meine Katze ist ein “Müffi“

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katzengold
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meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von katzengold » Mi 13. Mär 2019, 11:31

Hallo,

gleich vorweg: hätte ich eine offensichtlich kranke Katze, würde ich euch nicht um Rat ersuchen. ;)

Ich habe zwei Miezen, beide fast vier Jahre alt, beide aus dem Tierheim, wo sie auch seit Geburt bis zur Adoption lebten. Beide sind Balkonkatzen, kastriert und zogen entwurmt ein.

Jadie ist meine kleine Stinkerin. Es scheint vom Allerwertesten auszugehen. Der Geruch ist unangenehm, aber undefinierbar (riecht nicht nach Kot oder Urin).

Ich habe mich mit dem Thema Analdrüsen befasst.
Jadies Stuhl ist völlig normal, der Geruch ändert sich nicht, wenn sie auf dem Lokus war und der Popo sieht völlig normal aus.

Vielleicht putzt sich die Katze nicht sehr gut? Jadie ist eine kleine Pummelfee (nicht wirklich dick, aber schlank ist anders). Vielleicht hat sie bei ihrer Mutter nicht erlernt, sich richtig zu putzen (die andere Katze hat Defizite auf dem Katzenklo und pinkelt mal die Fliesen an oder setzt den Haufen auf den Klorand)?

Unsauberkeit war lange ein Thema. Jadie hat früher oft protestgepinkelt. Es hat lange gedauert, sie zu sozialisieren.
Deswegen ist Tierarzt auch ganz schwierig. Die Katze lässt sich nicht eintüten und verkriecht sich sofort, sobald jemand außer mir die Wohnung betritt.

Ich habe vorhin mit einem Babyöltuch mal den Po von Jadie abgewischt. Die Katze war nicht begeistert, ließ mich aber gewähren. Viel landete nicht im Tuch und bisher glaube ich, sie riecht jetzt noch schlimmer.

Habt ihr Ideen?

Danke vorab!

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Sandman64
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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von Sandman64 » Mi 13. Mär 2019, 11:54

Hallo,
ja Tierarzt und die Analdrüsen kontrollieren lassen, sollten diese entzündet sein hat die Katze Schmerzen.

Das Katzen nicht gerne zum TA geschleppt werden ist keine Frage aber die Katzen sind ja erst vier Jahre alt und es wird sicher Situationen geben da kommt man nun mal nicht drum rum es gibt aber Möglichkeiten dies zu trainieren, auch wenn das im Moment nicht hilft, solltest du das für die Zukunft ins Auge fassen.
Eine gute Anleitung hat Christine Hauschild mit dem Buch " Tierarzttraining für Katzen" verfasst.

Protestpinkeln gibt es nicht. Für deine anderen KaKlo Probleme gibt es auch sicher Lösungen.
Füll doch mal den Fragebogen aus viewtopic.php?f=53&t=1194 da wird man sicher helfen können.

katzengold
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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von katzengold » Mi 13. Mär 2019, 12:41

Erstmal Dankeschön für Deine schnelle Antwort!

Wir sind im Training.
Jadie lässt sich inzwischen auf den Arm nehmen.
Und regelmäßig kommt ein un dieselbe Person vorbei, ohne sich den Katzen zu nähern.
Wir sind aber noch nicht so weit.
Tierarztbesuche sind für alle Stress. Trotzdem hätte ich auch lieber den Status einmal im Jahr zum Check-Up und Impfen mit den Katzen vorstellig zu werden.

Die “anderen KaKlo-Probleme“ sind keine. Nur sporadische Macken, mit denen ich kopfschüttelnd lebe. ;)
Gemessen an dem, wie problematisch Jadie früher war, ist sie jetzt nahezu normal. Und vertraut mir.

Ich werde wohl erstmal solo zum TA gehen. Vielleicht gibt der mir eine Entwurmungskur mit oder ein leichtes Beruhigungsmittel zum Eintüten (für die Katze - ich brauche dann wohl stärkere Geschütze ;) ).

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von Mary 86 » Mi 13. Mär 2019, 12:44

Sicher, dass es vom After kommt oder riecht "einfach die Katze" unangenehm?

Anderes Ende aber auch komischer Geruch haben hier forl-Zähne verursacht. Katz roch unangenehm beim näher kommen. Nach dem Gähnen fiel man fast um.

Ps: Tierarzt ist hier auch Stress für alle. Sie lassen es aber über sich ergehen mittlerweile. Früher sind sie in Handtücher gewickelt worden. Damit lassen sich selbst wilde streuner untersuchen.

Schön ist das natürlich nicht aber Katzen sind da meiner Erfahrung nach nicht besonders nachtragend.
Viele Grüße von Maren und den Wildlingen

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von fairydust » Mi 13. Mär 2019, 13:05

Hmm, bezüglich des Geruchs kann ich nicht helfen. Hier hatte es nur ne FORL-Katze und einmal ein richtig böser Abszess am Hintern von nem Biss, der auch bestialisch gestunken hat. Den hab ich übrigens nicht selber gefunden, sondern der Tierarzt bei der Untersuchung der Katze. Es wäre also schon richtig und wichtig, die Katze zum TA zu kriegen.
Beruhigungsmittel haben häufig einen paradoxen Effekt, heisst, Katze dreht erst richtig auf.
Versuch es mal mit "Boxentraining". Lass die Transportbox irgendwo in der Wohnung an einer netten Stelle offen stehen, kuschlige Unterlage rein und dann Leckerlies rein, oder ne Baldrianmaus. Irgendwas, was Katz animiert mit langen Hals in die Box zu gehen.
Und dann mach nichts. Einfach Box dort lassen, sicherstellen dass sie nicht aus Versehen zugehen kann und täglich Leckerlies rein oder ähnliches. So lernt Katz dass die Box nicht gefährlich ist und nimmt selbige in den Alltag auf.
Wenn Du dann zum TA musst, Leckerlie rein, Katze geht rein um selbige rauszuholen, nur diesmal stehst Du daneben und machst gemächlich die Türe zu.... Klar wird sie dann durchdrehen, aber zumindest ist sie in der Box ohne dass Du Blut lassen musst. Box abdecken mit ner Decke sodass Mieze nichts mehr sehen kann von der Aussenwelt und ab zum TA.

Auf die Art habe ich 3 scheue Kitten zum TA gebracht. Die haben damals im Schuppen gelebt und anfassen ging gar nicht.
Also gabs rohes Hühnchen in der Box und da sie damals total verrückt nach Hühnchen waren, hat es nur ein paar Tage gedauert bis sie in meiner Anwesenheit in die Box gegangen sind um ans leckere Hühnchen zu kommen.
Und als sie dann zum kastrieren mussten, hatte ich alle 3 innerhalb Sekunden eingetütet :D

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von katzengold » Mi 13. Mär 2019, 13:47

Danke euch allen für die Antworten!

Von der Schnute kommt der Geruch definitiv nicht. Freue mich fast schon, wenn die Miezen mich angähnen, dann kann ich grob sehen, ob sich Zahnstein bildet. Duftet bei beiden nicht nach Odol, stinkt aber auch nicht.

Die Transporter stehen mit ausgebauten Türen und Decken drinnen in verschiedenen Räumen. Bisher konnte ich die Miezen aber nicht reinlocken. Ich bleibe dran.

Würden die Katzen Krankheitsanzeichen haben, würde aber ich sie notfalls mit sanfter Gewalt eintüten.
So bin ich aber tatsächlich sehr zaghaft. Jadie ist die mit weitem Abstand sensibelste Katze, die ich kenne. Die Angst, ihr mühsam erarbeitetes Vertrauen zu verspielen, wiegt schwer.

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von Tante » Mi 13. Mär 2019, 14:55

Selbst Zähmungsfälle nehmen Tierarztbesuche nie lange krumm, darüber solltest du dir also wirklich keine Gedanken machen.
Geruch könnte auch von der Verdauung an sich kommen. Wenn Katzis hier noch keinen gesunden Darm haben oder aktuelles Futter nicht gut vertragen stinkt auch teilweise die ganze Katze etwas... eh.

Boxentraining kann ich auch nur wärmstens empfehlen. Ich kopier hier mal unsere Anleitung für Pflegestellen rein. Bei dem aktuellen Stand wo sogar die nur dastehende, offene Box net toll ist würdeich mit füttern in der Box anfangen und dann erst zum 'Event' übergehen um das ganze als einen Ablauf zu stärken. Bei Option 2 stehen die Boxen dann natürlich nicht mehr konstant offen.

Beide Optionen sollten anfangs gerne zumindest alle paar Tage geübt werden bis sie 'sitzen', dann kann man auch nur einmal alle 2-4 Wochen üben (und nach TAbesuchen dann noch einmal ein wenig öfter damit die negative Assoziation schnell wieder von den positiven weggespült wird).

Option 1 - Die Box als 'normales Möbelstück' (sehr bei Katzen sinnvoll, die sich beim Anblick der Box direkt verstecken)

Bei dieser Option ist das Ziel, dass die Katze die Box als normal, neutral oder auch leicht positiv ansieht. Hierfür gibt es folgende Schritte:
- Die Box steht jederzeit mit offener Tür im Hauptraum
- Futter oder Leckerkram wird zuerst im minimal möglichem Abstand zur Box aufgestellt und dann Katz' in Ruhe gelassen.
- Schrittweise (die Katze muss jederzeit an der Futter/Leckerkramposition entspannt sein!) wird die Position des Futters über Tage oder sogar Wochen Richtung Box verschoben
- Irgendwann futtert Katze in der Box
Fertig. Ab und an gibt es weiterhin Leckerlis in der Box, idealerweise mit einem nicht alltäglichem Signalwort (Englisch bietet sich oft an) verknüpft damit Katz' in Erwartung ihrer Lieblingsleckerlis freudig in die Box hineinflitzt.

Die Schritte, die bei Option 2 ausgeführt werden, können natürlich nach Gewöhnung an die Box als Nicht-Monster auch hier verwendet werden... allerdings mit entschiedenen Nachteilen:
- Man hat nicht den Vorteil der ersten Neugier wann immer etwas verschlossenes oder gar nicht zugängliches hervorgeholt und geöffnet wird (für TA einfangen kann länger dauern)
- Besonders unschön wie ich finde: Katz' interagiert sehr oft mit der Box ohne dafür eine Belohnung zu bekommen - tatsächlich ist die Belohnung dafür eine absolute Seltenheit

Option 2 - Die Box als als 'tolles Event'

Bei dieser Option ist es das Ziel, dass die Katze beim herausholen und öffnen der Box selber bereits aufgeregt um einen herumtrippelt und sofort beim öffnen hineingeht. Natürlich ist dabei absolute Bedingung, dass die Boxen sonst fest verschlossen oder sogar weggestellt sind.

Hierfür gibt es folgende Schritte (wenn Katz' abbricht, war es zu viel oder zu schnell, dann vorherigen Schritt über die nächsten Tage bestärken):
- Die Box wird herausgeholt und geöffnet.
- Die meisten Katzen werden mindestens einmal interessiert an der Box schnuppern (es gibt auch einige Exemplare die sofort hineingehen - Signalwort/Lob und ein Leckerliregen dann, bitte). In dem Moment wo die Nase die Box am Eingang berührt sofort Signalwort/loben und Leckerli geben. Sollte nicht mit der Box in jedweder Form interagiert werden, reicht auch ein Blick zur Box von Katz' - oder man kann die Box mit dem Finger antippen.
- Dies wird dann weitergeführt. Katz' ist erst einmal verwirrt, sie hat ja noch gar nichts tolles gemacht. Meist wird nach etwas hibbelei dann weiter mit der Box interagiert... Wir nutzen weiterhin diese erste Neugier aus und belohnen diesmal -nicht- einfaches beschnuppern. Ist der Kopf halb in der Box? Signalwort/Lob und Leckerli!
- Nächste Schritte sind dann der ganze Kopf in der Box, dann Vorderpfoten (oder auch nur eine Pfote bei vorsichtigeren Tieren), Bauch/Rücken, Hinterpfoten.
- Letzten Endes dreht sich das Tier irgendwann in der Box für die Leckerlis herum anstatt rückwärts wieder rauszustapfen - dann erneut Signalwort/Lob & Leckerli. Sobald das letzte Stückchen gefuttert wurde erneut Signalwort/Lob & Leckerli. Dies führt dazu, dass nicht nur in die Box gehen, sondern auch 'in der Box bleiben' positiv verknüpft wird. Das ganze gerne wenn Katz' mitmacht über mehrere Leckerligaben hinweg so weiterführen.
- Nun kommt es dazu, die Tür zu schließen. Bei manchen Tieren braucht man auch hier Abstufungen - Tür wird berührt von Mensch, Tür wird ~2 Zentimeter bewegt, Tür ist halb zu usw. bis sie angelehnt zu und dann verschlossen ist. Bei jedem Schritt natürlich erneut Signalwort/Lob & Leckerli. Dann Tür sofort auf und Katz' darf raus.
- Über die nächsten Tage kann man dann die Dauer der verschlossenen Tür erhöhen. Von 1 Sekunde zu mehreren (man sollte natürlich stets dabei bleiben). Dabei weiterhin regelmäßig Leckerlis geben. Da Katz nun nicht abbrechen kann indem sie wegläuft ist ein gutes Indiz für 'das ist jetzt zu viel', wenn das Tier keine Leckerlis mehr nimmt.

Oft kommt es bei dieser Methode sogar dazu, dass Katzen die Boxen nicht so gerne verlassen wollen. ^^ Wenn man möchte, kann man dann auch zb. mal die noch offene Box wenige Zentimeter anheben und dann ein Leckerli vorne hineinlegen. So wird es dann auch möglich das herumtragen schrittweise zu normalisieren und positiv zu verknüpfen.


Variationen & Generelle Tipps
Bei beiden Optionen oben sind Variationen enorm wichtig, da wir nie wissen in was für Transportboxen unsere Pflegekatzen irgendwann mal unterwegs sein werden.

Einige Beispiele: Mit Decken darin, mit Handtüchern darin, komplett leer, verschiedene Arten von Boxen (falls vorhanden), zu unterschiedlichen Uhrzeiten (Generalisierung!), mit unterschiedlichen Menschen dabei (falls vorhanden ^^), wenn Mensch schon für 'rausgehen' fertiggemacht ist, an unterschiedlichen Orten in der Wohnung usw.
Bei allen Variationen ist es oft so, dass noch einmal ein Quentchen Unsicherheit bei Katz' überwunden werden muss. Nicht frustriert werden, einfach locker den bestmöglichen Schritt von Option 2 durchführen und loben. Katzen sind sehr schlecht im generalisieren, jede Veränderung kann sogar als eine komplett neue Übung zählen - je nach Gemüt der Katze.

Bei mehreren vorhandenen Katzen arbeite ich meist mit 2 offenen Boxen für das "Boxenevent" - so kommt es zu weniger Staus ;)

Auch kann es bei manchen Tieren notwendig sein, Leckerlis schon in der Box sichtbar zu haben damit sie überhaupt (mit langem Hals dann meist) hineingehen.
Andere muss man etwas hinten anstubsen wenn nur noch eine Hinterpfote o.ä. herausschaut damit sie komplett hineintappsen und sich dann verwundert umdrehen. (wo natürlich mehr Leckerlis warten sollten)

Man sollte also wirklich immer individuell auf die Katze achten und entsprechend anpassen.

Und die Übungen sollten immer positiv enden, sprich bei einem Schritt den die Katze schon gut und sicher kann. Wenn man merkt das man frustriert werden sollte also immer lieber einen ganz einfachen Schritt machen lassen und dann erst abbrechen.
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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von Gissie » Mi 13. Mär 2019, 18:05

Training finde ich eine gute Idee.


Allerdings würde ich in dem Fall in den sauren Apfel beißen und sofort zum TA gehen.
Normalerweise müffeln Katzen nicht. Meine riechen total angenehm.

Meine Biene hasst die Box und wir haben auch mit Training angefangen. Leider kam eine Blasenentzündung dazwischen. Da war keine Zeit zum Überlegen.
Beherzt geschnappt und ab in die Box.

Wir haben es alle gut überstanden. Sollte deine Katze Schmerzen haben, könnte sich durch ärztliche Hilfe ihr Verhalten ändern.
Schmerzen =Stress.... Wenn die weg sind, ist die Katze gleich viel entspannter.
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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von speedyffm » Mi 13. Mär 2019, 21:32

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.

Mein erster Gedanke waren auch die Analdrüsen, die können schon etwas müffeln. Unserer Sissi wurden schon zweimal die Analdrüsen vom TA ausgedrückt. Das Überprüfen der Analdrüsen gehört bei ihm zur Routine. Die Drüsen waren jedoch nicht entzündet und ihr Popo sah auch ganz sauber aus. Auch ihr Kotabsatz war regelmäßig, fest und normal. Wahrscheinich ein "leichterer" Fall von verstopften Analdrüsen oder eine erbliche Veranlagung. Unser Zorro hat das überhaupt nicht. Manche TÄ muss man darum bitten, habe ich gehört, die machen das wohl nicht so gern. Auch der Katze ist das unangenehm. Aber was sein muss …..
Bitte beim nächsten TA-Besuch (möglichst bald) nachschauen lassen, ob es die Drüsen sind und bevor sie sich entzünden.

Eintüten in die Box:
Welche Katze mag das schon? :dooh: Training ist sehr gut. Leckerli, Spielzeug etc. so oft und so lange, bis es klappt. Wir haben großes Glück mit unseren beiden Vierbeinern. Boxen gekauft - Katzen sofort drin geschlafen. Nach TA-Besuch - Katzen sofort wieder rein und drin geschlafen. In Urlaub gefahren mit den Katzen und zurück - Katzen sofort wieder reingekuschelt. Natürlich wird erst mal ein bisschen rumgezickt vor dem Eintüten, Katzen mögen halt nicht "eingesperrt" sein. Aber im Großen und Ganzen geht das problemlos. Der Transport selbst, egal wohin, scheint ihnen sogar Spaß zu machen, die Umgebung wird interessiert beobachtet. Manchmal denke ich, wir haben komische Katzen-Exemplare oder es sind gar keine richtigen Katzen :cat-D: :))
:)) :atsch: .Bild. :atsch: :))
Versuche nicht, Deiner Katze Tricks beizubringen - sie kennt schon alle

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von katzengold » Fr 15. Mär 2019, 11:40

Hallo und nochmals Dankeschön für eure Ratschläge und Tipps (und die Fleißarbeit von Tante)!

Ich arbeite schon die ganze Zeit an einem “Schlachtplan“.

Vorhin hatte ich Jadie auf dem Schoss. Vorsichtig habe ich mir ihr Hinterteil anzusehen versucht, was nicht unbedingt enthusiastisch begrüßt wurde.
Anschließend habe ich meine Tierarztpraxis angerufen und ihnen das Dilemma geschildert.

Ein Beruhigungsmittel würde ich übrigens vorab ohnehin nicht bekommen.

Wir sind so verblieben, dass ich mit meinem Dienstplan abgleiche und einen Termin vereinbare, wenn ich mehrere freie Tage am Stück habe. Für das Extrem-Sensibelchen muss ich danach genug Zeit haben, um ihr beim “Akklimatisieren“ zu helfen.

Da völlig unklar ist, wie sich Jadie beim TA präsentiert, wird die Praxis für den Termin Zeit einplanen, falls die Katze leicht sediert werden muss.

Nach dem Telefonat habe ich einen Transporter (ohne Tür) ins Wohnzimmer gebracht und vor Jadies Augen mit Leckerlies gefüllt.
Das Spiel werden wir jetzt täglich machen, in der Hoffnung, dass ich die Katze dann ohne Einsatz von Handtuch etc. am Tag X eintüten kann.

Was für ein Drama! Normalerweise bin ich überhaupt nicht so zimperlich, aber Jadie ist echt ein Spezialfall. Ich bin mit Katzen aufgewachsen und habe reichlich Erfahrung, aber so eine kleine Mimose ist mir noch niemals begegnet!

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von myli » Fr 15. Mär 2019, 11:53

ich leide mit dir.....meine Miss gehört leider auch zu diesen Exemplaren.....die
eher sterben als in ide Box gehen....aber was muss...das muss....auch wenn man
dann mit etwas Gewalt nachhelfen muss....hilft ja nichts....wenn Katzen krank sind.

Ich wünsche dir viel Glück und drücke die Daumen. :daumen:
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Das Glück kommt zu denen die lachen.....

lG. myli und die kleine Miss.... :D

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von katzengold » Do 21. Mär 2019, 08:31

Danke, myli!

Moin!

Ich sprenge jetzt nicht den Rahmen und berichte vom Eintüten, Panikattacke und meiner kleinen kooperativen Heldin beim TA. ;)

Gestern wurde Jadie die Analdrüse geleert. Und: es war unsinnig. Laut TA hatte sie keine Verstopfung, das Sekret ist völlig normal, nichts deutet auf Anomalien oder Krankheiten hin!

Gestern müffelte Jadie fröhlich weiter. Ob es heute eine Besserung gibt, weiß ich noch nicht, Jadie war noch nicht auf dem Schoß.

Ich will heute in eine große Filiale einer Zoofachhandlung und Futtersorten suchen, die vielleicht etwas mehr Kot produzieren.
Sollten die es in der Tiefkühlung haben, will ich auch mal Barf-Futter mitnehmen und testen. Komplett auf's Barfen werde ich sicher nicht umsteigen, aber vielleicht wenigstens einmal pro Woche so etwas anbieten.

Der Tierarzt konnte mir zumindest keinen Tipp geben, wie ich das Müffeln beende. Wenigstens weiß ich jetzt definitiv, dass Jadie gesund ist, das ist das Wichtigste.

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von Jomia » Do 21. Mär 2019, 09:26

Und der Arzt hatte auch keine Idee woher das kommt :frag:
Meine Katze hat sieben Leben, hoffentlich verbringt sie die auch mit mir :lo:
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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von Tante » Do 21. Mär 2019, 09:57

katzengold hat geschrieben:
Do 21. Mär 2019, 08:31
Ich will heute in eine große Filiale einer Zoofachhandlung und Futtersorten suchen, die vielleicht etwas mehr Kot produzieren.
Sollten die es in der Tiefkühlung haben, will ich auch mal Barf-Futter mitnehmen und testen. Komplett auf's Barfen werde ich sicher nicht umsteigen, aber vielleicht wenigstens einmal pro Woche so etwas anbieten.

Der Tierarzt konnte mir zumindest keinen Tipp geben, wie ich das Müffeln beende. Wenigstens weiß ich jetzt definitiv, dass Jadie gesund ist, das ist das Wichtigste.
Wundert mich auch etwas das da gar nichts kam.

Beim barfen bitte beachten, dass gekauftes Fertigbarf als Leckerli zu betrachten ist. Ich persönlich würde es wenn dann einmal im Monat o.ä. verfüttern, zumindest dauerhaft. Einmal zum ausprobieren eine Woche durch o.ä. ist kein Problem, aber die Supplementierung bei Fertigbarf ist in der Regel so grottig, dass es dauerhaft nicht geeignet ist.

Da läufst du mit Fleisch kaufen (Elbe Elster kann ich sehr für die Qualität empfehlen) und easy barf oder felini complete dazu besser. Vor Fleischkauf aber die jeweiligen Anleitungen durchlesen.
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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von katzengold » Do 21. Mär 2019, 10:03

Hallo Jomia,

nope!
Ihr Speck ist laut TA auch okay. Sie sei nicht zu dick, sollte aber nicht weiter zunehmen.

Vorhin hat Jadie Stuhl abgesetzt. Sieht für mich zu wenig aus. Mit solchen Köteln können die Analdrüsen nicht richtig geleert werden.
Deshalb will ich jetzt am Futter tüfteln. Müsli bekomme ich nicht in die Katze rein. Aber es gibt bestimmt ballaststoffreicheres Futter. Vielleicht schaue ich auch nach Lachsöl.

In vier Wochen soll Jadie zum Nachimpfen (sofern ich sie jemals wieder in den Transporter bekomme). Falls sich bis dahin nichts ändert, muss der TA weiter forschen.

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von Tante » Do 21. Mär 2019, 10:07

Stell doch ein Foto vom Kot ein :-)
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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von Geisterlicht » Do 21. Mär 2019, 10:08

Müsli? Was willst du denn mit Müsli in der Katze? Da gibt es bessere Varianten. Reis, Futterzellulose, Flohsamen etc. um nur ein paar zu nennen. Da Barf oft einen höheren Protein- und geringeren Anteil an Füllstoffen hat, sorgt es eher für festeren Kot bei vielen Katzen.
Viele Grüße vom Mönchen und dem Kleinen Panther mit Dosi Geisterlicht und Mini, Tigerchen und Carlotti im Herzen

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von katzengold » Do 21. Mär 2019, 10:13

Hallo Tante,

Barfen ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Zumal Jadies Mitbewohnerin dann ausziehen würde.
Serviere ich Frischfleisch, habe ich einen Säbelzahntiger und eine Katze, die aussieht, als würde sie sich vor Ekel jeden Moment übergeben. ;)

Ich glaube inzwischen tatsächlich, dass das Problem beim Futter liegen könnte.
Die verwöhnten Damen (und das habe ich versaut!), wollen eigentlich nur Trockenfutter und Thunfisch. Passt mir gar nicht, aber Nassfutter kann ich zu 95 Prozent wegwerfen, die verweigern es!

Jetzt ist wohl meine Kreativität gefragt.

Hinzugefügt nach 2 Minuten 53 Sekunden:
Tante hat geschrieben:
Do 21. Mär 2019, 10:07
Stell doch ein Foto vom Kot ein :-)
Zu spät - entsorgt! :))
Aber ich kenne Meerschweinchen, die mehr k...

Hinzugefügt nach 5 Minuten 14 Sekunden:
Geisterlicht, das mit dem Müsli war auch eher ironisch gemeint. ;)

Dann schon eher Maus, die zuvor Müsli gefuttert hat. Aber die Sauerei möchte ich in meiner Wohnung sann doch nicht haben.

Gibt es Flohsamen auch im Zoofachhandel? Ich habe auf so etwas ehrlich noch nie geachtet ...

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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von Sandman64 » Do 21. Mär 2019, 11:18

Welches TroFu bekommt sie denn?
Und ich würde keine Experimente mit Ballaststoffen machen, die sind ja nun wirklich nicht das was Katz braucht.
Und was den TA betrifft, ich würde mir bei solchen Problemen einen suchen der ausgewiesener Intenist ist.

katzengold
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Re: meine Katze ist ein “Müffi“

Beitrag von katzengold » Do 21. Mär 2019, 12:02

Aktuell bekommen sie Purina One.
Sanabelle und Bozita wird inzwischen von dem Damen abgelehnt.

Ich weiß, dass TroFu ein polarisierendes Thema ist.
Eine Katzenexpertin warf mir bereits Mord in Raten vor (die ist aber auch Vertreterin für extrem teures Katzenfutter).

Ich bin lernfähig und suche im Sinne der Katzen immer nach einer Lösung.
TroFu hat zwar Vorteile, aber ich bin echt nicht begeistert, dass die Katzen das so bevorzugen.

Ich werde im Zoofachhandel mal gründlich schauen. Im Hinterkopf habe ich nun auch die Anschaffung eines Trinkbrunnens. Zwei Wassernäpfe stehen parat, werden regelmäßig gefüllt und die Katzen trinken ausreichend. Aber vielleicht lässt sich auch das noch verbessern.

Ein TA-Wechsel kommt nicht infrage. 100% Vertrauen, seit Jahrzehnten!
Wenn sich bis zum nächsten Besuch keine Veränderung zeigt, wird der TA von sich aus weiterführende Untersuchungen machen.

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