mich nochmehr ängstigen und dann doch keine Ahnung haben.. Ich bin keine Tierärztin.
Elvis fühlt sich nicht schlecht, er isst gut, er spielt und hat kein Fieber.

Ich weiss nicht woher alle diese Infomationen stammen, von Ärzten, aus dem Internet, Dr. Rückert, ect. aber ich möchte mir auch nichts anlesen, was ich vielleicht nicht nachvollziehen kann, nur weil das im Internet steht. Bitte nicht böse sein.
Und ich finde es von jemandem, der selbst kein Tierarzt ist, nicht nett, über jemanden zu schreiben er hätte sich nicht mit Ruhm bekleckert..
Sorry, aber ich denke, ich möchte zu diesem Thema nichts mehr schreiben, hätte ich gewusst, mit welcher Wucht hier agiert wird, hätte ich mich lieber zurückgehalten, was ich nun auch lieber tun werde.


Ps.Ich hatte mich falsch ausgedrückt, :mauer: ich habe gemeint, dass der Befund aus dem Rachenabstrich noch aussteht, nicht, dass der Rachenabstrich noch aussteht.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Claudia » Fr 10. Aug 2018, 21:37

Lass das ganze sacken und lies es morgen nochmal in Ruhe.
Hätte ich hier ein Problem, wäre ich unglaublich dankbar für die Hilfe einer FrauFreitag.
Sie hat sich viele Jahre (notgedrungen) mit dem Katzenschnupfenkomplex beschäftigt, einfach mal Internet-Infos zusammen suchen ist ihre Antwort ganz sicher nicht.
Auch ihr geht es ausschließlich um das kranke Tier.
Freundliche Grüße von Claudia

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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Barbarossa » Fr 10. Aug 2018, 21:49

Fächerpalme hat geschrieben:
Fr 10. Aug 2018, 21:16
Sollte das nicht möglich sein, werde ich sie Montag kontaktieren und nicht einfach ein Antibiotikum ohne ihr Wissen in der Apotheke bestellen, wofür sie dann ein Rezept ausstellt.
Meine TÄ ist kompetent. Deshalb habe ich natürlich (!) mit ihr telefoniert und ihr erklärt, weshalb ich das Enro nicht weiterhin verabreichen möchte und habe sie auf die Nachfolgepräparate aufmerksam gemacht. Auch TÄ sind nur Menschen und insbesondere meine Haus-TÄ nimmt Infos gerne auf, nicht nur auf Fortbildungen. Wir einigten uns dann auf Pradofloxacin = Veraflox. Erst dann bestellte ich. Anders funktioniert das auch nicht.

Und schade, dass du dich von FrauFreitag angegriffen fühlst. Ich bin über deine Reaktion doch etwas verblüfft. Aber ich habe auch schon umsorgte Katzen an Calici sterben sehen. Das will sie verhindern.
Viele Grüße
von meinen Sternchen Matzi 01.05.98-05.05.14 und Moritz 01.05.98-25.11.16, von Tinka und Kai
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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von FrauFreitag » Fr 10. Aug 2018, 23:02

Fächerpalme hat geschrieben:
Fr 10. Aug 2018, 21:16
Ich weiss nicht woher alle diese Infomationen stammen, von Ärzten, aus dem Internet, Dr. Rückert, ect. aber ich möchte mir auch nichts anlesen, was ich vielleicht nicht nachvollziehen kann, nur weil das im Internet steht. Bitte nicht böse sein.
Du hast das FAQ ja schon gelesen, dort stehen diverse Quellen.
Die Quellen dort stehen nicht mal eben im Internet, sondern es handelt sich hierbei um Empfehlungen von Tierarztvereinigungen, von ausgewiesenen Fachtierärzten, darüber hinaus um Standardwerke der Veterinärmedizin, die dankenswerter Weise zum Teil über Google Books einlesbar sind (und normalerweise zu kaufen - für Tierärzte) sowie Scripte aus Vorlesungen von Veterinärmedizinern.
Ich habe den Krempel nicht erfunden und auch nicht erforscht. Es sind SERIÖSE wissenschaftliche Quellen und kein Nonsens, erst recht auch keine Einzelmeinungen, sie decken sich nämlich größtenteils.
Hier gerne noch ein paar:

Augen:
https://books.google.de/books?id=ITHU4K ... is&f=false
v.a. ab Seite 540
Da steht es auch hübsch drin mit den drei Primärerregern und der lokalen Behandlung.

Katzenschnupfen generell bei Hartmann - ab Seite 62:
https://books.google.de/books?id=gQAuBQ ... en&f=false
Oder Dr. Bianka Schulz, wie Hartmann an der Uniklinik München, eine der wenigen Atemwegs- und Asthmaspezialistinnen:
http://www.hundkatzepferd.com/archive/6 ... ionen.html
Horzinek und Schmidt, S. 393 folgende:
https://books.google.de/books?id=mv9TBQ ... en&f=false

Hier ein Vergleich von Pradofloxacin und Enrofloxacin - Enro scheint auch im weiteren Vergleich außerhalb der Möglichkeit der Retinadegeneration einige "Defizite" aufzuweisen:
https://iovs.arvojournals.org/article.a ... id=2382849

Das steht im übrigen auch hier nochmals - eine Übersicht wissenschaftlicher Quellen und Studien zum Thema Prado:
https://www.sciencedirect.com/topics/ag ... dofloxacin
"Fluoroquinolone-associated retinal degeneration in cats is dose dependent and species specific. Cats are deficient in the ATP-binding cassette subfamily G member 2 (ABCG2) protein encoded by the ABCG2 gene. The ABCG2 protein functions as part of the blood-retinal barrier, preventing xenobiotics, including the photosensitive fluoroquinolones, from entering the retina.20 Cats treated with high doses or moderate overdoses of a fluoroquinolone are at risk for retinal degeneration and blindness. To minimize retinal toxicity in cats, clinicians may preferentially use marbofloxacin or pradofloxacin instead of enrofloxacin." Katrina R. Viviano, "Practical Antimicrobial Therapy"

Hier sieht man die Weiterentwicklung von Enro über Marbo zu Prado:
https://www.veraflox.com/en/about-veraf ... -spectrum/

In einigen der Quellen oben wird noch Enro oder Marbo genannt - das liegt schlicht und einfach am Alter der Quellen. Prado ist erst seit ... 3 Jahren am Markt? Marbo ist auch noch nicht so alt.
Es gibt auf Pubmed zig Studien, deren Abstracts nachzulesen sind, die bei diversen Einzelerkrankungen eine bessere Wirksamkeit von Pradofloxacin bewiesen haben im Vergleich.
Fächerpalme hat geschrieben:
Fr 10. Aug 2018, 21:16
Sie ist übrigens die erste Tierärztin/ Tierarzt, die/ den ich kennengelernt habe die/der sich was die Ernährung eines Fleischfresser betrifft, weitergebildet hat [...] sie ist sogar äußerst kompetent und nett dazu.
[...]
Sorry, aber ich verstehe so einiges hier jetzt nicht und fühle mich irgendwie angeriffen..
[...]
Und ich finde es von jemandem, der selbst kein Tierarzt ist, nicht nett, über jemanden zu schreiben er hätte sich nicht mit Ruhm bekleckert..
Sorry, aber ich denke, ich möchte zu diesem Thema nichts mehr schreiben, hätte ich gewusst, mit welcher Wucht hier agiert wird, hätte ich mich lieber zurückgehalten, was ich nun auch lieber tun werde.
Ich habe mir dafür jetzt knapp ein, zwei Stunden Zeit genommen, das zu schreiben und Quellen rauszusuchen.
ICH habe davon nichts. Bringt mir kein Geld, eine Profilneurose habe ich auch nicht, andere Hobbies und Freunde auch.
Warum tue ich das schon seit Jahren im Netz? Weil man meine Katze in ein paar Praxen und einer Klinik total vergurkt hat, was nicht nur meinen Geldbeutel sehr wesentlich geschmälert hat sondern auch die Restlebensdauer meiner Herzenskatze.
Darum habe ich mich eingelesen. Und danach mein autodidaktisch erworbenes Wissen ausdiskutiert - mit Ärztefreunden und Ärzten, bei denen ich war,
und zwar unterschiedlicher Ausrichtung, HumMed und VetMed. Mikrobiologie betrifft nämlich häufig beide Disziplinen.
Sollte ich erwähnen, dass ich vorher auch Vertrauen hatte zu diesen Ärzten? Dass ich in ein, zwei Praxen jahrelang war?

Ich habe Dich nicht angegriffen.
Ich habe Dir lediglich die Möglichkeit gegeben, Dich zu informieren und zu hinterfragen - indem ich Dir seriöse Quellen an die Hand gegeben habe und Dich auf einzelne Punkte hingewiesen habe, die fragwürdig und/oder falsch gelaufen sind.
Was Du damit machst bleibt Dir ganz alleine überlassen - ob Du vertraust oder ob Du selbst vergleichen magst und bei eventuellen Widersprüchen, wenn etwas nicht lege artis "läuft", nicht einmal nachhaken magst und/oder eine Zweitmeinung einholen ...
Vergleichen kann man auch ohne Medizinstudium. Und vieles verstehen auch.

Fakt ist:
1.) Eine Konjunktivitis wird normalerweise immer auch lokal behandelt, und zwar meist antibiotisch und virostatisch. Bei Euch sind Chlamydien diagnostiziert worden. Ob Herpes überhaupt getestet wurde oder nicht (Augenabstrich) weiß man nicht, es kann hier auch zu falsch-negativen Ergebnissen kommen. Wenn doch Herpes am Auge beteiligt ist, siehst Du das erst, wenn er sich in die Hornhaut fräst und aus einer Bindehautentzündung eine Keratitis geworden ist.
2.) Enrofloxacin ist laut Literatur, beispielsweise Hartmann, siehe oben, NICHT 1. Wahl bei Chlamydien. Da Ihr es wohl nicht nur im Hinblick auf die Augen, sondern scheinbar auch gegen den Schnupfen gebt, sollte es nicht nur Chlamydien abdecken, sondern idealerweise alle für den Schnupfen in Frage kommenden Primärerreger. Welche das sind - siehe Hartmann.
3.) Hat man jetzt mit Enro angefangen, das durchaus trotzdem eine Wirkmöglichkeit hat, sollte man sich überlegen, ob man das höhere Risiko hinsichtlich der potentiellen Nebenwirkungen eingehen möchte trotz dessen, dass es direkte Nachfolger gibt, die mindestens (!) so gut abdecken wie Enro, aber eben nicht das Risiko einiger sehr wüster Nebenwirkungen bergen. Im übrigen wird in einem Antibiogramm bei einem normalen Erreger (ungleich Problemkeim) normalerweise nicht jedes Antibiotikum dieser Welt getestet und gelistet, sondern lediglich zwei, drei Varianten einer AB-Wirkstoffgruppe - den Rest leitet man dann ab hinsichtlich der Wirksamkeit. Bei einem "normalen" Bakterium sollte demnach, wenn Enro sensibel war, auch Marbo und Prado das sein.
4.) Hinsichtlich der Veränderungen an der Haut um das Maul herum hoffe ich, dass Deine Tierärztin auf den Trichter gekommen ist, dass das ein viraler Befall sein könnte - zumal eben auch Zahnfleischentzündungen da sind UND darüber hinaus eine Erkrankung aus dem Katzenschnupfen vorliegt (Schnupfen, Bindehautentzündung), zu dem eben auch Herpes- und Caliciviren gehören, die das auslösen können. Ich hoffe zudem, dass sie einen vollständigen Test (auf Viren UND alle Bakterien) des Rachenabstrichs angefordert hat, das ist nicht usus.
5.) Hinsichtlich der Zahnfleischentzündung fehlt mir der Hinweis seitens der Ärztin, dass das von einem dementsprechend versierten Zahntierarzt abgeklärt gehört. Nicht jeder Tierarzt hat hier entsprechende Kompetenz im Sinne von Fortbildung/en, Erfahrung und technisches Gerät, dennoch machen sich viele Tierärzte an Zähnen zu schaffen. Darüber hinaus leiden verdammt viele Katzen an nicht entdeckten und/oder falsch behandelten Zahnproblemen - siehe auch die Zahlen auf der Seite der DGT.

Viel Glück.

Hinzugefügt nach 35 Minuten 19 Sekunden:
Ach ja - hier noch ein paar Informationen zu FORL von Dr. Markus Eickhoff.
Der ist im übrigen auch nicht irgendein Dahergelaufener, sondern DER Zahntierarzt in Deutschland.
Doppelstudium Zahn- und Veterinärmedizin, macht schon seit Jahren nur Zähne. Ist natürlich auch in der DGT, wo er meines Erachtens auch mal
Vorsitzender war und/oder Gründungsmitglied. Diverse VetMed-Fachbücher zum Thema Tiere und Zähne sind von ihm.
https://www.vet-dent.com/tierzahnarzt-w ... Download=0
In Eickhoffs Publikation hier findet sich auch etwas zum Thema Gingivitis, Zahnfleischentzündung, das einsehbar ist über Google Books - Fundstelle Nr. 8 von 16 mit dem Suchwort Gingivitis (kann man rechts eingeben, wenn es nicht schon angezeigt wird, weiß nicht, ob der Link so funktioniert):
https://books.google.de/books?id=fR-GAQ ... is&f=false
Er betont auch relativ klar, wie bei einer länger bestehenden Gingivitis vorzugehen ist: Dentales Röntgen und weiteres Abklären, darüber hinaus Abklären hinsichtlich viraler Infektion (Calici, ferner Herpes).

Bei der DGT, der Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde, kannst Du auch einiges zum Thema nachlesen:
https://tierzahnaerzte.de/
Dort wird ganz klar direkt auf der Startseite erwähnt, dass Zahnfleischentzündungen die Konsultation eines Zahntierarztes nach sich ziehen sollten.

Hier die Seite einer Zahntierärztin:
http://www.tierzahnheilkunde.com/gingivostomatitis.html
Hier wird ebenfalls auf den von mir erwähnten Zusammenhang Zahnfleischentzündung/en, FORL und Calici hingewiesen.

Fächerpalme

Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Fächerpalme » Sa 11. Aug 2018, 09:13

Hallo Frau Freitag,

Du hast doch ganz freiwillig 1bis 2 Stunden geschrieben, oder hatte ich Dich darum gebeten..? :frag:
Es tut mir leid um Deine Katze wenn die solange falsch behandelt wurde. Elvis wurde bisher in der kurzen Zeit in der er hier wohnt, von unserer Ärztin richtig und gut behandelt. Die naturkundlichen Mittel die er bekommt, haben ihm schon sehr geholfen , denn ich selbst, halte viel davon, Tiere und auch Menschen, natürlich und richtig zu ernähren und auch natürlich zu therapieren, wenn das irgend möglich ist. Inzwischen, sorry, interessiert es mich auch nicht mehr, was andere davon halten, ich habe erlebt, wie gut das meinen Tieren tut, mehr muss ich nicht wissen. Ich muss das eigentlich auch nicht erzählen und mach das hier für mich, weil ich auf Dein " Ich halte nix von Homöopathie" bei Katzenschnupfen oder so ähnlich, eingegangen bin, sorry dass ich das nicht zitiere. Mit wird :schwindlig: bei den langen Seiten. Wenn ich von leichter Entzündung spreche, meine ich das auch so und muss das nicht anzweifeln lassen.

Und ich muss sagen, wenn Ihr hier immer gleich in solchem Ausmaß auf neue User einwirkt, dürft ihr euch nicht wundern wenn die in Panik geraten und ganz schnell wieder verschwinden..

Ich weiss nicht, wie man es schafft mit so einer Ausdauer aufzuschreiben, was einem widerfahren ist, und welche eventuellen Möglichkeiten besser gewesen wären, aber auch dafür beneide ich Dich nicht. Denn,jeder hat was davon, sich mitzuteilen, ob das nun anderen Unbekannten nützen soll, oder dem eigenen Selbstwertgefühl und das ist auch gut so.

Da ich selber keine Tierärztin bin und Du ja nach eigener Aussage auch nicht, erübrigt sich die Diskussion über Dinge die ich nicht verstehe. Wenn Du das alles verstehst was du da aufgeschrieben oder kopiert hast, bist Du mir um einiges vorraus. Auch, wenn ich denke, dass ich noch normal bin im Kopf, kann ich soviel Information nicht in Minuten oder einer halben Stunde/ Stunde durchdenken und ich werde mir das von dem was Du geschrieben hast herauslesen, was mir in Elvis Fall wichtig erscheint. Dennoch, habe ich den Elvis erst ganz kurz bei mir. Er hat noch viel Stress schon wegen der zweiten Katze und der Umstellung. Ich werde ihn also weder sofort einem Zahnarzt vorstellen, noch werde ich mit Deiner Hilfe nochmal wie gestern in Panik ausbrechen, weil die Tierärztin ein Medikament verschrieben hat, was Nebenwirkungen haben kann. Ich werde sie konsultieren und den Elvis nochmal vorstellen und dann sehen wir weiter. Ich denke nicht, dass das dem Elvis schaden wird. Ich bin schon ein bischen älter und ruhiger geworden, muss auch so agieren und ganauso soll das bleiben, denn auch das wirkt sich ja bekanntlich auf die Gesundheit aus. Sei es nun auf meine oder auch die meiner Katzen.

Ich wünsch Dir einen schönen, sonnigen Tag

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Meiki
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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Meiki » Sa 11. Aug 2018, 09:53

Wie immer, wenn FrauFreitag schreibt - haben wir das schon irgendwo angepinnt? Sollten wir auf jeden Fall machen!

Danke, FrauFreitag für die Infos. Manches hatte ich schlicht vergessen und das Update (für mich) fand ich auch hilfreich.

Ich hatte letztens gelesen, dass L-Lysin keinen Einfluß auf die Verläufe haben soll - was mich dann doch verunsicherte. Magst Du dazu noch etwas schreiben und wir lassen Deinen Beitrag dann pinnen?

Alles Gute für Elvis, ich hoffe, es geht jetzt stetig bergauf mit ihm und er kann dann ganz schnell sein neues Zuhause gesund genießen.

Liebe Grüsse
Mickey - Jonny - Luca - Felix - Willie - Sergi - meine Glücksdamen Molly und Pauly. Ihr und alle anderen, die ich liebte, habt mein Herz größer gemacht.

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Claudia
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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Claudia » Sa 11. Aug 2018, 10:59

Off Topic
Fächerpalme hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 09:13
Und ich muss sagen, wenn Ihr hier immer gleich in solchem Ausmaß auf neue User einwirkt, dürft ihr euch nicht wundern wenn die in Panik geraten und ganz schnell wieder verschwinden..
Ich habe jetzt lange mit mir gerungen, ob ich was dazu schreibe - ich mag das nicht so stehen lassen.
An keiner Stelle wurdest du angegangen, beleidigt oder in Grund und Boden gestampft.
Du hast hier sehr viele fundierte, mit Quellen belegte Informationen erhalten.
Eine Frau, die dich gar nicht kennt, macht sich intensiv Gedanken um deinen Kater.
Niemand erwartet einen Kniefall - aber "armer-neuer-User-Jammerei" ist angesichts eines kranken Tieres nicht angebracht.
Freundliche Grüße von Claudia

FrauFreitag
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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von FrauFreitag » Sa 11. Aug 2018, 11:39

Fächerpalme hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 09:13
Hallo Frau Freitag, Du hast doch ganz freiwillig 1bis 2 Stunden geschrieben, oder hatte ich Dich darum gebeten..? :frag:
Es tut mir leid um Deine Katze wenn die solange falsch behandelt wurde. Elvis wurde bisher in der kurzen Zeit in der er hier wohnt, von unserer Ärztin richtig und gut behandelt.
My bad, ich dachte, Du postet den Verlauf hier, weil Du - Hilfe haben möchtest, Tipps, einen Rat,
andere Erfahrungen.

Wenn alles Deiner Meinung nach korrekt gelaufen ist und läuft - alles fein.

Hinzugefügt nach 2 Minuten 49 Sekunden:
Meiki hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 09:53
Wie immer, wenn FrauFreitag schreibt - haben wir das schon irgendwo angepinnt? Sollten wir auf jeden Fall machen!
Danke, FrauFreitag für die Infos. Manches hatte ich schlicht vergessen und das Update (für mich) fand ich auch hilfreich.

Ich hatte letztens gelesen, dass L-Lysin keinen Einfluß auf die Verläufe haben soll - was mich dann doch verunsicherte. Magst Du dazu noch etwas schreiben und wir lassen Deinen Beitrag dann pinnen?
Anpinnen - nun ja. Mir egal :)
Sobald das FAQ überarbeitet ist, was ich schon seit zwei Jahren vorhabe, wird da alles drinstehen.
Habe schon jede Menge gesammelt, vor allem auch Quellen, Studien usw..
Ich werde das aber erst in ein, zwei Monaten machen können, wenn ich meinen riesigen Rest- und Jahresurlaub nehme während/nach dem Umzug.

Zwecks L-Lysin - Du meintest sicher das hier:
https://vetline.de/fhv-1-infektion-der- ... 252/94727/

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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von ciari » Sa 11. Aug 2018, 13:01

ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber der titel "chlamydien" triggert mich immer noch sehr.
wir hatten durch diese mistdinger hier ein habes jahr lang kranke katzen. und erst nach diesen 6 monaten und einer klinik mit gescheiter therapie sind wir die dinger losgeworden.

mit all den andern therapien vorher wurde es kurzzeitig besser, kam aber wieder, bis dann alle katzis mit dem mist angesteckt waren. ich habe 6 katzen, schön ist anders.

ich kenne frau freitag nicht, habe aber schon viel von ihr gelesen und bin fasziniert, wie viel sie weiss und mit wie viel geduld sie das weitergibt.

es ist viel text, und die überforderung beim lesen kann ich nachvollziehen, aber lass es wirklich mal auf dich wirken. dein elvis wirds dir danken. ich wünschte, ich wäre damals in einem forum gewesen, wo ich diese infos bekommen hätte, es hätte meiner bande viel leid und mir viel sorgen und geld erspart.
Irre sind die Anderen ;-)

Grüße von Indira, Wolli, Lünchen, Freddy, Amber & Taylor

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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von tiger_bande » So 12. Aug 2018, 14:24

@FrauFreitag
Ich schreibe drüben nur noch, wenn es sich wegen meiner Pflegis nicht vermeiden lässt, wollte aber hier nochmal Danke sagen. Meine "Lernkurve" wurde durch deine Beiträge deutlich abgekürzt und meine Pflegis profitieren alle davon. :begeistert:
Die Cats at Andros im Forum und bei Facebook.

Aine
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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von Aine » Mo 13. Aug 2018, 11:50

Ja, wenn @Frau Freitag was schreibt, fühle ich mich auch immer leicht überfordert :frag: . Aber das liegt nicht an ihr, sondern ich bin nicht so in der Materie drin, wenn ich gefühlt erst mal jedes 3. Wort googeln muss, was das jetzt bedeutet, und in der Erklärung stehen Dinge, die ich auch nicht verstehe, ja dann ........................

Aber ich finde es wirklich bewundernswert, meine Hochachtung, immer wieder so ausführlich zu schreiben.
Ich frage dann den Tierarzt Löcher in den Bauch, falls er total ablehnend reagiert und mir schlicht sagt, das ist so, und fertig, dann bin ich schneller bereit woanders hinzugehen.

Für die Katze ist so ein Tierarztbesuch ja immer viel Stress und eine zweite Meinung ist ja nie verkehrt und Dank Frau Freitag ersparte ich uns das.

FrauFreitag
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Re: Elvis hat Chlamydien

Beitrag von FrauFreitag » Mo 13. Aug 2018, 12:36

Es freut mich, wenn es hilft, ich helfen kann.
Ich erkläre ja gerne auch noch(mals), wenn jemand etwas nicht versteht.
Ich möchte ja eigentlich nur erreichen, dass man ein paar Zusammenhänge versteht und dann vielleicht skeptisch wird bei dem einen oder anderen.
Dass man auch mal mit den entsprechenden Quellen - und deshalb poste ich wirklich zu 99% VetMed-Standardliteratur, Studien und Doktorarbeiten - zum Tierarzt hingehen kann und diesen "konfrontieren" im Sinne von: Wieso wird das und das (nicht) gemacht, wieso weicht die Behandlung gerade so stark von den Empfehlungen ab. Wenn dann kommt "Ich mache das immer so", "Wir hatten immer Erfolg damit" etc. - dann weiß man doch eigentlich schon als Halter, dass man weiterziehen muss.

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