Trichophyton terrestre - pathogener Hautpilz?

Würmer, Flöhe und andere "Nettigkeiten"
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dieMiffy
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Trichophyton terrestre - pathogener Hautpilz?

Beitrag von dieMiffy » Di 4. Dez 2018, 20:27

Hallo ihr Lieben,

heute brauche ich auch mal Rat. Kurz zur Vorgeschichte, wer es nicht in meinem Thread gelesen hat: Bei Sissi hab ich vor ca. 6-8 Woche eine kahle Stelle am Bauch entdeckt, doch recht großflächig:

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Was wir zur Ursachenfindung schon getestet haben:
- keine Würmer
- keine Flöhe
- keine Milben im Ohr sichtbar, TA hat ihr noch ein Spot-on gegen Milben gegeben
- geriatrisches Blutbild: alle Werte ok

Ernährungstechnisch bekommt sie 5 Tage die Woche Barf (nach Kalki + Fertigsupplemente) und 2 Tage hochwertiges Nassfutter, eine Allergie hatte ich erstmal ausgeschlossen, da sie auch immer alles problemlos gefressen hat ohne Symptome. Trofu, was es seit einer Weile oft als Leckerchen gab, lasse ich schon seit 3 Wochen komplett weg. Ich meine, ihre Stelle ist etwas besser geworden, aber die rasierte Stelle an der Pfote (Blutabnahme) ist vergleichsweise schon mehr nachgewachsen.

So, nun stand noch ein Pilztest aus. Man wollte mir zwar einreden, dass ihre Stelle gar nicht nach Pilz aussieht, aber ich wollte es definitiv mit Anlegen einer Kultur abklären. Nun habe ich seit heute den Befund und damit den Namen des Pilzes schriftlich, der bei der Kultur angewachsen ist: Trichophyton terrestre
Die TÄ hatte mir das Fr schon am Telefon mitgeteilt und mir erklärt, dass das eher ein harmloser Pilz aus der Erde ist und ich hatte den genauen Namen auch gar nicht so schnell mitgeschnitten und es schien mir erstmal schlüssig, dass das wohl Sporen waren, die sie einfach von draußen im Fell hängen hatte.
Wo ich nun heute den genauen Namen gelesen hab, wird Trichophyton definitiv mit als Verursacher von Hauterkrankungen bei der Katze genannt (Dermatophytose):
https://www.tiermedizinportal.de/tierkr ... tze/582258

Hier sind allerdings andere Arten von Trichophyton für die Dermatophytose genannt, z. B. T. mentagophytes:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... -und-katze

Googelt man direkt nach T. terrestre, findet man nicht so richtig schlüssige Aussagen, ob er nun pathogen ist oder nicht:
"Pathogenität ist umstritten"
https://www.enzyklopaedie-dermatologie. ... stre-14047

Laut Wiki ernähren sich aber alle Trichophyten von Keratin. Die geophilen Arten, zu denen der T. terrestre gehört, "leben hauptsächlich im Erdboden auf abgefallenen Fellen und Hufen und sind nur selten parasitisch" (Quelle: Wikipedia).


Die Frage ist jetzt für mich, ist das nun pathogen, soll man das behandeln? Wenn ja, womit? Helfen dann auch die Mittel, die man eigentlich bei Microsporum canis einsetzt?
Die TÄ hatte das jetzt wie gesagt Fr abgehakt unter "nur von draußen aufgesammelt, nichts Pathogenes", vermutlich weil sie auch eher an M. canis gedacht hatte :hm:

Sonst kann ich noch sagen, weder die Kater noch wir zeigen irgendwelche Symptome.
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Barbarossa
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Re: Trichophyton terrestre - pathogener Hautpilz?

Beitrag von Barbarossa » Mi 5. Dez 2018, 06:39

Guten Morgen,

ich kann dir leider nur ganz allgemein antworten.

Mein Moritz hatte ja viele Jahre Schnupfensymptome. Mal stark, mal weniger auffällig. Bis dann in seiner Nase ein Aspergillus entdeckt und behandelt wurde. Dieser Pilz findet sich u.a. auch in der Erde und ist an sich harmlos. Katzen erkranken auch sehr selten daran. Aber es kann eben doch vorkommen und der Pilz kann - an falscher Stelle angesiedelt - sogar richtig bedrohlich werden. Das war den allermeisten TÄ völlig neu. So viel dazu.

Ich hoffe, du erhältst noch konkretere Hinweise. Sissis Bäuchlein sieht auf jeden Fall behandlungsbedürftig aus, auch wenn die TÄ sich ideenlos gibt.
Viele Grüße
von meinen Sternchen Matzi 01.05.98-05.05.14 und Moritz 01.05.98-25.11.16, von Tinka und Kai
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Re: Trichophyton terrestre - pathogener Hautpilz?

Beitrag von Fee » Mi 5. Dez 2018, 07:22

Da hat sich die Süsse aber was Besonderes gesucht :frag:
Von diesem Pilz hatte ich noch nie gehört!
Aber ich kann Dich verstehen, sie hat ja Symptome..
Könnte man das mit Salbe behandeln?
Ich kann leider nur Daumen drücken! :daumen:
Bildhier gehts zu uns: viewtopic.php?f=71&t=1408
Meine Sternchen, immer im Herzen :viewtopic.php?f=58&t=1407

Stolze Patin von Katzenschatz~s Findus :verliebt:

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Re: Trichophyton terrestre - pathogener Hautpilz?

Beitrag von dieMiffy » Mi 5. Dez 2018, 08:53

Barbarossa hat geschrieben:
Mi 5. Dez 2018, 06:39
Guten Morgen,

ich kann dir leider nur ganz allgemein antworten.

Mein Moritz hatte ja viele Jahre Schnupfensymptome. Mal stark, mal weniger auffällig. Bis dann in seiner Nase ein Aspergillus entdeckt und behandelt wurde. Dieser Pilz findet sich u.a. auch in der Erde und ist an sich harmlos. Katzen erkranken auch sehr selten daran. Aber es kann eben doch vorkommen und der Pilz kann - an falscher Stelle angesiedelt - sogar richtig bedrohlich werden. Das war den allermeisten TÄ völlig neu. So viel dazu.

Ich hoffe, du erhältst noch konkretere Hinweise. Sissis Bäuchlein sieht auf jeden Fall behandlungsbedürftig aus, auch wenn die TÄ sich ideenlos gibt.
Danke trotzdem für deine Hinweise :grins_gelb:
Ein Aspergillus in der Nase ist ja auch ein Phänomen :eek:
Die Tierärzte, die sie angeschaut haben (3 dort aus der Praxis) sind sich halt einig, dass es psychisches Lecken sein muss, weil es so gar keine erkennbare Entzündung, Kruste, wunde Stellen oder ähnliches gibt. Mir ist natürlich klar, dass es sowas auch sein kann, aber ich wollte erstmal die körperlichen Ursachen abklären. Auch finde ich, dass sie gar nicht so vermehrt dort leckt. Wenn, dann muss sie es sehr heimlich machen :hm: Die TÄ wollen ihr also als nächstes etwas zum Entspannen geben, um zu sehen, ob es besser wird (Sedarom).

Hätte sie jetzt Microsporum gehabt, wär das natürlich keine Frage gewesen, dass sie behandelt wird. Würde es nur darum gehen, dass sie ein paar Tage Medikamente nehmen muss, würde ich mir vermutlich auch bei diesem "komischen" Pilz nicht solche Gedanken machen und es einfach behandeln :yes: Aber was ich so auf den ersten Blick gelesen hab, muss man die Tiere ja durchaus wochenlang baden :wuha: Das will ich ihr natürlich nicht grundlos antun, zudem ich spätestens bei Pepi gar nicht wüsste, wie ich das machen soll, der würde mich wohl zerfleischen.
Fee hat geschrieben:
Mi 5. Dez 2018, 07:22
Da hat sich die Süsse aber was Besonderes gesucht :frag:
Von diesem Pilz hatte ich noch nie gehört!
Aber ich kann Dich verstehen, sie hat ja Symptome..
Könnte man das mit Salbe behandeln?
Ich kann leider nur Daumen drücken! :daumen:
Ja, das hat sie wohl :frag:
Ich muss mich nochmal genauer in die Behandlung einlesen, aber es ist wohl eine Mischung aus Medikamenten in Tabletten- und Salbenform, als auch baden mit entsprechenden Shampoos und natürlich Umgebungsbehandlung.
Danke für die Daumen :grins_gelb:
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Re: Trichophyton terrestre - pathogener Hautpilz?

Beitrag von Ninabella » Mi 5. Dez 2018, 09:13

Nur mal so eingeworfen:

Wurde mal die Blase untersucht? Im Roten war mal so ein Leckfall, wo die Katze unter Struvit litt und sonst, meine ich, keine weiteren Symptome hatte. Mit der Struvitbehandlung wuchs auch das Fell wieder.
Liebe Gruesse

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Re: Trichophyton terrestre - pathogener Hautpilz?

Beitrag von dieMiffy » Mi 5. Dez 2018, 09:55

Vielen Dank für den Hinweis. Nein, das wurde nicht untersucht, an Blase hätte ich jetzt gar nicht gedacht :eek: Wie macht man das, muss da punktiert werden?
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Re: Trichophyton terrestre - pathogener Hautpilz?

Beitrag von Ninabella » Mi 5. Dez 2018, 10:45

Ich hab noch nie einen Blasenpatienten zu Hause gehabt. Aber punktieren ist am besten, weil steril.
Liebe Gruesse

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